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Bürger


Bürger (lateinisch: civis) ist eine juristische Bezeichnung für die Mitglieder bzw. Einwohner eines Staates, welchem Rechte und Pflichten des jeweiligen Staates zur Geburt auferlegt werden. Diese Rechte und Pflichten sind nicht verhandelbar, werden jedem Bürger zuteil und können ihm nicht genommen werden.

Davon abgewandelt sind die Begriffe Bürgschaft und das Verb bürgen. Bei einer Bürgschaft besteht eine Schuld bzw. Verbindlichkeit, welche allerdings noch erfüllt bzw. ausgeglichen werden muss. Der Bürger eines Staates hat gegenüber dem Staat ebenfalls eine permanente Schuld, welche sich in Pflichten oder Gesetzen äußert. Diese müssen zwingend eingehalten werden, um sich nicht schuldig gegenüber dem Staat oder der Gesellschaft zu machen. Gleichzeitig hat der Staat ebenfalls eine Schuld gegenüber seiner Bürger, indem er ihnen gewisse Rechte und deren Wahrung garantiert.

Einige dieser Rechte und Pflichten sind an bestimmte Bedingungen geknüpft, welche allerdings ebenfalls jeder Bürger automatisch erreichen muss. So zum Beispiel die Wehrpflicht oder das Wahlrecht, welche an das Lebensalter geknüpft sind.

In einer geografischen Betrachtung bezeichnet man Bürger auch als Einheimische oder Einwohner eines Landes. Innerhalb dieses Begriffes sind die Bevölkerungsgruppen allerdings nicht mit Rechten und Pflichten des Staates behaftet. Ein einheimischer Minderjähriger darf demnach Alkohol trinken, ein minderjähriger Bürger allerdings nicht.

Unterschied zwischen Menschenrechten und Bürgerrechten

unterschied menschenrechte bürgerrechte

Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland sind in den Artikeln 1 bis 19 die Grundrechte manifestiert, welche jedem Bürger der BRD zugesichert sind. Das Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, welche am 24. Mai 1949 in Kraft trat und für alle Bürger dieses Landes rechtsverbindlich ist. Diese Grundrechte schützen […]