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Armenozid: Genozidpolitik im 20. Jahrhundert. Band 2 (Berichte aus der Rechtswissenschaft)

18,80 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: April 30, 2022 12:31 pm
Literaturverzeichnis,
SpracheDeutsch
BuchtypTaschenbuch
Seitenzahl116
ISBN-103832257381
ISBN-13978-3832257385
BeschreibungIm Anschluss an den ersten Band seiner Studien zur Genozidpolitik im 20. Jahrhundert unter dem Titel Völkermord(en) diskutiert Richard Albrecht als erfahrener Sozialpsychologe und historisch arbeitender Politikwissenschaftler in seinem neuen Buch Aspekte des ersten 'modernen Völkermords im 20. Jahrhundert. Verantwortlich für die vom Autor Armenazid genannte systematische, staatlich geplante und organisierte "Ausrottung der türkischen Armenier" (Karl Liebknecht) während des Ersten Weltkriegs im Osmanischen Reich ist eine aus jungtürkischen Funktionären des Komitee "Einheit und Fortschritt" geformte militärische, politische und ideologische (Völkermord-) Elite der damaligen Machthaber der Türkei. Der Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich wird bis heute von allen Regierungen der 1923 gegründeten Türkischen Republik geleugnet. Ging es bei Volkermord(en) noch allgemein um das Konzept von Genozid als staatlich geplantem und organisiertem Völkermord(en) und dessen geschichtlich erstem Auftreten "hinten in der Türkei" 1915/16, so geht es bei Armenazid um spezielle(re) Gesichtspunkte dieses Menschheitsverbrechens im Zusammenhang mit dem Versuch, eine "neue Türkei" als 'moderner' Nationalstaat zu schaffen. Die 1923 gebildete Türkische Republik verwirklichte auch das unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg nicht für möglich gehaltene, zunächst osmanisch verkündete, sodann jungtürkisch als Armenazid durchgeftihrte und schließlich kemalistisch verwirklichte dystopische "Projekt" eines .Arrnenien ohne Armenier" in der Türkei. Richard Albrechts drei Beiträge im Armenozid-Band nähern sich diesem antiarmenisch-politikgeschichtlichen Kontinuitätszusammenhang zunächst als historische Erinnerung an die Zerstörung Smyrnas 1922 (" 'Dies hätte nie geschehen dürfen': Das Smyrna-Tagebuch von Garabed Hatscherian als Quelle zum Holocaustos 1922"), dann in Form eines Diskussionsbeitrags zur gegenwärtigen Genoziddebatte in der historischen Politik- und Sozialforschung ("Genozid; Armenozid; Gruppen-, Kollektiv- und Völkermord[en]") und schließlich über diskursiv-ideologiekritische Textanalysen (,,'Die Juden des Orients': Drei Jahrzehnte Armenierbilder in kolonial-imperialistischen und totalitär-faschistischen Diskursen in Deutschland, 1913-1943").


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