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Tipps gegen die Angst vor einer Fehlgeburt


Ein Frau, welche nach einer Fehlgeburt erneut schwanger wird, hat natürlich Angst vor einem erneuten Kindesverlust.

Aber…
Normaler sollte es doch so sein.
Du erwartest ein Kind.
Somit solltest du die ganze Welt umarmen.
Denn dein Glück sollte einfach grenzenlos sein, oder?

Tja, wenn da nicht die Vorgeschichte wäre.
Und jetzt plagen dich Ängste.
Vielleicht plagt dich diese Ungewissheit, ob alles Okay ist – mit dir und deinem Baby.
Oder du warst vielleicht schon beim Frauenarzt und diese ersten Untersuchungen, sehen die ersten Komplikationen vorher.
Vielleicht ist es sogar noch schlimmer.
Und du traust dich nicht einmal zum Frauenarzt, weil du Angst vor dem ärztlichen Befund hast.

Und jetzt denkst du:

„Hoffentlich passiert es nicht wieder.“

In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie du mit deiner Angst vor einer Fehlgeburt umgehen kannst.

Denn eine Fehlgeburt ist nicht das Ende.
Viele Frauen erlebten bereits einen Abort und wurden danach wieder schwanger.

Und nicht nur das…
Sie trugen die neuen Kinder auch bis zum Ende aus.

Fehlgeburten passieren nun einmal.
Es ist tragisch, dass es passiert und nicht jeder Mensch geht damit gleich um.

Schließlich hinterlässt eine Fehlgeburt immer Trauer, vielleicht sogar Depressionen.

Woher kommt die Angst vor einer Fehlgeburt.

Es gibt 6 Urängste, welche jeder Mensch hat.
Diese sind die 6 Geister der Nacht, weil sie meistens nachts kommen – wenn du nicht schlafen kannst.

Und dann treiben dich die 6 Geister der Nacht herum und lassen dich nicht weiter schlafen.

Und diese 6 Urängste sind:

  1. Angst vor Kritik
  2. Die Angst vor Armut
  3. Angst vor dem Alter
  4. Ängste, welche mit Krankheit zu tun haben
  5. Angst vor Liebesverlust
  6. Angst vor dem Tod

Alle hier aufgezählten Ängste haben etwas gemeinsam.
Man kann sogar sagen, dass sich alle Ängste auf eine Urangst beschränken lassen.
Und zwar Angst vor Verlust.

  • Kritik (Gesichtsverlust, Kontrollverlust)
  • Armut (Geldverlust, Statusverlust, Sicherheitsverlust)
  • Alter (Schönheitsverlust, Statusverlust, Verlust von Vitalität, Kontrollverlust)
  • Krankheit (Verlust von Vitalität, Kontrollverlust)
  • Liebesverlust (Partnerverlust, Kontrollverlust oder Sicherheitsverlust)
  • Tod (alle Verlustängste)

Die Angst eine Fehlgeburt zu erleiden, ist ebenfalls nichts Weiteres als eine Angst vor Verlust – dem Kindesverlust oder Schwangerschaftsverlust.

Aber….
Weil es nur eine Angst gibt und zwar die Verlustangst – musst du auch nur eine Angst bekämpfen.

Doch bevor du die Angst bekämpfst, solltest du noch ein paar Dinge über Angst wissen.

Die Angst verhindert den Erfolg.

Das ist meistens so.
Denn Ängste bewirken, dass man sich immer mit dem Erfolglosen beschäftigt und niemals mit dem bereits erreichten.

Mal Hand aufs Herz….
Du bist endlich schwanger.
Aber du kannst diesen Erfolg nicht richtig genießen – weil du Angst hast.
So ist es doch, oder?

Bevor du deine Angst vor einer Fehlgeburt besiegen kannst, musst du wissen….

Die Angst gewinnt immer

Ich sage dir etwas….

„Menschen müssen ängstlich sein.“

Du stehst also nicht allein da.

Dies ist unser genetischer Code und dieser lässt sich einfach nicht ohne weiteres abstellen.
Denn stellen wir einmal Freude und Angst gegenüber, gewinnt immer die Angst.

Hier ein Beispiel aus dem Paradies:
Stell dir vor:
Du läufst über eine grüne Wiese.
Die Blumen blühen und die Vögel zwitschern.
Es ist ein wunderschöner Tag.
Die Sonnenstrahlen wärmen dich.
Und du hast dir so eine Atmosphäre schon immer gewünscht.

Dein sehnlichster Wunsch nach so einer Atmosphäre ist also in Erfüllung gegangen.

Okay, spinnen wir weiter.
Circa 100 Meter vor dir, taucht plötzlich ein Wolf auf.

Wohin geht deine Aufmerksamkeit zur Schönheit oder zur Angst?

Konzentrierst du dich immer noch auf die Schönheit und Vollkommenheit oder doch mehr auf den Wolf?

Tja, da sind sie wieder – Die 6 Gespenster der Nacht.

  • Kontrollverlust
  • Sicherheitsverlust
  • Vitalitätsverlust
  • Statusverlust
  • Lebensverlust

Mehr oder weniger, sind alle Gespenster auf einmal da.

Du kannst nichts machen….
Die Angst gewinnt immer. Dies ist nun einmal der Überlebensinstinkt, welcher jedem Menschen angeboren ist.

Diese Angst ist notwendig, um zu überleben.
Und weil diese Angst der Urinstinkt der Menschheit und auch das Erfolgsgeheimnis jedes Lebewesens ist, muss sie einfach immer siegen.

Halten wir fest….
Die Angst etwas oder jemanden zu verlieren, siegt immer.
Diese Aussage ist enorm wichtig, weil sie jede mögliche Strategie die Angst zu besiegen – zu Nichte macht.

Wie bekämpft man die Angst, wenn sie unbesiegbar ist?

Ganz einfach – gar nicht.
Wenn du nicht siegen kannst, solltest du auch nicht kämpfen.

Aber es gibt andere Strategien um Ängste loszuwerden.
Ganz einfach nicht zu lassen.
Konkret gesagt, du darfst deine Angst vor einer Fehlgeburt nicht zu lassen.

Ja richtig…
Es ist ein Unterschied, ob du gegen die Angst ankämpfst oder ob du diese einfach nicht zulässt.

Wenn du gegen deine Angst ankämpfst oder vor ihr davonrennst, hat die Angst die Kontrolle.

Erinnere dich bitte an den Wolf:

  • Du könntest dir einen Stock besorgen und ihn verjagen.
  • Oder du rennst selbst davon.

Bei beiden Strategien – Konfrontation und Flucht, gewinnt die Angst.
Denn sie hatte die Kontrolle über dich und dein Handeln.

Man kann sagen:
Die Angst kontrolliert dich oder du kontrollierst die Angst.

Ich stelle dir jetzt zwei Möglichkeiten vor, die Angst zu kontrollieren.
Beide Methoden haben das gleiche Resultat.

So kannst du die Angst vor einer Fehlgeburt kontrollieren.

Ich sagte es bereits:

Du kannst die Angst nicht bekämpfen, weil du sie nicht besiegen kannst.
Und entweder du kontrollierst die Angst oder sie kontrolliert dich.

Das Prinzip, welches ich dir vorstelle – nennt sich Dankbarkeit.

Du kennst es bereits.
Unsere Eltern haben uns beigebracht, „Bitte-und-Danke“ zu sagen.

Aber sie taten es aus einem völlig falschen Ansatz heraus.
Und zwar ist das „Danke-Sagen“, in unserer Gesellschaft, nichts weiter als eine Höflichkeitsfloskel.

Aber eigentlich ist das Dankbarkeitsprinzip ein Lebenskonzept.
Denn immer dann, wenn du dankbar bist – hast du keine Angst.

Dankbarkeit ist das einzige Gefühl, welches alle anderen Gefühle dominiert.

Und Dankbarkeit muss gelernt sein.
Deshalb schlage ich dir vor, ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen.

In dieses Tagebuch schreibst du jeden Tag, wofür du heute dankbar bist.

Hier ein Beispiel.

Angenommen du bekommst eine hohe Reparaturrechnung für dein Auto.
Dann schreibst du in das Tagebuch, dass du dankbar bist – dass dein Auto wieder fährt.

Klingt erst einmal komisch, oder?

Vielleicht hältst du mich auch für verrückt.

  • Aber man kann dafür dankbar sein, dass sein Auto wieder fährt.
  • Oder man ist erbost und hat Sicherheitsverluste, weil die Rechnung so hoch war.

Du siehst beide Ansichten unterscheiden sich extrem voneinander.
Die Dankbarkeitsansicht richtet sich auf das Positive und das Erfolgreiche.

Die Ansicht des Geldverlustes, aufgrund der hohen Rechnung, treibt dich zur Angst vor Sicherheitsverlust und Armut.

Also dann….
Jeden Tag schreibst du mindestens 3 Dankbarkeitsformulierungen in dein Tagebuch.
Besser wären 10.

Jede Formulierung beginnt mit: Ich bin dankbar.

  1. Ich bin dankbar, weil ich heute Morgen ein leckeres Brötchen mit Salami essen durfte.
  2. Ich bin dankbar, weil ich in Deutschland leben darf.
  3. Ich bin dankbar, weil mein Auto zur Reparatur war und wieder fährt.
  4. Ich bin dankbar, weil es draußen langsam Sommer wird.
  5. …..

Jeden Tag mindestens drei Formulierung, beginnend mit „Ich-bin-dankbar“.

Was passiert dadurch?

Dass du Angst empfunden hast, ist natürlich dein Überlebensinstinkt.
Aber es ist auch Gewohnheit.

Erfolgreiche Menschen, egal wohin du schaust – haben erfolgreiche Denkweisen entwickelt.
Sie denken nicht in Ängsten, sondern in Möglichkeiten.

Und dieses Möglichkeitsdenken ist antrainiert worden.
Bewusst durch Dankbarkeitstraining oder unbewusst durch Eltern, Kollegen oder Freunden.

Wichtig ist nur….

Am Anfang kommt dir diese Dankbarkeit, wie Betrug vor.

Dies liegt an deinen Denkgewohnheiten.
Denn diese beschränkten sich in der Vergangenheit immer auf Verlust und somit Angst.

Es ist ganz logisch, dass du diese Gewohnheiten nur Stück für Stück abbauen kannst.
Sie sind immerhin über Jahre gewachsen und trainiert worden.

Aber jetzt beginnt für Dich ein neues Trainingsprogramm.
Dies wird dir am Anfang sehr schwer fallen.
Du wirst denken, dass heute auch nichts vorgefallen ist – wofür du dankbar sein könntest.

Also DENKE NEU.

  • Wenn du auf etwas oder jemanden wütend bist – DENKE NEU!
  • Falls du Ängste spürst – DENKE NEU!
  • Und wenn die Gespenster der Nacht kommen – DENKE NEU!

Die Dankbarkeit kontrolliert die Angst vor einer Fehlgeburt

Kommen wir zur konkreten Angst vor einer Fehlgeburt zurück.

Bisher war dein Denkschema, vielleicht so:

„Hoffentlich habe ich nicht wieder eine Fehlgeburt“

Also – DENKE NEU!

„Ich bin dankbar, dass ich eine zweite Chance erhalten habe – schwanger zu sein.“

Du siehst, es ist immer noch das gleiche Problem.
Aber komplett andere Sichtweisen.

Und deshalb – FÜHRE EIN DANKBARKEITSTAGEBUCH und gewöhne Dir diese Sichtweise an.

Hier ist eine zweite Möglichkeit seine Angst vor einer erneuten Fehlgeburt zu kontrollieren.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Angst komplett zu durchleben.

Das heißt für dich.
Du lässt die Angst komplett zu und durchdenkst diese von Anfang bis zum Ende.
Mit allen Konsequenzen.

Du stellst dir vor, was passiert – wenn du dein Kind wieder verlieren solltest.

  • Wie fühlst du dich dann?
  • Wie geht es weiter?
  • Was wirst du dann tun?
  • Und wie wirst du dich verhalten?

Durchlebe die ganzen Gefühle – der Angst, der Trauer, des Schmerzes.
Dringe tief in die Gefühle ein. Lass alle diese negativen Gefühle, bis ins kleinste Detail, komplett zu.
Spüre die Angst, die Trauer und den Schmerz.

Und schließlich wirst du erkennen, dass es nach einer möglichen Fehlgeburt auch weiter geht.
Du wirst sehen, dass du noch lebst.
Und sicherlich wirst du wissen, dass du auch noch eine dritte Chance auf eine Schwangerschaft erhalten wirst.

Denn das Leben geht weiter.
Auch für dich.

Wenn du dich deinen Ängsten und den daraus resultierenden Gefühlen komplett stellst, wirst du sie entlarven.
Du wirst die Schwachstellen der Angst erkennen und sie von innen heraus kontrollieren.

Zusammenfassung:

  • Die Angst vor einem möglichen Schwangerschaftsverlust oder Kindstod lässt sich nicht bekämpfen.
    Einfach aus dem Grund heraus, dass man die Angst nicht besiegen kann.
  • Wer gegen Angst ankämpft – den hat die Angst unter Kontrolle.
  • Möglichkeiten die Angst vor einer Fehlgeburt zu kontrollieren, bestehen darin die Angst zu durchleben oder Dankbarkeitsgewohnheiten zu trainieren.

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