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Ankerreiz


Der Ankerreiz ist ein Bezugsreiz, um Umweltreize entsprechend einzuordnen. Dabei werden alle Reize an diesem Standardreiz ausgerichtet und unbewusst als intensitätsschwächer oder intensitätsstärker eingestuft.

Hebt man beispielsweise regelmäßig Gewichte und Hanteln, verschiebt sich der Ankerreiz hin zu schwereren Gewichten. Soll man dann Gewichte zwischen 20 und 40 Kilogramm auf einer Skala mit leichter und schwerer einordnen, so würde das mittlere Gewicht auf 25 Kilogramm fallen.

Hebt man vorher aber 90 Kilogramm und soll dann die Mitte finden, verschiebt sich das mittlere Urteil auf 34 Kilogramm. Die Intensität des Ankerreizes hat demnach etwas mit dem sogenannten Adaptationsniveau zu tun, welches sich bei schweren Gewichten bereits erhöht hat – wodurch das Bezugssystem sich verändert.

Der Ankerreiz ist demnach kein Reiz mit festgeschriebener Intensität, sondern wird permanent verändert. Dadurch ändern sich auch sämtliche Reizwahrnehmung, welche anhand dieses Reizes beurteilt und ausgerichtet werden.

Ankerreiz: Wahrnehmungspsychologische Auswirkungen

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Der Ankerreiz ist eine wahrgenommene Vergleichsgröße, um Reizintensitäten aus der Umwelt abzugleichen und einzuordnen. Eine besonders wichtige Rolle spielt der Ankerreiz bei der Beurteilung eines Adaptationsniveaus. Ankerreiz: Wahrnehmungspsychologische Bedeutung und Beurteilung Soll man beispielsweise Gewichte heben und hat im Vorfeld bereits etwas Schweres gehoben, ist das Adaptationsniveau erhöht. Das bedeutet, […]


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