Skip to main content

Wie trinken Delphine und Wale – Vorteil und Bedeutung


trinken delphine salzwasser

Bildquelle: www.pixabay.com

Meeressäuger, wie Delphine oder Wale, verfügen über ähnliche Ausscheidungsorgane wie Menschen.
Dies bedeutet auch, dass sie kein Salzwasser oder Meerwasser trinken können.
Denn dann müssten sie erhebliche Mengen Süßwasser trinken, um den Salzgehalt auszugleichen.

Dennoch brauchen auch Meeressäuger erhebliche Mengen Wasser, um nicht zu verdursten.
Sobald sie aber Meerwasser trinken würden, wäre dies genauso folgenschwer für sie – wie für uns Menschen.

Wie sie Süßwasser dennoch zu sich nehmen können, erfährst du in diesen Beitrag.

So schützen sich Wale und Delphine vor dem Verdursten

Die Strategie heißt Wasser gewinnen und zeitglich weniger Flüssigkeit zu verlieren.
Und deshalb haben Meeressäuger insgesamt vier Vorrichtungen bzw. Möglichkeiten durch welche sie Flüssigkeit gewinnen oder weniger Wasser verlieren.

  • Nahrung
  • längere Henlesche Schleife
  • Fettstoffwechsel
  • keine Scheißdrüsen

So gewinnen Wale und Delphine Wasser durch Nahrungsaufnahme

Meeresfische trinken tatsächlich Salzwasser.
Und dann wird diese Wasser gefiltert und in Süßwasser umgewandelt.
Fische und viele andere Meerestiere besitzen dafür spezielle Drüsen, um das Salz auszuscheiden.

Dadurch ist es den Fischen, welche die Hauptnahrung vieler Meeressäuger sind, erlaubt Meerwasser zu trinken.
Sie schaffen es dann aus dem für sie giftigen Salzwasser, Süßwasser zu machen.
Cool, oder?

Aber jetzt kommen die Meeressäuger, wie Delphine, Robben und Wale.
Und diese fressen den Fisch.
Durch die Fischnahrung nehmen die Raubtiere, jene angereicherten Wasserreserven des Fisches gleich mit auf.

Andere Walarten fressen Tintenfische.
Deren Körper besteht zu weiten Teilen aus Wasser.
Einige Tintenfischarten bestehen zu fast 75 bis 80 Prozent aus Wasser.

Es ist daher anzunehmen, dass fleischfressende Walarten ganz bewusst andere Tiere fressen.
Und dies tun sie nicht nur aus Hunger, sondern auch um ihren Wasserhaushalt zu regulieren.

Delphine und Wale gewinnen Wasser, wie ein Kamel

Fette sind für die Ernährung extrem wichtig.
Denn sie speichern Kohlenhydrate und sorgen dafür, dass diese später verwendet werden können.

Fette sind somit Energiereserven für schlechte Zeiten.
Meeressäuger können allerdings nicht nur Energie, sondern auch Wasser aus ihnen gewinnen.
So können sie auf diese Trinkvorräte immer zurückgreifen, selbst wenn sie tagelang nichts getrunken haben.

Dies ist so ähnlich, wie bei einem Kamel.
Ein Kamel hat Höcker auf seinem Rücken.
Diese zwei Höcker, bzw. einer beim Dromedar, sind ebenfalls Fettspeicher.
Da diese Tiere in lebensbedrohlichen Gegenden, ohne Wasser, leben – können sie den Fettspeicher in Wasser umwandeln.

Kamele und Meeressäuger sind durch ihren Fettstoffwechsel in der Lage, längere Zeit ohne Trinkwasser auszukommen.

Wassergewinnung durch eine längere Henlesche Schleife

Jedes Säugetier hat diese Henlesche Schleife.
Diese befindet sich in den Nieren und ist maßgeblich an der Harnbildung beteiligt.

Harnausscheidung bedeutet immer auch Flüssigkeitsverlust.
Die Henlesche Schleife nimmt den Primärharn und konzentriert diesen immer weiter.
Dem Harn wird somit nochmal Wasser entzogen.
Und dieser Wasserentzug findet innerhalb der Schleife statt.

Dies ist verdammt wichtig.
Denn dadurch stößt der Körper niemals zu viel Wasser aus.
Und erst nachdem jegliches überschüssige Wasser entzogen wurde, wird aus Primärharn der ausgeschiedene Sekundärharn.
Dieser ist dann hochkonzentriert und das abgezogene Wasser steht dem Körper weiterhin zur Verfügung.
Nicht schlecht, oder?

Aber Delphine und Wale machen das noch besser.
Denn bei denen ist die Schleife länger, als bei anderen Säugern.
Dadurch wird noch weniger Wasser ausgeschieden und kann so im Körper gehalten werden.

Weniger Schwitzen bedeutet für Meeressäuger weniger Wasserverlust

Auch das ist genial.
Denn Wale und Delphine besitzen keine Schweißdrüsen.
Dadurch schwitzen sie nicht und geben keine Flüssigkeit nach außen ab.

Sie können dadurch aber selbst kaum Schweiß absondern, wie andere Tiere.
Und da Schweiß auch aus Salz besteht, fehlt die Möglichkeit, den Salzgehalt über Schweißdrüsen zu regulieren.
Deshalb ist jeder Schluck Meerwasser für einen Delphin oder einen Wal immer ein Schluck zu viel.

Was ebenfalls katastrophal ist…
Dadurch, dass Wale und Delphine nicht schwitzen – können sie auch Körpertemperaturen schlecht regulieren.
Denn Schwitzen bedeutet Abkühlen.
Der Schweiß auf der Haut dient als eingebaute Klimaanlage und verhindert, dass ein Organismus überhitzt.

Und dann?
Sobald ein menschlicher oder tierischer Körper überhitzt, kommt es zu einen kollektiven Organversagen – was letztendlich zum Tode des Organismus führt.

Das bedeutet, dass Wale und Delphine sehr stark ortsabhängig sind.
Sie sind deshalb immer von ihrer Umgebungs- bzw. Wassertemperaturen abhängig.

Sobald sich die Wassertemperatur erhöht, fliehen die Tiere aus diesem Gebiet.
Denn zu hohe Umgebungstemperaturen bedeutet den sicheren Tod.

Durch die drohende Klimakatastrophe und bzw. die allgemeine Erderwärmung ergeben sich für Meeressäuger verheerende Umstände.
Denn bei 1 bis 2 Grad Erwärmung der Wassertemperaturen sind sogleich komplette Arten bedroht.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Aber nicht nur das...

Gleichzeitig will ich das Wissen recht unterhaltsam servieren, so dass du vielleicht mal wiederkommst.

Ich weiß selbst, dass dieser Ansprung enorm ist.

Aber deshalb arbeite ich auch jeden Tag an mir und an diesem Projekt, so dass du auch jeden Tag neues kostenloses Wissen bekommst.

Nicht schlecht, oder?

Also bis später vielleicht.

LG Mathias Mücke


Tasse

Wie gefiel dir der Beitrag?

Vielleicht möchtest du auch in Zukunft mehr solcher Beiträge lesen.

Aber du solltest wissen...

ScioDoo.de ist ein Projekt, welches von mir freiwillig und mit hohem Aufwand vorangetrieben wird.

Wenn du ScioDoo nützlich und hilfreich findest, bitte ich dich, das Projekt mit einer kleinen Spende zu unterstützen.

Schon der Preis einer Tasse Kaffee kann reichen, um morgen wieder weiter zu machen.

Mehr erfahren


Ähnliche Beiträge

Elterliche Fürsorge bei Mistkäfern

mistkäfer

Mistkäfer ernähren sich von Kot. Trotz dieser Widerwärtigkeit galten die Käfer im antiken Ägypten als heilige Tiere. Und auch heute noch, beschäftigen sich viele Forscher […]