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Mythos vom Eier abschrecken – Fakten zur Haltbarkeit, Schale, dem Pellen und Gefahren


Du kennst das…
Jeden Sonntag ein Dreiminuten Frühstücksei und der Start in den Tag ist perfekt.
Seit langem hält sich die Frage:

Soll man die Eier abschrecken oder nicht?

Seit langem hält sich der Mythos, dass man gekochte Eier mit kalten Wasser übergießen muss – um das Abpellen zu erleichtern.

Der Mythos vom Eier abschrecken lebt in deutschen Haushalten

Eier lassen sich leichter abpellen, wenn man sie nach dem Kochen abschreckt.
Dies glaubte man lange und der Mythos lebt in deutschen Küchen.

Aber die Wirklichkeit sieht ganz anders aus.
Denn ob du ein Ei leichter schälen kannst, liegt an der Lagerzeit der Eier.
Je länger das Ei schon liegt, umso leichter lässt es sich pellen.

Und noch etwas…
Das Abschrecken ist vor allem schlecht für die Schale.
Mitunter ist Abschrecken sogar schädlich und gefährlich.

Jede Hühnerei Schale hat eine Schutzschicht

Die Reproduktion von Vögeln ist einzigartig in der Evolution.
Nicht, weil Vögel Eier legen – sondern, aufgrund der Beschaffenheit der Eier.

Denn anders als Reptilieneier umgibt das Vogelei noch eine sogenannte Cuticula.
Dies ist eine sehr dünne Hautschicht, welche das Ei zusätzlich vor Bakterien schützt.
Reptilieneier besitzen eine Art Lederschicht, welche das Ei schützt und bei Amphibien bzw. Lurchen entfällt der Schalenschutz komplett.
Ansonsten besteht jede Vogelei-Schale auch nur aus Calciumcarbonat und Proteinen.

Diese Hautschicht besitzt winzig kleine Poren, welche den Sauerstoffaustausch zum Ei gewährleisten.
Ansonsten dient die Schicht dazu, die Eierschale und das Ei selbst vor Keimen und Bakterien zu schützen.

Was passiert beim Kochen des Eies?

Erst einmal gar nichts.
Denn durch Hitze wächst die Cuticula lediglich an und wird strapaziert.

Was passiert beim Abschrecken des Eies?

Nachdem die Eier gekocht sind, werden diese mit kalten Wasser übergossen.
Die stark gedehnte Hautschicht, welche die Hühnereischale umgibt – wird explosionsartig zusammengezogen.
Denn Kälte lässt Dinge zusammenziehen. Und durch den plötzlich auftretenden Temperaturunterschied reißt letztendlich die Cuticula und die Eierschale ist ungeschützt.

Somit ist das Ei anfällig für Bakterien, verdirbt schneller und ist nur noch kurze Zeit haltbar.
Meistens sind die abgeschreckten Eier schon nach zwei oder drei Tagen ungenießbar.
Denn die Bakterien können jetzt ungehindert in das Ei-Innere eindringen und es verderben.

Zum Vergleich…
Ein gekochtes Ei, welches nicht abgeschreckt wurde – ist bis zu 3 Monate haltbar.
Die Haltbarkeit hat sich somit verzwanzigfacht, was aber wahrscheinlich auch logisch ist – wenn man die Umstände kennt.


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