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Homo erectus und Homo sapiens im Vergleich: Unterschiede und Gemeinsamkeiten


Homo erectus ist – nach heutigen Erkenntnissen – der direkte Vorfahr von Homo sapiens, dem modernen Menschen. Körperbau, Lebensweise, Jagd- und Sozialverhalten waren uns sehr ähnlich. Aber es auch Unterschiede.

Die Unterschiede, die wir bei den heutigen Menschen sehen, sind bloß Varianten ein und derselben Menschenart – eine bunte Vielfalt der Art Homo sapiens. Dabei ist es historisch gesehen eher ungewöhnlich, dass es nur eine einzige Menschenart auf der Welt gibt. Neben dem Homo sapiens (moderner Mensch) gab es viele weitere Arten, die im Verlauf der Jahrtausende ausgestorben sind. So auch der Homo erectus, der wahrscheinlich auch der Vorfahre des Neandertalers war.

Merkmale vom homo erectus und homo sapiens im Vergleich

Merkmale homo erectus homo sapiens
Namensbedeutung aufrechter Mensch weiser Mensch
zoologische Gattung: homo homo
zoologische Art: erectus sapiens
Vorgänger: homo ergaster (n.gesichert) homo erectus
Nachfahren:
  • homo sapiens (früher: homo sapiens sapiens)
  • homo neanderthalensis
  • homo floresiensis
keine
Zeit: lebte vor 2 Millionen Jahren bis vor circa 40.000 Jahren seit 300.000 Jahren (Afrika)
Größe: circa 1,40 m bis 1,60 m geschlechtsabhängig 1,60 m bis 1,80 m
Gewicht: etwa 50 bis 60 kg geschlechtsabhängig 60 bis 80 kg
Größe des Gehirns: 850-1225 cm³ 1100 bis 1800 cm³
Lebensraum:
  • Ursprung in Afrika
  • Wanderung nach Europa
  • Wanderung nach Vorderasien
weltweit
Nahrung: Pflanzen, Wurzeln, Tiere Pflanzen, Wurzeln, Tiere
Werkzeugnutzung: ja ja
Feuernutzung: ja ja

Schwierige Zuordnung der Menschenarten

Es ist selbst für Forscher schwierig, die einzelnen archäologischen Funde verschiedenen Menschenarten sicher zuzuordnen. Evolution, also die Entwicklung und Veränderung der Lebewesen im Verlauf von Jahrmillionen, geht nicht sprunghaft. Winzig kleine Änderungen häufen sich über sehr große Zeiträume an und setzen sich per Zufall durch oder verfallen einfach wieder.

Auf diese Weise entwickeln sich manchmal zwei voneinander getrennte Gruppen derselben Art unterschiedlich. Letztlich werden dann aus einer Art zwei Arten. Die Trennung ist dann vollzogen, wenn es biologisch nicht mehr möglich ist, dass Fortpflanzung zwischen zwei Individuen der Arten stattfindet. Moderne Fälle von Artaufspaltung sehen wir z. B. bei Esel und Pferd: Sie können zwar noch eine Fortpflanzung zustande bringen, aber das Ergebnis (ein Maulesel oder ein Muli) ist dann steril, also zeugungsunfähig.

Aber wo beginnt eine Entwicklung und wo zieht man die Grenze zu einer folgenden? Welche Menschenarten sind direkte Vorfahren von welchen späteren Arten, welche Entwicklungen sind ausgestorbene Seitenäste? Darüber streiten sich Forscher nach wie vor heftig. Die Einordnung von Homo erectus und Homo sapiens ist also nicht einfach und immer wieder ändern sich die Meinungen, wenn neue Funde auftauchen oder neue Erkenntnisse die alten als falsch erscheinen lassen.

Einordnung Homo erectus und Homo sapiens

Der Homo erectus entwickelte sich vor etwa zwei Millionen Jahren in einem Zeitalter, das man Pleistozän nennt. Manche Forscher ordnen noch Funde dem Homo erectus zu, die nur eine halbe Million Jahre alt sind, sodass diese Menschenart etwa anderthalb Millionen Jahre auf der Erde lebte. Der Ursprung des Homo erectus liegt in Afrika, wo er sich aus affenähnlichen Vorfahren entwickelt hat.

Aber der Homo erectus konnte etwas, das vor ihm kein anderer Mensch konnte: Er beherrschte bereits den aufrechten Gang. Dies verschaffte ihm unter anderem den Vorteil, dass er weite Strecken laufen konnte und sich so leicht über sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet hinaus ansiedeln konnte. Der erste Auswanderer aus Afrika war also der Homo erectus.

Von Afrika aus verbreitete sich diese Menschenart bis nach Asien und später auch nach Europa. Dies führt zu einer sehr schwierigen Einordnung des Homo erectus, denn die Forscher fanden zuerst in Asien Knochen dieser Menschenart und es begann eine wilde Diskussion über die Ursprünge dieser Art.

Die ersten erectus-Funde von 1890 wurden als Java-Mensch bekannt. Man glaubte, dass dies die direkten Vorfahren der modernen Menschen seien, was mittlerweile aber widerlegt ist. Außerdem vermutete man Homo habilis als Vorfahr des Homo erectus, aber die zeitliche Einordnung ließ sich nicht ganz sauber mit neuen Funden vereinbaren. Daher geht man derzeit davon aus, dass der direkte Vorfahr des Homo erectus der Homo rudolfensis ist.

Bei den direkten Nachfahren in Europa ist man sich heute relativ sicher: Der Neandertaler gilt als Nachfahre des Homo erectus.

Wer sich ein wenig für die Steinzeit interessiert, der weiß vermutlich schon, dass der Neandertaler eine ganze Zeitlang mit dem modernen Menschen gemeinsam in Europa lebte. Der Homo sapiens entwickelte sich, wie der Homo erectus, in Afrika. Somit ist also der erectus in Europa und Asien kein direkter Vorfahre des heutigen Menschen, sondern gewissermaßen sein evolutionärer Cousin. Allerdings entwickelte sich der Homo sapiens aus einer in Afrika verbliebenen Form des Homo erectus, weshalb hier eine richtige Einordnung schwierig ist.

Der gemeinsame Ursprung beider Menschenarten liegt in Afrika, aber zu unterschiedlichen Zeiten. Von dort aus wanderte also auch der Homo sapiens vor etwa 45.000 Jahren in die ganze Welt aus. Ob er dort die noch lebenden Homo erectus oder Homo neanderthalensis (Neandertaler) verdrängte oder ob diese Menschenarten von alleine ausstarben, weiß man nicht.

Frühe Funde des modernen Menschen gehen etwa 350.000 Jahre zurück. Im Vergleich zum Homo erectus sind wir Homo sapiens also noch eine eher junge Menschenart. Bis zum Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren teilte der Homo sapiens sich den Lebensraum mit dem Neandertaler, bevor dieser mit Beginn der Warmzeit ausstarb.

Körperbau des homo erectus und homo sapiens

Zunächst wirkt bei den Funden, die man von Homo erectus gemacht hat, sehr auffällig, dass sie so unterschiedlich groß sind. Insgesamt ist der Brustkorb eher kräftig und tonnenförmig im Vergleich zum sehr viel leichter gebauten Homo sapiens. Die Größe des Homo erectus gibt aber nach wie vor Rätsel auf.

Entweder kann man die winzigen bis riesigen Skelette des Homo erectus auf einen sehr ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus zurückführen, oder es gab insgesamt in der ganzen Population sehr kleine (etwa 1,45m) und sehr große (etwa 1,80m) Menschen dieser Art. Geschlechtsdimorphismus sehen wir heute bei manchen Menschenaffenarten, wie dem Gorilla: Die weiblichen Tiere sind eher klein im Vergleich zu einem ausgewachsenen Silberrücken, der umso attraktiver für die Weibchen ist, je größer und kräftiger er ist.

Vielleicht gab es einen solchen Unterschied zwischen besonders großen Homo erectus-Männern und kleinen, zierlichen Homo erectus-Frauen ja ebenfalls. Da man aber immer nur einzelne Knochenfunde macht, kann man nicht entscheiden, wie die gesamte Homo erectus-Population wohl ausgesehen hat.

Das Gesicht des Homo erectus mutet für uns moderne Menschen mit dem eher flachen Gesicht sehr affenähnlich an: Der Schädel ist eher flach und breit, wobei ein durchgehender Überaugenwulst sehr markant ist. Wozu dieser Wulst gedient hat, weiß man bisher nicht. Der Unterkiefer des erectus ist V-förmig und ein ausgeprägtes Kinn hatte er nicht. Dafür waren seine Zähne im Vergleich zu unserem kleineren, U-förmig angeordneten Gebiss deutlich stärker ausgeprägt. Die Knochen des Homo erectus sind insgesamt dick und schwer, weshalb diese Menschenart wahrscheinlich sehr robust war und stämmiger gewirkt hat, als der moderne Mensch.

Trotzdem kann man beim Homo erectus nicht von einem plumpen Vormenschen sprechen. Viele Merkmale verbinden ihn bereits mit uns Jetztmenschen. Schon der Homo habilis, also ein deutlich älterer Verwandter aus der Reihe der Vormenschen, konnte den Daumen opponieren. Das bedeutet, dass er wie wir Jetztmenschen einen Gegenstand so greifen konnte, dass der Daumen den anderen vier Fingern der Hand gegenübersteht – etwas, das heutige Menschenaffen nicht können. Das ist keine Kleinigkeit, denn ein Pinzettengriff oder Präzisionsgriff ist damit möglich: Mit zwei oder drei Fingern können so kleine und feine Arbeiten erledigt und geschickt gejagt werden.

Die Entwicklung des modernen Menschen geht immer mehr in die Richtung eines größeren Hirnvolumens. Unseren Erfolg auf der Erde verdanken wir nicht unseren körperlichen Merkmalen, sondern unserer Denkleistung, Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit. Diese Entwicklung hat aber nicht mit der Entstehung des Homo sapiens begonnen, sondern mit dem Homo erectus.

Sein Hirnvolumen vergrößerte sich im Verlauf der Evolution stetig von 650 auf bis zu 1300 Kubikzentimeter. Der Homo sapiens hat mit 1100 bis 1800 Kubikzentimetern ein noch größeres Gehirnvolumen. Dabei kommt es aber nicht auf die reine Größe des Gehirns an, sondern auch auf das Verhältnis zur Körpergröße. Der Homo erectus liegt hier etwa mittig zwischen unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, und uns modernen Homo sapiens.

Wenn aber das Gehirn so groß werden soll, ergibt sich ein Problem bei der Geburt. Der Kopf muss ja bei der Geburt noch durch das Becken der Mutter passen. Die Lösung: Der Kopf und das Gehirn wachsen erst nach der Geburt und reifen also erst im Lauf der ersten Lebensjahre aus. Die Konsequenz ist, dass die Kindheitsphase im Verlauf der Evolution immer länger wurde.

Eine solche Phase muss sich eine Art auch leisten können, denn Babys und Kinder binden Ressourcen, also Kraft und Zeit, bei den Eltern. Becken- und Schädelfunde von Homo erectus zeigen, dass der Schädel von Kindern bei der Geburt schon recht groß und daher die Kindheitsphase noch recht kurz gewesen ist. Über lange Zeiten des Lebens Kinder großzuziehen, die nicht wie Erwachsene mithelfen können, war beim Homo erectus also noch nicht nötig. Diesen Luxus leistet sich aber besonders der Homo sapiens, weil der Überlebensvorteil der höheren Denkleistung langfristig größer ist.

Lebensweise und Besonderheiten des Homo erectus im Vergleich zum Homo sapiens

Verdeutlicht man sich die sehr lange Erfolgsgeschichte des Homo erectus, dann kann man schon erahnen, dass er für seine Zeit äußerst geschickt, modern und anpassungsfähig gewesen sein muss. Er konnte nicht nur zweibeinig laufen, sondern er setzte sich in den neu eroberten Umgebungen anscheinend auch erfolgreich durch. Er nutzte bereits Werkzeug aus bearbeitetem Stein, wahrscheinlich konnte er auch Feuer bewusst nutzen, um Nahrung zuzubereiten.

Versteinerte Fußabdrücke von mehreren Homo erectus-Männern legen außerdem nahe, dass er in gemischten Gruppen lebte, die wahrscheinlich auch gemeinsam jagten. Alle diese Merkmale teilt sich der Homo erectus mit dem Homo sapiens. Im Verlauf der Entwicklung modernisierte und verfeinerte der Homo sapiens natürlich die Techniken der Steinwerkzeug-Herstellung, der Herstellung von Jagdwaffen und anderes.

Aber auch der Homo erectus war von seiner körperlichen Ausstattung in der Lage dazu, einen Speer zu schleudern. Sein Schultergelenk war bereits ähnlich dem des modernen Menschen. Seine Intelligenz muss außerdem dazu ausgereicht haben, die äußerst aufwändige und schwierige Bearbeitung von Flintstein zu einem funktionierenden Werkzeug an einen anderen Homo erectus weiterzugeben. Man hat von Homo erectus bereits beidseitig bearbeitete Werkzeuge gefunden – eine absolute Innovation, die man nur durch lang tradierte Bearbeitungstechniken entwickeln konnte. Eine beeindruckende Leistung, die der Homo erectus bereits vor 800.000 Jahren erbringen konnte.

Beim Homo sapiens ist zweifelsfrei geklärt, dass er Kleidung getragen hat, die zuvor gewebt, gegerbt und verziert wurde. Solche Funde existieren vom Homo erectus nicht. Der Nachfahre von Homo erectus, der Neandertaler, trug jedoch Kleidung und war ebenfalls sehr geschickt im Bearbeiten von Werkzeug. Bei späten Formen des Homo erectus geht man davon aus, dass sie bereits Jäger und Sammler waren. Ihre Kiefer waren zwar noch V-förmig, aber der gesamte Kauapparat war schon deutlich weniger stark ausgebildet. Das lässt darauf schließen, dass die Nahrung gekocht und dadurch weicher gemacht wurde. Starkes Kauen war damit nicht mehr nötig.

Der Homo sapiens ist erst lange nach dem Homo erectus entstanden. Somit ist ein Vergleich der Innovationen, die diese beiden Menschenarten erdacht haben nicht ganz gerecht gegenüber dem Homo erectus. Der Homo sapiens konnte von der Innovationskraft des erectus bereits profitieren und darauf aufbauen. Im Gegensatz zum gleichzeitig lebenden Neandertaler, produzierte der Homo sapiens vor mehreren zehntausend Jahren bereits Kunst an Höhlenwänden, verzierte und schmückte seine Gebrauchsgegenstände und schaffte kultische Objekte, wie kleine stilisierte Frauenfigurinen.

Diese hochkomplexen Abstraktionen und nicht überlebenswichtigen Dinge zeigen uns heute, dass der moderne Mensch bereits eine ausgereifte Kultur, vielleicht auch eine Religion hatte. Diese Form der kulturellen Evolution hat ausschließlich der Homo sapiens durchlaufen. Die Grundlagen dafür haben aber frühere Menschenarten wie der Homo erectus gelegt.

Jagd und Ernährung

Homo erectus war der erste Mensch, der große Beutetiere jagte. Zu Beginn seiner Zeit war er wahrscheinlich ein Aasfresser, der von den Beuteresten anderer Jäger lebte. Am Ende seiner Zeit war er selber der Jäger großer Beutetiere. Die erfolgreiche Jagd erforderte die Zusammenarbeit in Gruppen.

Er spürte systematisch mit allen Sinnen (Seh-, Geruchs- und Hörsinn) seine Beute auf. Er konnte nicht nur Spuren lesen, sein großes Gehirn konnte Zeichen interpretieren und das Bewegungsmuster des Beutetieres erschließen. Das machte ihn zum höchst erfolgreichen Jäger.

Sowohl Homo erectus als auch Homo sapiens lebten nicht nur als Jäger, sondern auch als Sammler von Pflanzen, Obst und Nüssen.

Homo sapiens und Homo erectus zogen beide in kleinen Familiengruppen umher.
Es gibt Hinweise, dass sich die Gruppenmitglieder von Homo erectus umeinander kümmerten, Kranke und Verletzte versorgten. Ein Skelett (KNM-ER) eines Homo erectus wurde in Kenia gefunden. Die Frau starb an einer langwierigen, schmerzhaften Krankheit, die anderen Gruppenmitglieder müssen für sie gesorgt haben.

Homo sapiens plant voraus

Homo sapiens hatte ein deutlich größeres Gehirn als Homo erectus. Es befähigte ihn dazu, komplex zu denken, komplexe Aktivitäten zu planen und Informationen zu bewahren. Obwohl Homo erectus nicht dumm war, fehlte ihm die Fähigkeit, vorauszuplanen.

Vor 74.000 Jahren, als Homo sapiens Indien erreichte, war Indien bereits vom Homo erectus bevölkert. Dann explodierte der Mount Toba auf Sumatra (Südasien) mit einer Gewalt, die kein menschliches Wesen vorher erlebt hatte. Es war der größte Ausbruch seit 2 Millionen Jahren.

Die Asche erfüllte die Atmosphäre mit toxischen Chemikalien. Herabfallender Regen verwandelte sich in Säure, der Flüsse und Seen vergiftete. Frisches Wasser wurde knapp.

Bruchstücke von Straußeneiern in der indischen Wüste deuten darauf hin, dass Homo sapiens diese Eier möglicherweise verwendete, um Wasser zu speichern und zu transportieren. Genau wie die Buschmänner in Afrika das seit Jahrhunderten machen.

Homo erectus starb in der Folgezeit des Vulkanausbruchs in Indien aus – womöglich war die Fähigkeit, Wasser zu speichern und zu transportieren, ein entscheidender Vorteil für Homo sapiens.

Sprache

Homo erectus hat sicher bereits Informationen weitergegeben: Werkzeug zu bauen, Feuer zu benutzen, Tiere zu jagen.

Homo sapiens aber ermöglichte das große Gehirn die Entwicklung einer komplexen Sprache. Ein bedeutender Unterschied zwischen den beiden Spezies. Die Fähigkeit des Gehirns, eine Sprache zu sprechen und zu kontrollieren, sitzt in den seitlichen Partien.

Der Teil des Schädels ist bei Homo sapiens stark vergrößert. Das Gehirn hat mehr Platz. Der korrespondierende Teil des Feldes von Homo erectus ist viel schmaler und kleiner. Dieser Schädel gibt dem Gehirn nicht genügend Platz, um Sprache zu kontrollieren und zu sprechen.

Homo sapiens konnte nicht nur sehr komplex planen, er konnte diese Pläne auch den anderen Gruppenmitgliedern mitteilen.

Waffen und Werkzeuge

Homo erectus und Homo sapiens entwickelten beide Waffen.

Die Handaxt und Fauskeil
Homo erectus entwickelte die Handaxt. Es war eine sehr effektive Waffe, die man zu vielen Zwecken einsetzen konnte. Sie war tragbar, konnte leicht hergestellt und ersetzt werden. Es war die perfekte Waffe, um zu schneiden und zu zertrümmern. Um zu töten, musste Homo erectus jedoch nahe an seine Beute kommen.

Zudem hat man Faustkeile aus Feuerstein gefunden, zum Schneiden, Schlagen oder Bohren.

Der Speer und die Steinschleuder
Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Homo erectus Speere konstruierte. Homo erectus konnte keinen Speer werfen wie wir, denn seine Handflächen deuteten nach vorne und hingen nicht seitlich herab (wie bei Homo sapiens).

In den Händen von Homo sapiens wurde dagegen der Speer zu einer sehr effektiven Waffe. Der Speer und die – neu entwickelte – Steinschleuder ermöglichten es Homo sapiens, Vögel im Flug oder sich schnell bewegendes Wild aus der Entfernung zu schlagen und zu töten.

Das Feuer

Eine einzigartige und entscheidende Entwicklung war die Fähigkeit, mit Feuer umzugehen. Homo erectus war die erste Spezies, die Feuer benutzte. Jedoch nicht zum Kochen oder um Fleisch zu trocknen. Es gibt Indizien, dass er wegen des rohen Fleisches häufig an Bandwürmern litt. Homo sapiens war der Erste, der das Feuer in seiner ganzen Bandbreite benutzte.


Literatur

  • Winfried Henke: Stammesgeschichte des Menschen: Eine Einführung, ISBN 3540648313*

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