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Was heißt Hakuna Matata auf deutsch: Definition und Bedeutung


Der Ausdruck „Hakuna Matata“ wurde durch den Film „Der König der Löwen“ bekannt. Der Ausspruch bedeutet „keine Sorgen“ und stammt aus Südosten Afrikas.

Woher kommt Hakuna Matata?

Weltberühmt wurde der Ausspruch 1994 durch den Walt-Disney-Zeichentrickfilm „Der König der Löwen“: Das gemütliche Warzenschwein Pumbaa und das lebensfrohe Erdmännchen Timon begleiten den Hauptdarsteller des Filmes, den Junglöwen Simba.

Simba hat seinen Vater verloren, ist durch ein Komplott des Onkels in tiefe Selbstzweifel gestürzt worden und zieht alleine in der afrikanischen Savanne umher. Zuerst gehen die beiden Simba auf die Nerven. Simba möchte seiner Traurigkeit nachhängen. Doch dann lernt er die unbekümmerte und freie Art von Timon und Pumbaa schätzen.

Im Filmsong zeigen die beiden dem deprimierten Junglöwen, dass das Leben unberechenbar und trotzdem schön sein kann. Sie singen von Krawallen, Skandalen und Qualen, doch im Grunde ist alles viel schöner, wenn man solche Dinge schnell hinter sich lässt und sich wieder der Unbeschwertheit widmet.

„Hakuna Matata. Diese beiden Wörter lösen alle deine Probleme!“, verspricht Pumbaa dem kleinen Simba. Am Ende des Filmsongs stimmt auch Simba ein und alle drei singen zusammen:

„Hakuna Matata. Hakuna Matata. Hakuna Matata.
Es heißt: Die Sorgen bleiben dir immer fern, keiner nimmt uns die Philosophie. Hakuna Matata“
Berühmt wurde Warzenschwein Pumbaa durch seinen herzhaften Furz im Lied. Denn auch über solche Dinge sollten wir unbekümmert hinweg gegen. Wen schert es schon, wenn es ein bisschen riecht?

Die Macher von Disney Filmstudios haben den Ausspruch keinesfalls erfunden. Er ist echt und stammt aus der Sprache Suaheli (manchmal auch als Swahili oder Kisuaheli bezeichnet), die unter anderem im Kenia und Tansania gesprochen wird.
„Hakuna“ bedeutet wörtlich „es gibt kein/nicht“ und „Matata“ steht für „Probleme“, „Schwierigkeiten“, eine „Schlägerei“ oder „Streit“.

Die Verwendung von Hakuna Matata

Timon und Pumbaa galten als die heimlichen Stars des Kassenknüllers. Disney setzte den Ruhm der beiden in der Zeichentrickserie „Abenteuer mit Timon und Pumbaa“ erfolgreich fort. Dort kam Hakuna Matata natürlich auch noch sehr oft vor. Der Ausspruch fand so Eingang in die Sprache von Kindern und Jugendlichen.

Hakuna Matata wird verwendet wie „Mach dir keine Sorgen“, „Alles gut“ oder „Lass locker“. 2013 belegte Hakuna Matata auf der Rangliste der beliebtesten Jugendwörter den fünften Platz. Unter jungen und junggebliebenen Erwachsenen wird der Ausdruck ebenfalls gern genutzt. Im Privatbereich ist der Ausspruch bekannt und kann in passenden Situationen genutzt werden.

Allerdings wäre es in den meisten Fällen weniger angebracht, „Hakuna Matata“ in der offiziellen Kommunikation, unter nicht so gut bekannten Menschen oder zu seinem Vorgesetzten zu sagen. In den afrikanischen Ländern war die Redewendung gar nicht so populär, wie man annehmen möchte. In Kenia und Tansania sagt man eher „Hamna Shida“, was ebenfalls „keine Sorgen“ bedeutet.

Weitere Verwendungen von Hakuna Matata

In Europa erschien der Ausdruck „Hakuna Matata“ erstmals 1980 in einem schwedischen Comic namens „Bamse“. Dort ist Hakuna Matata der Geheimname der Tochter des Hauptprotagonisten.

Im 1983 erschienen Soundtrack des französischen Films „L’africain“ (zu Deutsch „Der Buschpilot“) ist ein afrikanisches Lied zu hören, in dem Hakuna Matata als Aufforderung zur Sorglosigkeit vorkommt. Seit dem großen Erfolg des Disney Filmes und dem dazugehörigen Soundtrack (enthielt unter anderem Stücke von Pop-Legende Elton John) nutzt die kenianischen Tourismusindustrie den Spruch, um für Urlaub im eigenen Land zu werben.

2012 verwendete der deutsche Filmemacher Ulrich Seidel „Hakuna Matata“ auffallend oft in seinem Film „Paradies: Liebe“, in dem einer Frau aus Wien ins vermeintliche Paradies nach Kenia reist, um sich sorglosen Sex von den dortigen Beachboys zu kaufen.


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