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Warum ist Stehen anstrengender als Gehen – Ursache, Folgen und Bedeutung


Du kennst das…
Oftmals geht man eine Stunde und alles ist wunderbar.
Aber dann steht man eine Stunde irgendwo – sei es auf Arbeit, im Büro oder am Bahnhof herum – und ist total platt.

Warum ist Stehen anstrengender als Gehen?
Und wie gesund ist Stehen, Gehen oder Laufen?

Diese Fragen möchte ich in diesem Beitrag beantworten.

Gehen oder Stehen im Vergleich

Hast du schon einmal eine Vereidigung gesehen?
Regierungsbeamte, Polizisten oder Soldaten werden vereidigt.

Dies ist ein feierlicher Akt, bei dem hunderte dieser Männer und Frauen ziemlich lang auf der Stelle stehen.
Was man dort sehr gut beobachten kann, ist – dass dabei einige Leute umfallen oder ins Schwanken geraten.
Auch auf Konzerten fallen Menschen um und müssen herausgetragen werden.

Wieso?
Der Grund ist das lange Stehen und der damit verbundene schlechte Blutkreislauf.
Denn Blut muss fließen.
Falls dein Blut nicht ordnungsgemäß im Körper fließt, kommt es zu Schwindel, Ohnmachtsanfällen, Übelkeit oder Ähnlichem.
Dann wird nämlich dein Gehirn nicht ausreichend mit Blut versorgt und es kommt zu diesen Anzeichen.

Was passiert beim Stehen?
Durch das lange Stehen fließt Blut nach unten, aber nur schlecht nach oben.
Denn es muss gepumpt werden.
Und dieses Hochpumpen machen deine Muskeln für dich.

Somit wird dein Kreislauf durch Bewegung angeregt.
Denn Muskeln, welche in Bewegung sind – verkürzen und verlängern sich.

  • Bei Muskelanspannung verkürzt der Muskel sich.
  • Sobald der Muskel entspannt wird, verlängert er sich wieder.

Dadurch entsteht eine Kontraktion, welche wie eine Pumpe wirkt.
Das Ergebnis ist, dass Blut besser durch deinen Körper fließt und letztlich alle Organe besser versorgt werden.

Aber beim langen Stehen werden keine Muskeln angeregt.
Schließlich kommt es zur Unterversorgung des Gehirns.

Außerdem ist Stehen viel anstrengender als Gehen.

Denn durch die fehlende Muskelkontraktion erschlaffen die Muskeln beim Stehen.
Gleichzeitig müssen diese aber deinen Körper und dein Gewicht halten.

Ein erschlaffter Muskel ist schwach.
Denn es findet keine Muskelkontraktion statt.
Der Muskel wird somit nicht verkürzt und nicht verlängert.
Er bleibt einfach in seinem aktuellen Zustand bestehen.

Bewegung sorgt für Energiegewinnung

Du kannst dir den Muskel, wie eine mechanische Feder vorstellen.
Durch die Muskelverkürzung kommt ordentlich Druck auf den Muskel.
Er wird dadurch mit Energie aufgeladen.
Dann wird der Muskel wieder länger und die Energie entlädt sich.

Und dadurch, dass dieses Energieaufladen und -entladen beim Gehen stattfindet, kann der Muskel viel besser dein Gewicht halten.

Beim Laufen oder schnelleren Gehen werden die Muskeln ebenfalls ständig verkürzt und dann wieder verlängert.
Allerdings ist die Zeitspanne, welche dein Muskel zur Verfügung hat – viel kürzer.
Dadurch muss er sich beeilen und kann lernen, wie er es in Zukunft schneller macht.
Durch dieses Lernen setzt dann ein Trainingseffekt ein, weshalb dein Muskel in Zukunft besser reagieren wird.

Beim Stehen ergeben sich allerdings weitere Probleme. Aufgrund dessen, dass die Muskeln erschlafft sind – haben sie größere Probleme dein Gewicht zu halten und auszubalancieren.
Somit verteilen die Muskeln das Gewicht auf deinen ganzen Körper.
Deshalb sind Folgen von zu langen Stehen, nicht nur müde Beine, sondern auch Rückenschmerzen, Bauchkrämpfe oder Ähnliches.

Gehen ist somit viel gesünder als Stehen.
Stehen ist überhaupt sehr ungesund.
Und Laufen ist langfristig – die beste und gesündeste Form der Fortbewegung.


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