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6 unglaubliche Fakten zum Straußenei


Ein Straußenei gilt als das größte Ei im Tierreich. Dennoch legt der Strauß für seine Größe das kleinste Ei. Dies und weitere 6 unglaubliche Fakten zum Straußenei, erfährst du in diesem Beitrag.

1. Das Straußenei ist die größte einzelne Zelle im Tierreich

Die Eizelle des Straußes ist mit circa 70 mm die größte einzelne Zelle im gesamten Tierreich. Die Eizelle eines Menschen misst gerade einmal 0,15 mm. Dennoch ist auch die Eizelle beim Menschen die jeweils größte einzelne Zelle.

Wieso?
Menschen und fast alle anderen Säugetiere kommen lebend zur Welt. Ziemlich alle Säuger sind damit überlebensfähig, können sich ernähren, sich bewegen und halbwegs verteidigen. Denn während der Tragzeit (bzw. der Schwangerschaft beim Menschen) bilden sich aus einer Eizelle ganze Zellhaufen, welche sich zu einem Organismus zusammenschließen bzw. differenzieren. Zuerst werden die Organe ausgebildet und erst in den letzten Monaten der Schwangerschaft wächst der Organismus.

Schwangerschaften und tierische Tragezeiten dauern deshalb relativ lang. Bei Vögeln ist dies etwas anders. Sie legen Eier, welche zwar keinen Organismus mit differenzierten Organen beinhalten, aber dafür schon eine gewisse Größe haben. Und erst durch das Brüten werden aus dem Eiinneren verschiedene Organe differenziert. Nach sechs Wochen Brutzeit schlüpft der Strauß.

Dadurch, dass ein Menschbaby 10 Monate zum Reifen braucht, der Strauß nur sechs Wochen – muss die Natur die Entwicklung etwas anders gestalten. Die Abkürzung besteht beim Wachstum. Der Fortpflanzungsapparat bei Vögeln konzentriert sich zuerst auf Wachstum und dann Differenzierung der Organe. Bei Säugern ist dies umgekehrt.

Um beim Wachstum zusätzliche Zeit zu sparen, sind Eizellen von Vögeln und anderen eierlegenden Wirbeltieren bereits um ein Vielfaches größer als bei Säugern.

2. Das Straußenei ist das relativ kleinste Ei im Tierreich

Ein Straußenei hat eine Größe von circa 15 cm und ein Gewicht von durchschnittlich 1,5 Kilogramm. Strauße legen demnach die größten Eier im gesamten Tierreich. Aber beide Maße sind relativ gering, wenn man bedenkt – wie groß und schwer ausgewachsene Strauße sind.

Ein Straußen-Weibchen bringt es auf bis zu 110 Kilogramm bei einer Gesamthöhe bis zu 1,9 Metern. Das Ei des Straußes entspricht somit unter 1% der Größe der Henne. Zum Vergleich: Ein Menschenbaby misst circa 50 cm bei der Geburt. Dies entspricht bei 1,7 Meter Körperhöhe der Mutter etwas unter 30 %.

Beim Gewicht ist dies ähnlich. Mit 1,5 Kilogramm Gewicht entspricht das Ei etwas mehr als 1% einer ausgewachsenen Straußenhenne. Der menschliche Nachwuchs wiegt circa 3,3 – 3,5 kg. Dies entspricht circa 5% des Gewichtes einer 70kg schweren Frau. Menschliche Babys kommen dennoch relativ hilflos zur Welt, was an ihrer Gehirnstruktur liegt. Mehr dazu>>

Aber das Straußenei ist nicht nur gegenüber dem Menschen besonders klein, sondern auch gegenüber anderen Vögeln. Der Zaunkönig misst zwar nur ungefähr 11 cm und wiegt nur circa 8 Gramm. Dennoch legt dieser Eier, welche bereits 13 % des Gewichtes einer ausgewachsenen Vogels entsprechen.

Da Hühnereier oftmals mit Straußeneiern verglichen werden, sollen auch deren relative Größe verglichen werden. Ein weibliches Huhn – kein Masthuhn -wiegt circa 1,5 Kilogramm und ein Hühnerei ungefähr 52 Gramm. Das Gewicht des Eies entspricht somit durchschnittlich 3,5 % gegenüber der ausgewachsene Henne.

Straußeneier sind demnach die kleinsten Vogeleier, wenn man die Größe der Eltern betrachtet. Die relativ größten Eier legen ebenfalls flugunfähige Laufvögel. Gemeint sind neuseeländische Fleckenkiwis. Deren Eier haben bereits 26 % des Gewichtes ihrer Mütter.

3. Wie viele Hühnereier passen in ein Straußenei

Ein Straußenei wiegt durchschnittlich so viel wie 24 Hühnereier. Es passen demnach 24 Hühnereier in ein Straußenei. Die größten Eier, welche jemals gelegt wurden – stammten vom sogenannten Elefantenvogel. Dieser lebte auf Madagaskar, gilt aber bereits seit dem 17. Jahrhundert als ausgestorben.

Genauso wie Strauße, Nandus, Kiwis, Kasuare oder Emus – waren Elefantenvögel ebenfalls Laufvögel. Durch den Einfluss des Menschen wurden diese allerdings komplett ausgerottet. Hauptsächlich wurden die Vögel bejagt, um diese zu essen. Das Ei eines Elefantenvogel war so groß wie 180 Hühnereier bzw. 7 Straußeneier. Somit war es das größte Ei, welches jemals gelegt wurde – Dinosauriereier mit einbezogen.

4. Wie lange hält ein Straußenei

Lieferanten von Straußeneiern geben eine Haltbarkeit von 2 Wochen an. Aber wie jedes andere Ei sind diese viel länger haltbar. Denn Straußen – wie auch Hühnereier werden von einer Membran umgeben. Diese nennt sich Cuticula und hält Bakterien davon ab, in das Ei zu gelangen.

Diese Straußeneischale ist halbdurchlässig. Somit wird ein Schadstoffaustausch von innen nach außen gewährleistet, welche die Eier vor Keimen schützt. Dadurch wird gewährleistet, dass der Straußennachwuchs während der Brutzeit nicht erkrankt.

Für den Feinschmecker bedeutet dies allerdings auch, dass das Ei – unter normalen Bedingungen – nicht von Bakterien befallen werden kann. Es wird somit nicht schlecht und ist länger haltbar.

5. Wie schmeckt ein Straußenei und wie lässt es sich zubereiten?

Ein Straußenei kostet im Laden zwischen 30 und 35 Euro. Der Geschmack ähnelt stark einem Hühnerei. Doch die Schale ist deutlich schwieriger zu durchbrechen, was die Zubereitung fast unmöglich macht. Nur mit einer Bohrmaschine lässt sich ein Straußenei öffnen.

Da die Schale recht glatt ist, rutscht der Bohrer zudem immer wieder ab. Deshalb muss die Schale – vor dem Bohren – etwas gekörnt werden oder mit einem Messer bzw. Meißel angeschlagen werden. Erst dann findet der Bohrer halt. Die Breite des Lochs sollte mindestens 12 mm betragen, so dass das Innere ablaufen kann.

Dann solltest du mit einem dünnen langen Stäbchen durchs Loch stechen, um den Inhalt zu verrühren. Ein Spiegelei wirst du demnach kaum daraus machen können, da das Eigelb nicht durch das Loch passt. Nachdem der Inhalt verrührt wurde, lässt sich das Innere des Straußeneies entnehmen, in dem es herausgepustet wird.

Um den Inhalt abzupusten, müsstest du entweder ein zweites Loch auf der Unterseite bohren. Und dann von der einen Seite das Ei auspusten. Diese Prozedur ist ähnlich wie beim Ostereier auspusten, kostet aber enorme Kraft.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, nur ein Loch zu bohren, um dann mit einem Strohhalm reinzupusten. Ist dieses Loch entsprechend groß, läuft das Innere neben dem Strohhalm heraus.

6. Wie lange muss ein Straußenei kochen?

Ein Straußenei lässt sich auch kochen. Dazu muss dieses aber 45 Minuten kochen und dann mit Hammer und Meißel aufgeschlagen werden. Es ist überliefert, dass Königin Victoria (1819 – 1901) ein Straußenei gegessen haben soll und es köstlich fand.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Aber nicht nur das...

Gleichzeitig will ich das Wissen recht unterhaltsam servieren, so dass du vielleicht mal wiederkommst.

Ich weiß selbst, dass dieser Ansprung enorm ist.

Aber deshalb arbeite ich auch jeden Tag an mir und an diesem Projekt, so dass du auch jeden Tag neues kostenloses Wissen bekommst.

Nicht schlecht, oder?

Also bis später vielleicht.

LG Mathias Mücke


Tasse

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