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Warum ist am 11.11 Karnevalsbeginn


Am 11. November ist Karnevalsbeginn. Doch Wieso ausgerechnet der 11.11. und 11:11 Uhr?
Dazu existieren verschiedene Theorien, welche ich gleich vorstellen werde.

Aber…
Während einzelne Theorien durchaus glaubhaft und nachvollziehbar erscheinen, wirken andere eher absurd und wenig belegt. Fakt ist aber, dass der 11.11. jährlich den Auftakt der närrischen Zeit markiert. Es darf gefeiert, getanzt und getrunken werden. Jeder darf die „11“ gerade sein lassen. Und am Aschermittwoch ist wie gewohnt auch alles schon wieder vorbei.

1. Theorie: Der 11.11. als Karnevalsbeginn in der Christlichen Mythenwelt

Eine der glaubhaftesten Thesen, warum der 11.11. jährlich den Beginn der Karneval-Saison markiert, entspringt dem biblischen Kontext. Zwar kommt die Zahl „11“ ganz weltlich daher. Sie steht aber zwischen den zwei bedeutsamen Zahlen „10“ und „12“. Im christlichen Zusammenhang steht der Vorgänger „10“ als Zahl der Gebote und ist verbunden mit einer Weltordnung, die sich mit Regeln und Normen definiert.

Die nachfolgende „12“ symbolisiert die Jünger, die mit Jesus Christus gemeinsam den Glauben in die Welt tragen sollten. Mittendrin steht die „11“. Sie hat keine tragende Bedeutung. Aus diesem Grund ist denkbar, dass die Närrinnen und Narren sie gewählt haben um den Ernst des Vorgängers und des Nachfolgers zu entspannen. Als Gegengewicht werden die strengen Regeln des Christentums aufgeweicht.

2. Theorie: Mit einer Urkunde zur „11“ – Das Urkundensiegel von Kleve

Neben dem christlichen Ursprung, existiert eine weitere Theorie zum Karnevalsbeginn. In der Stadt Kleve im heutigen Nordrhein-Westfalen wurde im Jahr 1331 der Geckenverein zu Kleve gegründet. Gemäß der urkundlichen Nennung lautete der Faschingsausruf des Vereins: „Ey, lustig, fröhlich“.

Nimmt man nun den jeweils ersten Buchstaben dieses Ausrufs zusammen, entsteht das Wort „ELF“. Diese Theorie wirkt recht weit hergeholt, gilt jedoch als relevante These.

3. Theorie: Der 11.11. als Ende des landwirtschaftlichen Wirtschaftsjahres

Theorie 3 besagt, dass der 11.11. im Mittelalter den Zeitpunkt markierte, zu welchem das landwirtschaftliche Wirtschaftsjahr endete. Und das war für die Mägde und Knechte ein Grund zum Feiern. Nicht nur kennzeichnete er ein zweites Erntedankfest. Der Lohn für die Winterzeit wurde ausgezahlt.

Zusätzlich genossen die einfachen Leute den nun trinkreifen Wein. Es war das Pausieren nach der harten Arbeit bis zum nächsten Wirtschaftsjahr.

Weitere Ursprungsideen zum 11.11.

Während die ersten drei Thesen durchaus realistisch sind, gibt es eine Vielzahl an Mutmaßungen. Folgende haben sich über die Zeit ebenfalls etabliert:

Die Französische Revolution von 1789 ist der größte gesellschaftliche und politische Umsturz im Europa des 18.Jahrhunderts. Der Schlachtruf der Revolutionsmitstreiter lautete: „Liberté, Égalité, Fraternité“. Nimmt man nun die jeweils ersten Buchstaben der drei Worte zusammen und kombiniert sie korrekt, ergibt sich das Wort „ELF“. Narren werden also als Revolutionäre verstanden, die sich von Einschränkungen und Regeln freimachen wollen. Die bestehende Ordnung wird ab dem 11.11. kurze Zeit außer Kraft gesetzt.

Den Preußen, ein sehr strukturliebendes Volk, war der Karneval im Rheinland nicht planbar und kontrolliert genug. Sie wollten Ordnung und Struktur in den Karneval bringen. Deshalb sollte der Karnevalsbeginn im Jahr 1823 rechnerisch ermittelt werden. Ausgangsbasis war der 6. Januar, der Drei-Königs-Tag. Vor diesem Tag musste noch eine 4-wöchige Fastenzeit festgelegt werden. Der letzte Tag, an dem nochmal geschlemmt und gefeiert werden dürfte, war somit der 11.11.

Die Zahl „11“ hat nicht zuletzt eine mathematische Bedeutung. Sie ist die erste Schnapszahl im Zahlenraum. Schnapszahlen dienen oft zu Trinkspielen und sorgen dafür, dass der Spieler nach einer ausreichenden Menge an Alkohol doppelt sieht. Aus einer „1“ wird dann schnell eine „11“. Dieses närrische Phänomen gilt ebenfalls als These.


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Über den Autor:

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