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Was bedeutet Altsteinzeit: Dauer, Wortbedeutung, Lebensweise


Die Geschichte der Menschheit ist zum besseren Verständnis in verschiedene Epochen gegliedert. Diese werden üblicherweise nach jenen Materialien benannt, welche überwiegend zur Herstellung von Werkzeugen genutzt wurden.

Die Zeit, in welcher der Mensch Steinwerkzeuge verwendet hatte, wird also Steinzeit genannt. Diese ist wiederum unterteilt. Die Altsteinzeit bezeichnet hierbei den ältesten Abschnitt. Das heißt, dass der Beginn der Altsteinzeit mit den ältesten bekannten und von Menschen hergestellten Steinwerkzeugen einhergeht.

Fachleute sprechen auch vom sogenannten Paläolithikum. Diese Bezeichnung geht auf die griechischen Begriffe für „Alt“ (palaios) und „Stein“ (lithos) zurück.

Die Dauer der Altsteinzeit

Die Altsteinzeit begann vor circa 2,5 Millionen Jahren und endete vor 12.000 Jahren (10.000 v,Chr.).

Woher weiß man das?
Der Beginn der Menschheit liegt in Afrika. Dort konnten Archäologen die ältesten Steinwerkzeuge belegen. Diese waren gemeinsam mit Knochen von frühen Menschen, dem sogenannten Homo Erectus, gefunden worden. Mit wissenschaftlichen Methoden gelang es, diesen Funden ein Alter von über 2,5 Millionen Jahren zuzuschreiben.

Das typische Werkzeug der Altsteinzeit war der Faustkeil. Dabei handelt es sich um einen Stein, welcher so zugeschlagen wurde, dass er gut in der Hand liegt. Eine Seite wurde so bearbeitet, dass die Spitze als Waffe und Werkzeug verwendet werden konnte. Solche Faustkeile fanden sich nicht nur in Afrika, sondern auch in Asien und Europa. Sie zeigen damit die Verbreitung der frühesten Menschen an.

Im Laufe der Altsteinzeit wechselt die Herstellungstechnik von Werkzeugen. Immer feinere und kleinere Werkzeuge sind die Folge. Diese können auch für die unterschiedlichsten Dinge verwendet werden. Selbst kleine Pfeilspitzen oder Klingen aus Stein sind bekannt.

Das Ende der Altsteinzeit wird durch einen Wechsel der Lebensweise gekennzeichnet. Dieser fand frühestens vor ca. 20.000 Jahren statt. Meist wird der Übergang zur Mittelsteinzeit jedoch auf in etwa 10.000 v. Chr. gelegt.

Ernährung in der Altsteinzeit

Die Lebensbedingungen in der Altsteinzeit waren hart. Die Menschen hatten gerade damit begonnen, erste primitive Werkzeuge herzustellen. Diese wurden dazu verwendet, in größeren Gruppen gemeinsam Tiere zu jagen. Vor allem Großwild wie Mammuts waren beliebte Beute. Denn nur ein erlegtes Tier konnte so die gesamte Jagdgemeinschaft mit Nahrung und Fellen versorgen.

Neben Fleisch dienten vor allem Pflanzen als Nahrung. Da noch keine Pflanzen gezielt angebaut wurden, war es nötig, diese in der wilden Natur zu finden und deren Früchte zu sammeln. Dementsprechend werden die frühen Menschen meist als Jäger und Sammler bezeichnet. Sie lebten noch nicht in festen Behausungen, sondern zogen durch die Gegend. Es wird davon ausgegangen, dass die Jäger den wilden Tieren folgten.

Als Unterschlupf dienten wohlmöglich kleine Zelthütten aus Reisig und Zweigen. In Höhlen zogen sich die Menschen kaum zurück, da ihre Lebensweise dies verbat. Sie mussten der Nahrung folgen und demnach immer weiter ziehen.

Die meisten Forscher gehen heute davon aus, dass die Höhlenmalereien lediglich einem Ritual dienten. So wurde die Höhle zur Opferstätte und zum Begegnungsort mit den Toten. Andere Forscher glauben, dass die Höhlenmalereien Skizzen für die Wanderungszüge der Wildtiere sind.

In den letzten Phasen der Altsteinzeit waren die Menschen gezwungen, verstärkt kleinere Tiere zu jagen. Denn das Großwild wurde immer weniger und starb aus. Gleichzeitig wurde versucht, mehr Nahrung aus der Fischerei zu gewinnen. Dieser Wechsel in der Lebensweise charakterisiert den Übergang zur Mittelsteinzeit.

Das Umfeld des Menschen in der Altsteinzeit

Der Mensch war in der Altsteinzeit nicht alleine. Denn wie zahlreiche Funde von Knochen belegt haben, lebte in der Zeit von 230.000 v. Chr. bis 30.000 v. Chr. eine weitere Rasse, welche dem frühen Menschen sehr ähnlich war. Der Neandertaler.

Diese dürften gemeinsame Vorfahren mit dem Menschen besessen haben. Sie waren von kleinerem, aber breiterem Wuchs. Auch der Neandertaler stellte Werkzeuge her und konnte Feuer machen. Es ist sogar bezeugt, dass sie ihre Toten bestattet hatten. Die Neandertaler waren also genauso weit entwickelt wie unsere Vorfahren.

Wieso sich dennoch der Mensch und nicht der Neandertaler durchsetzen konnte, ist nicht endgültig geklärt. Dazu existieren verschiedene Theorien.

Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Mensch in größerer Anzahl vorhanden war und darum sich schneller und weiter verbreiten konnte. Dadurch starb der Neandertaler schlussendlich aus. Andere Wissenschaftler glauben, dass das ausgeprägte Sozialgefüge des Menschen der entscheidende Überlegenheits-Faktor war.

Weiterhin bekannt, dass sich auch Menschen mit Neandertalern gepaart hatten. Bis heute können bei einzelnen Menschen noch Hinweise auf Neandertaler-Vorfahren gefunden werden.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

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LG Mathias Mücke


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