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Warum man X als Variable in der Mathematik wählte


Das „x“ steht in der Mathematik für die Variable, welche gefunden werden soll.
Eigentlich ist mit „X“ das Unbekannte gemeint. So gibt es den X-Faktor, die X-Files oder Akte-X aus dem Fernsehen.
Auch auf Schatzkarten markiert man die Stelle mit einem unbekannten Schatz mit einem großen „X“.

Doch die Herkunft des „x“, als unbekannte Variable stammt aus der Naturwissenschaft.
Wie das geschah, erfährst du in diesem Beitrag.

So wurde das „x“ zur Bezeichnung für die unbekannte Variable

Im 17. Jahrhundert war es üblich in mathematischen Gleichungen Buchstaben einzusetzen.
Allerdings nicht für die Unbekannte, sondern für die Operationszeichen.

Eine Gleichung, wie 2 + 4 wurde im 16. und 17. Jahrhundert noch 2 p 4 geschrieben.
Das „p“ stand für den Plusoperator und ein kleines „m“ stand für das Minuszeichen.

Descartes, von dem der Satz stammt: „Ich denke, also bin ich“ – war eines der großen Universalgenies der Renaissance. Damals wurden Geistes- und Naturwissenschaften noch nicht strikt getrennt voneinander betrachtet, so wie man es heute tut. Somit war Descartes Mathematiker, Naturwissenschaftler und Philosoph.

Sein wohl größter Beitrag in der Mathematik, war die Schaffung des Koordinatensystems.
Dazu wählte er ein „x“ für die Horizontalachse und „y“ für die vertikale Achse.

koordinatensystem unbekannte variable x

Die Unbekannten X und Y kann man durch einfaches Ablesen bestimmen. Demnach hat der Punkt die Koordinaten (2, 5).


Jedes Gebildes, welches man im Koordinatensystem einzeichnen konnte, hatte eine Ausrichtung auf der Y-Achse und auf der X-Achse. So konnte man durch einfaches Ablesen, die unbekannten Variablen x und y finden.

Seitdem benutzt man in mathematischen Gleichungen mit einer Unbekannten ein „x“ für die unbekannte Variable.
In Gleichungen mit zwei Unbekannten nutzt man „x“ und „y“ für die Variablenbezeichnung.