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Stoische Philosophie


Die stoische Philosophie bzw. auch als Stoa bezeichnet, ist eine Philosophenschule, welche um 300 v.Chr. durch Zenon von Kition gegründet wurde. Die Schüler der Stoa, welche als Stoiker bezeichnet werden, hielten ihre Versammlungen in einer Säulenhalle ab, welche ebenfalls Stoa heißt und so zum Namensgeber der Philosophieschule wurde.

Während des 1. Jahrhunderts n.Chr. wurde die Stoa zur Modephilosophie der Römer und Griechen, da sie Ethik, Religion und Rationalismus verband. Im 3. Jahrtausend n.Chr. ging die Stoa im Neoplatonismus auf.

Die Stoa sieht sich selbst als Weiterführung und legitime Nachfolgeschule der sokratischen Lehre. Dazu setzen sich ihre Anhänger kritisch mit der Schule Platons und Aristoteles auseinander.

Ein wesentliches Merkmal ist der Rationalismus, welcher stets angestrebt, durchgehalten und unter dessen Aspekten, sich jede Theorie kritisch unterordnen muss. Dazu gesellt sich ein Pflichtdenken an ethischen Maßstäben festzuhalten bzw. diese herzustellen.

Die Ethik, welche die Forderung vertritt, dass der Mensch im vernünftigen Einklang mit der Natur leben muss, steht im Mittelpunkt der stoischen Philosophie. Die Natur bilden alle Elemente, welche sind, also: Mensch, Gott und die Welt. Als vernünftig wird alles angesehen, was Einsicht und Erkenntnis schafft.

Laut den Stoikern ist der Mensch frei, welcher es geschafft hat, sich von seinen Affekten zu befreien und sich ausschließlich dem Gesetz der Vernunft unterordnet. Dadurch wird Weisheit erlangt. Prägendes Merkmal dieser Menschen sind Gemütsruhe und Gelassenheit. Diese innere Stärke wird erreicht, indem man seine Weltanschauung einzig am Logos ausrichtet, also einer Weltvernunft und Rationalität. Aus dieser Sichtweise sollte ein Kosmopolitismus (Weltbürgertum) entstehen können, wonach die Grenzen von Nationaldenken bzw. Provinzdenken verschwinden, da dies unvernünftig ist.

Auf Grundlage dieser Weltanschauung entwickelten die Stoas eine Rechtslehre, eine Staatstheorie und eine Naturrechtskonzeption, welche nachhaltigen Einfluss auf Theologie und Rechtswissenschaft ausübte.

Die 3 Epochen der Stoa: deren Grundsätze in Ethik und Philosophie

Zenon von Kition

Die Stoa bzw. der Stoizismus oder die stoische Philosophie ist eine philosophische Ausrichtung, die etwa 300 v. Chr. in Griechenland entstand und sich in den folgenden 500 Jahren auch in Rom etablierte. Sie wird in drei Epochen unterteilt. Leitsatz der Stoa ist, Gelassenheit und Tugend durch die Annahme des eigenen […]