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Warum knurrt der Magen, wieso gibt es Darmgeräusche


Meistens knurrt der Magen, wenn du Hunger hast.
Manchmal hast du aber gerade etwas gegessen und trotzdem knurrt der Magen.

Was in deinem Körper beim knurrenden Magen oder Darm so alles passiert, erfährst du in diesem Artikel.

Beim knurrenden Magen sind Gase im Spiel.

Von den meisten Gasen bekommst du eigentlich nichts mit.
Dennoch sind diese immer da.
Denn sobald du etwas isst, Speichel schluckst oder trinkst – gelangen die Gase, in Form von Luft, in deinen Bauch bzw. Magen.

Nun solltest du wissen…
Dein Magen ist ein kontrahierender Muskelschlauch. Das heißt, dieser zieht sich ständig zusammen und dehnt sich wieder aus. Das macht dein Magen übrigens die ganze Zeit über, obwohl du auch das normalerweise nicht bemerkst.

Wieso macht er das?
Dein Magen ist wie ein Zementmischer oder ein Trockner bzw. Waschmaschine.
Ständig wird alles gedreht, geschleudert und vermischt.

Dazu kommt Magensäure, welche aus Salzen besteht.
Diese Salzsäure oder auch Verdauungssaft genannt, schafft es, deine Nahrungsreste zu zersetzen, zu zerkleinern und für den Darmtrakt vorzubereiten.
Dies schafft sie aber am besten, wenn ständig alles gut durchgerührt wird.

Normalerweise wird durch das Drehen und Wenden der Magenbrei, auch Chymus genannt, gebildet.
Aber nur, wenn du gegessen hast. Denn durch das Mischen von Wasser, Luft, Enzymen, Magensäure und deiner Nahrung entsteht etwas Breiartiges, welches zum Abtransport für den Darm bereitsteht.

Aber wenn du lange nichts gegessen hast, fehlt die Nahrung bei diesem Spiel.
Luft, Enzyme und Magensäure ergeben dann ein Gemisch – welches Geräusche erzeugt.

Dazu kommt die Kontraktion deines Magens, welche durch die fehlende Nahrung noch verstärkt wird.
Denn dadurch, dass deine Verdauungsorgane lange nichts zum Zersetzen bekommen haben, wird das Zusammenziehen und Dehnen des Magens stärker.

Du kannst dir das so vorstellen…
Normalerweise zieht sich dein Magen um ein gutes Stück zusammen, um die Nahrung zu mischen.
Wenn keine Nahrung da ist, versucht er dennoch irgendwie Nahrung zu finden.
Dadurch zieht er sich noch weiter zusammen, weil er darauf spekuliert – wenigstens ganz kleine Reste zu finden.
Und wenn der Magen sich so weit zusammenzieht, muss er sich am Ende ganz weit dehnen.
Dies ergibt dann komische Geräusche, leichte Magenkrämpfe bzw. Bauchschmerzen – kurzum einen knurrenden Magen.

Beim knurrenden Darm sind ebenfalls Gase im Spiel

Der Magen macht diese Kontraktionen und mischt so die Nahrung ordentlich durch und schiebt diese zu den Verdauungsorganen. Dieses Pressen und Schieben ist ebenfalls eine Kontraktion und nennt sich Peristaltik.
Der Darm nimmt die zersetzte Nahrung als Brei entgegen und macht ähnliche Kontraktionen.

Wieso macht der Darm das?
Durch das Zusammenziehen und Auseinanderdehnen des Darmes, wird die verdaute Nahrung durch den Darm gepresst bzw. geschoben. Und dabei kommen ebenfalls Gase zum Einsatz. Diese werden durch deinen Darm bis zum After gepresst und versuchen dort zu entweichen.
Mitunter kommt es beim Durchpressen ebenfalls zu Geräuschen im Darm, weil die Luft gerade in einen anderen Raum gepresst wird.

Wenn diese Gase über den Anus entweichen, riecht dies mitunter unangenehm, weil dieses Gasgemisch aus Luft und zersetzten Stoffen besteht.
Dies ist sicherlich nicht ganz schön, etwas unangenehm, aber auf jeden Fall gesund.