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Raum


Ein Raum bezeichnet im Allgemeinen ein Gefäß, welches das Gesamtgebilde zwischen zwei Punkten darstellt. Der Raum ist somit kein Ort, sondern vielmehr der Platz bzw. das Gefäß, welches sich zwischen zwei Orten aufzieht.

In der Umgangssprache wird der Raum mit Zimmer gleichgesetzt, da dies ebenfalls ein Gefäß zwischen zwei festen Punkten (den Wänden) darstellt. So gibt es einen Essensraum oder auch einen Schlafraum. Üblicherweise wird der Raum auch als Weltraum gesehen. In diesem Fall ist eine Aufspannung kaum möglich, da das Universum einer Ausdehnung unterliegt und der physikalische Raum dadurch nicht fest bestimmt werden kann.

Der Lebensraum ist ein abgegrenzter Bereich bzw. Region, in welchem Lebewesen miteinander leben, miteinander konkurrieren und welcher gewissen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Die Gesetze des Raumes sind die Nahrungskette, die Fortpflanzungsbedingungen (Partnerwahl nach Eigenschaften), die Lebensbedingungen welche zwingend in diesem Raum gelten müssen oder auch die Bedingungen, ab welchen Parametern der Lebensraum unattraktiv bzw. unbewohnbar wird.

In der Mathematik bezeichnet Raum ein festabgestecktes Volumen (Länge x Breite x Höhe) mit klaren Grenzen und ohne Ausdehnung. Betitelungen wie, raumeinnehmend stammen aus der mathematischen Perspektive. Weiterhin fasst die Mathematik eine Menge an Strukturen und Objekten in einem Raum zusammen. Diese Objekte unterliegen den gleichen Regeln und deren Ergebnis ist wiederum Teil des Raumes.

Als klassisches Beispiel dient der Vektorraum, welcher aus Vektoren besteht. Die Vektoren als Mitglieder des Raumes kann man multiplizieren oder addieren. Das Ergebnis dieser Operation ist wiederum ein Vektor, welcher immer noch im Vektorraum liegt und den Gesetzen dieses Raumes unterliegt.

Oder ein einfacheres Beispiel sind die natürlichen Zahlen, wie 2,3,4 oder 5. Diese liegen im Zahlenraum der natürlichen Zahlen. Wenn man zwei natürliche Zahlen addiert, multipliziert ist das Ergebnis eine natürliche Zahl. Die Grenze der natürlichen Zahlen bildet die Null.

Alles was unter Null liegt, ist außerhalb des Zahlenraumes der natürlichen Zahlen. Und da jede Addition und Multiplikation zwischen zwei natürlichen Zahlen zu einer neuen natürlichen Zahl führt, sind die Gesetzmäßigkeiten dieser beiden Operationen uneingeschränkt möglich. Die Subtraktion und Division unterliegen dabei gewissen Einschränkungen und es gelten in diesem Zahlenraum gewisse Regeln.

Zum Beispiel gilt 5 – 3 = 2.
Die Regel, dass der Minuend (5) zwingend größer als der Subtrahend (3) sein muss, gilt für diesen Zahlenraum, um das Ergebnis ebenfalls im Bereich der natürlichen Zahlen abzubilden. Im Zahlenraum der rationalen Zahlen (Brüche) gelten andere Regeln.

Ein sozialer Raum ist ein Begriff aus den Sozialwissenschaften und der Psychologie. Gemeint ist damit eine soziale Struktur, welche klar abgrenzbar nach außen ist. So kann man beispielsweise die sozialen Beziehungen (Struktur) innerhalb einer Familie (Abgrenzung nach außen) als sozialen Raum betrachten.

Alle Mitglieder der Familie, alle Liebesbeziehungen, alle Anfeindungen, alle Nettigkeiten und alle Intrigen sind Teil des Raumes. Weiterhin unterliegen die sozialen Strukturen einer gewissen Regelung, sogenannten ungeschriebenen Gesetzen, welche das Miteinander organisieren. Diese Gesetze finden nur in diesem Raum Anwendung und sind auf einen anderen sozialen Raum (z.B. Arbeitsplatz) nicht übertragbar.

In der Rechtswissenschaft ist ein Rechtsraum ein Gültigkeitsbereich, in welchem Gesetze das Miteinander regeln. Der rechtsfreie Raum ist demnach ein Konstrukt, in welchem entweder keine Gesetze gelten oder Gesetze nur unzulänglich greifen bzw. angewandt werden können. Allerdings stellt auch das Nichtvorhandensein von Ordnung ein Gesetz dar, welches dann allerdings in einem anderen Rechtsraum liegen muss.

Jeder Raum unterliegt gewissen Gesetzen und Grenzen. Werden gegen diese verstoßen, befindet man sich außerhalb des Raumes und somit in einem neuen Raum.