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5 lebenswichtige Gründe, wieso es Fotosynthese gibt


Photosynthese ist ein Prozess, bei dem energiearme Stoffe in energiereiche Stoffe umgewandelt werden. Dies geschieht unter Mithilfe von Lichtenergie. Dieser biochemische Prozess findet in Pflanzen bzw. deren Bestandteilen statt, welche Chlorophyll (grüner Farbstoff) besitzen. Dabei wandeln die Chloroplasten der Pflanzen (Träger des Chlorophylls) energiearmes Kohlendioxid in energiereichen Sauerstoff und Zucker um.

Letztendlich ist dies der Stoffwechsel der Pflanzen, wodurch sie Energie gewinnen. Aber jedes Lebewesen besitzt ganz bestimmte Merkmale, wodurch es wissenschaftlich zum Lebewesen wird. Diese wären:

Durch die Photosynthese können Pflanzen ihren Energiestoffwechsel vollziehen, welchen sie zur Bewältigung der oben genannten Aktivitäten und somit zum Leben benötigen. Fotosynthese ist allerdings auch die Grundbedingung für tierisches Leben. Hier sind 5 Gründe, wieso Photosynthese uns alle etwas angeht.

Warum Photosynthese mit Energieaufnahme, gleichzusetzen ist.

Lebewesen benötigen Energie zum Überleben. Ohne Energie können keine Organe oder Zellen überleben. Somit ist klar, dass Pflanzen auch Energie benötigen. Ohne Energie können sie weder wachsen, noch sich vermehren oder blühen.

Kurzum:
Ohne Energie können auch Pflanzen nicht leben.

1. Photosynthese ist der Vorgang, bei dem Pflanzen Energie gewinnen.

Pflanzen benötigen, um Photosynthese betreiben zu können, Kohlendioxid. Dieses Kohlendioxid gewinnen sie aus der Luft. Dann wird, durch die Pflanzen, das Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt.

Aber nicht nur das….
Denn Kohlendioxid allein reicht nicht aus. Pflanzen benötigen weiterhin Wasser. Und aus Kohlendioxid und Wasser stellen die Pflanzen dann den Sauerstoff her.

Nun fragt man sich…
Okay, Sauerstoff brauchen die Pflanzen doch eigentlich nicht.

Warum ist die Photosynthese denn trotzdem so wichtig für die pflanzliche Entwicklung?

Ganz einfach.
Sauerstoff ist, bei Sonnenlicht, ein Abfallprodukt für Pflanzen.

Den eigentliche Grund, weshalb Pflanzen Fotosynthese betreiben, ist Zucker. Denn neben dem Sauerstoff wird auch Zucker hergestellt. Und Pflanzenzucker dient als Energiequelle für die Pflanze.

Ohne diesen Zucker könnte die Pflanze nicht wachsen, sie könnte keine weitere Fotosynthese betreiben und keine Samen erzeugen. Eine Weiterentwicklung (Wachstum, Blätterbildung im Frühjahr) könnte nicht stattfinden, da die Energiereserven nicht ausreichen würden. Um das Wasser aus dem Boden aufzunehmen und in jede Blattspitze zu pumpen, benötigt die Pflanze ebenfalls Energie – welche ihr die Fotosynthese liefert.

Schlichtweg könnte die Pflanze, ohne diesen körpereigenen Zucker, nicht überleben. Die oben genannten Merkmale des Lebens könnten nicht betrieben werden, wodurch die Pflanze nicht lebensfähig sein könnte.

Was ist mit Reizbarkeit?
Darunter ist zu verstehen, dass ein Lebewesen auf bestimmte Umweltreize reagiert. Auch eine Pflanze macht dies, indem sie zum Beispiel im Winter ihre Blätter abwirft, ihren Energiehaushalt nach unten fährt. Pflanzen betreiben somit eine besondere Art von Winterschlaf, um den Zucker bei schwachen Sonnenlicht (wenig Fotosynthese) zu schützen.

Ebenso reagieren Pflanzen auch auf Sonnenlicht. Sie wachsen zum Licht, da dies die Grundlage für Fotosynthese ist. Diese Reizbarkeit bzw. Reagieren auf Reize ist nur möglich, wenn die Zellen der Pflanzen entsprechend mit Energie versorgt werden, welches die Fotosynthese liefert.

2. Photosynthese ist wichtig für Menschen und Tiere

Denn das Abfallprodukt, welches bei der Fotosynthese entsteht – ist für uns Menschen enorm wichtig.

Die Rede ist vom Sauerstoff. Ohne Sauerstoff kann kein Tier überleben. Da Menschen, biologisch betrachtet – ebenfalls Tiere sind – benötigen wir auch den Sauerstoff.

Ohne Sauerstoff können wir nicht atmen. Ein Tier kann mehrere Tage ohne Essen und Trinken auskommen. Der Mensch, als biologisches Tier, ebenfalls. Aber sobald Sauerstoff fehlt, bleibt dem Mensch oder dem Tier – nur noch Minuten zum Leben.

Denn die tierischen Zellen müssen ständig mit Sauerstoff versorgt werden, da der Stoffwechsel davon abhängt. In den Zellen finden Verbrennungen (Sauerstoffreaktionen) statt, wodurch Kohlenhydrate umgewandelt werden. Denn tierische Nahrung besteht entweder aus Pflanzenzucker, welcher bei der Fotosynthese entsteht oder Fleisch, welches andere Tiere liefern. Diese Nahrung wird im Körper verdaut bzw. umgewandelt. Bei dieser Umwandlung ist wiederum der Sauerstoff beteiligt.

Somit wird dieses Abfall- bzw. Ausscheidungsprodukt der Pflanzen zum wesentlichen Überlebensfaktor für Tiere und Menschen. Denn ohne Sauerstoff keinen Stoffwechsel. Und ohne diesen Stoffwechsel können die Merkmale des Lebens (Wachstum, Reizbarkeit, Entwicklung, Forpflanzung usw.) nicht stattfinden. Das Lebewesen ist somit nicht überlebensfähig.

3. Photosynthese stellt das Gleichgewicht her

Unsere Atmosphäre ist optimal zum Leben geeignet. Sie wurde von der Natur so angelegt, dass in ihr Menschen, Tiere, Pilze, Pflanzen und auch Mikroorganismen überleben können.

Die Atmosphäre muss allerdings im Gleichgewicht sein und bleiben. Deshalb besteht unsere Luft aus verschiedenen Gasen. Es handelt sich somit nicht nur einfach um Luft. Stattdessen ist es ein Gemisch aus sehr vielen Gasen. Und in diesem Luftgemisch müssen alle Gase zu bestimmten Anteilen vertreten sein. Fallen bestimmte Gasanteile in der Luft unter kritische Grenzwerte, ist die komplette Atmosphäre gefährdet.

Die zwei wichtigsten Gase zum Leben sind Sauerstoff und Kohlendioxid. Da Tiere und Menschen durch die Atmung – Sauerstoff in Kohlendioxid umwandelt – muss es einen Gegenpart geben. Und die Pflanzen mit ihrer Photosynthese sind der Gegenpart. Denn sie verwandeln das Kohlendioxid wieder zurück in Sauerstoff.

Somit ist klar, dass die Photosynthese ein wichtiger Bestandteil für den Erhalt der Atmosphäre ist. Ohne ausreichende Photosynthese würde der Sauerstoffgehalt stark sinken und der Kohlendioxidgehalt stark zunehmen. Die Atmosphäre würde ins Ungleichgewicht geraten und sich davon nicht wieder erholen. Ein Leben, ohne diese Atmosphäre, wäre dann unmöglich.

4. Ohne Photosynthese ist sofort Game Over

Dies ist ein extrem cleverer Schachzug der Natur. Denn die Natur will, dass es funktioniert. Und sobald es nicht mehr ausreichend funktioniert, wird das Spiel neu gestartet. Dazu hat die Natur hat einen Game-Over Knopf in unsere DNS eingebaut. Denn sobald der Sauerstoff in der Natur fehlt, fehlen dem Mensch und dem Tier – über kurz oder lang – auch Nahrung.

Die Game Over Variante der Natur sieht vor, dass das Leben nicht länger hinausgezögert wird. Denn erinnere dich bitte, was ich vorhin schrieb.
Ohne Nahrung oder Trinken ist ein Überleben noch mehrere Tage möglich. Die Natur zögert, in diesem Fall, das Überleben hinaus. Doch ohne Atmung ist das Leben innerhalb von ein paar Minuten vorbei. Beim Atmen ist sie radikaler und es wird nichts mehr hinausgezögert.

Dies ist die Game Over Taste. Denn weshalb sollte die Natur etwas länger hinauszögern, was eh scheitern wird? Stattdessen greift sie zu radikalen Mitteln und lässt alles, was nicht mehr atmen kann, sofort sterben. Und dann fängt alles von vorne wieder an.

Es ist zwar hart, aber auch extrem effektiv. Denn sobald es keinen Sauerstoff mehr auf der Erde gibt, ist kein Leben mehr möglich. Deshalb gibt es laut Naturgesetzen, einen kurzen Tod – anstatt einen länger andauernden. Wahrscheinlich ist dies der Grund, weshalb wir ohne Atmen nicht lange Überleben. Die Natur hatte von Anfang an – das Ende in Sicht bzw. ein Szenario vorbereitet, welches ein schnelles Ende einläutet.

5. Photosynthese als Bedingung für die Evolution

Der Grund, warum sich Arten entwickeln konnten, liegt in der Photosynthese. Denn nur dadurch, dass es Lebewesen gibt – welchen Sauerstoff herstellen und andere welche ihn verbrauchen – konnten sich Arten entwickeln. Diese Artentwicklung fand über mehrere Milliarden Jahre statt. Ohne Photosynthese wäre dies nie möglich gewesen.

Wenn heute alle Pflanzen auf der Erde sterben würden, würden innerhalb von Minuten alle anderen Lebewesen ebenfalls sterben. Das heißt dann Game-Over und Reset. Dann würde sich die Erde wahrscheinlich über mehrere Milliarden Jahre hinweg erholen. Und vielleicht gibt es irgendwann wieder Lebewesen, welche Fotosynthese betreiben. Erst dann können sich wieder Lebewesen bilden, welche atmen. Und vielleicht würden, viel später, wieder so ähnliche Lebewesen auf der Erde leben, wie heute.

Zusammenfassung

  • Ohne Photosynthese kann es keinen Sauerstoff geben
  • Und ohne Sauerstoff ist kein tierisches Leben möglich.
  • Letztlich ist Photosynthese ein wichtiger Baustein für unser aller Überleben.
  • Und deshalb ist es umso wichtiger, für jede Pflanze – welche stirbt, mindestens zwei neue zu pflanzen.

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