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Wie, Wann und warum endete die Urgeschichte


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Keilschrift als erste Schriftform der Welt


Unter Urgeschichte wird der älteste Teilabschnitt der Geschichte der Menschen bezeichnet. Üblicherweise wird als Beginn der Urgeschichte das Auftreten der ersten Steinwerkzeuge (vor etwa 2,6 Millionen Jahren) herangezogen. Das Ende der Urgeschichte wird meist mit dem Auftreten von schriftlichen Hinterlassenschaften gesehen. Da sich die Schrift regional jedoch stark unterschiedlich entwickelt hat, ist das Ende der Urgeschichte nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt zu fixieren.

Wann endet die Urgeschichte

Im Nahen Osten haben sich die frühesten Hochkulturen mit einer Schrift entwickelt. Dementsprechend endet hier die Urgeschichte bereits um ca. 3000 v. Chr. Deutlich später ist das Ende der Urgeschichte im Gebiet rund um das Mittelmeer anzusetzen. Hier ist vor allem die Griechische Kultur hervorzuheben. Erste schriftliche Zeugnisse stammen zwar bereits aus dem 2. Jahrtausend vor Christus, das Ende der Urgeschichte in diesem Bereich wird jedoch meist mit dem Auftreten von komplexeren schriftlichen Quellen im 8. Jh. v. Chr. angesetzt.

Je weiter man das Augenmerk nach Norden lenkt, umso später lässt sich das Ende der Urgeschichte fassen. Im heutigen Deutschland beispielsweise reichte die Urgeschichte stellenweise bis ins 5. Jh. n. Chr. Das Ende der Urgeschichte fällt hier n der Zeitspanne der sogenannten Völkerwanderung.

Warum endet die Urgeschichte

Der Begriff Urgeschichte wird durch die moderne Forschung geprägt. Es handelt sich hierbei um ein Konstrukt der Wissenschaft. Da unter „Geschichte“ üblicherweise die Erforschung der Vergangenheit mittels schriftlicher Quellen verstanden wird, wurde die Zeit vor diesen schriftlichen Quellen als Vorgeschichte oder auch als Urgeschichte bezeichnet.

Häufig wird noch zusätzlich zwischen Ur- und Vorgeschichte unterschieden, wobei Urgeschichte die Zeit ohne jegliche Form von schriftlichen Quellen, Vorgeschichte die Zeit mit unbedeutenden, indirekten schriftlichen Quellen bezeichnet. Dementsprechend ist das Ende der Urgeschichte immer dann anzusetzen, wenn für eine Kultur eine höher entwickelte Schrift nachweisbar ist.

Wie endet die Urgeschichte

Das Ende der Urgeschichte fand je nach Region stark unterschiedlich statt. Im Orient, aber auch im Mittelmeergebiet entwickelten einige Völker selbstständig eine Schrift. Diese diente vor allem dazu, organisatorische Verwaltungsaufgaben besser abwickeln zu können. In weiterer Folge wurden aber auch Lobpreisungen auf Götter und Herrscher verfasst, philosophische Überlegungen zu Papier gebracht und tiefgreifende Epen voller mythischer Geschichten geschrieben.

In anderen Gebieten war hingegen aufgrund fehlender gesellschaftlicher Strukturierung die Notwendigkeit für Schrift nicht gegeben. Erst als die hier lebenden Völker in Kontakt mit den Großkulturen aus dem Orient, aus Ägypten, Griechenland oder Italien traten, setzte sich auch hier die Schrift durch und sorgte somit für das Ende der Urgeschichte.


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