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3 Gründe, Warum es in China bzw. Asien Essstäbchen gibt


Essstäbchen gehören in vielen asiatischen Ländern zur Esskultur. Auch in Europa gewinnt die Verwendung der Stäbchen, als Essbesteck, zunehmend an Bedeutung.

  • Aber warum isst man in manchen Ländern mit Stäbchen und in anderen Ländern nicht?
  • Wie kommt es, dass sich die Stäbchen von Land zu Land unterscheiden?
  • Und was haben die Stäbchen mit der Tradition, ohne Tisch zu essen, zu tun?

Diese Fragen möchte ich in diesem Beitrag beantworten.

Essstäbchen stammen ursprünglich aus China

Heute isst man auch in Vietnam, in Korea oder in Japan mit Stäbchen.
Aber ursprünglich stammen die Stäbchen aus China, wo diese seit 200 v. Christus existieren. Die anderen asiatischen Länder übernahmen dieses Essbesteck irgendwann, da diese von der chinesischen Kultur zunehmend beeinflusst worden.

Die chinesischen Stäbchen bestanden ursprünglich aus Holz. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Korea, gab es kleine Veränderungen der Bestecke hinsichtlich ihrer Produktionsstoffe. Dies liegt daran, dass diese erst in einem späteren Zeitalter eingeführt worden. So sind die koreanischen Essstäbchen aus Metall, weil diese dort erst im 17 Jahrhundert zur Geltung kamen.

Warum sind koreanische Essstäbchen aus Metall?

Im Jahre 1637 kam es zur sogenannten mandschurischen Invasion in Korea.
Zwischen 1637 und 1895 war Korea ein Vasallenstaat Chinas und stand unter dessen Einfluss. Zeitgleich erhielt die Metallproduktion eine neue Dimension. In dieser Zeitepoche wurde Essgeschirr aus Metall in Europa und der ganzen Welt zur Tischsitte. Die Koreaner übernahmen die Essstäbchen der Chinesen und wandelten die Holzstäbe in zeitgemäße Metallstäbe um.

Warum essen Chinesen mit Essstäbchen

Dass die Essstäbchen als gängiges Essgeschirr in China existieren, hat zwei Ursachen.
Bereits 200 v. Chr. zur Zeit der Zhou-Dynastie (770 v.Chr. – 256 v.Chr.) wuchs die Bevölkerungszahl in China schlagartig an. Gründe dafür waren die Einführung von Dünger, bessere Nahrungsversorgung und Ackerbau auf sich wechselnden Bodenarten. Die Zunahme der Landwirtschaft und der Anstieg der Bevölkerung hatten Folgen. Denn große Teile der Wälder Chinas wurden abgeholzt.

So entstand bereits 250 v. Chr. eine Holzknappheit, als Folge der intensiven Landwirtschaft, in China.
Dies wiederum führte zu zwei grundlegenden Veränderungen in der Essenskultur. Um Holz zu sparen, wurden Mahlzeiten vor dem Erhitzen zerkleinert. Dadurch wurde die Erhitzungszeit deutlich minimiert und der Holzvorrat konnte anderweitig genutzt werden. Diese kleinen Mundhappen, welche vorgeschnitten sind, finden sich heute noch in der Esskultur der Chinesen und anderer von China geprägten Kulturen wieder.

Außerdem brauchten die Menschen bestimmte Werkzeuge zum Essen.
Da aufgrund der Holzknappheit niemand oder kaum jemand einen Tisch hatte, brauchte man Essbestecke – welche man mit einer Hand halten konnte. Denn in der anderen Hand befand sich die Essenschale mit der Nahrung.

Und da die Nahrung bereits zerkleinert war, brauchte man auch kein Messer. Die Essstäbchen erlaubten es, dass die Nahrung mit nur einer Hand aufgenommen und gegessen werden kann. Essen mit Messer und Gabel, wie wir es in Europa tun, kann dies nicht. Denn dazu braucht man immer das Messer, um die Nahrung auf die Gabel zu schieben.

So hielten die Chinesen in der einen Hand die Schale, in welcher sich das Essen befand und in der anderen die Stäbchen zum Aufnehmen der Nahrung. Diese Tradition des Essens hat bis heute Bestand, ihren Ursprung hat sie allerdings aufgrund der Tischknappheit bzw. Holzknappheit der damaligen Zeit. Die Stäbchen bestanden zwar auch aus Holz. Diese wurden jedoch nach dem Essen nicht weggeschmissen, sondern wieder verwendet. Dadurch kamen die Menschen mit sehr wenig Holz aus.

Und noch heute gibt es die Tradition, in verschiedenen asiatischen Kulturen, ohne Tisch zu essen. In China, in der Zeit der Zhou Dynastie, wurde dieser Brauch bzw. die Tradition zwangsweise eingeführt.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

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LG Mathias Mücke


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