Skip to main content

Gen


Das Gen ist Träger von Erbinformationen. Etwas genauer betrachtet, ist das Gen bzw. die Erbanlage die letzte unteilbare Einheit der Erbinformation, welche zur Selbstverdopplung fähig ist. Und diese Verdopplung ist für die Fortpflanzung, Vererbung und Zellteilung zwingend notwendig. Zusammen mit Umwelteinflüssen bestimmen Gene die Ausbildung eines bestimmten Merkmals im Erscheinungsbild.

Nach Ansicht der molekularen Genetik ist das Gen ein einzelner Abschnitt auf der DNA, welches gewisse Informationen besitzt. Die DNA ist eine Säure, welche sich im Zellkern jeder Zelle befindet. Sie hat eine Doppelhelix. Das bedeutet, dass sie zwei Stränge hat, zwischen denen sich chemische Substanzen (Basen) befinden.

Die Basen können unterschiedlich angeordnet sein, weshalb es zu einer größeren Bandbreite und somit zu verschiedenen Kombinationen kommt. Gene sind demnach eine Kombination dieser Basenpaarungen, welche wiederum – je nach Kombination – unterschiedliche Informationen enthalten.

Diese Grundinformationen sind dafür verantwortlich, wie sich das Individuum entwickelt und welche Eigenschaften es besitzt. Weiterhin besitzt das Gen jegliche Verdopplungsinformationen der DNA. Aus diesen stellt es eine aktive RNA her, welche dann nur noch einen Strang hat, aber ebenfalls alle Erbinformationen besitzt. Diese RNA wird dann die Informationen in einen zellulären Proteinaufbau umsetzen.

Träger dieser DNA-Erbeinheiten in den Zellen sind Chromosomen. Sobald sich die Zelle teilt, teilt sich auch das Chromosom. Die DNA als Doppelstrang wird dann auf zwei Tochterzellen weitergegeben, welche jeweils das Erbgut enthalten. Zellteilung findet in jedem Körper permanent statt. Dies ist zum Beispiel der Grund für das Altern.

Aber auch bei der Fortpflanzung werden die Erbinformationen weitergegeben. Bei der Befruchtung verschmelzen Samenzelle und Eizelle miteinander. Somit verschmelzen auch die jeweiligen Chromosomen der Geschlechtszellen und bilden das Erbgut einer gemeinsamen Tochterzelle, aus welcher dann der Embryo bzw. Fötus entsteht.

Die Erforschung vom Aufbau der Gene ist Teil der Genetik bzw. auch als Vererbungslehre bezeichnet. Die Gesamtheit der Erbinformationen eines Organismus wird als Genom bzw. Erbgut bezeichnet. Das menschliche Genom beinhaltet 25.000 Gene. Niedere Bakterien und Viren besitzen dagegen nur 10 Gene in ihrem Genom.

Egoistische Gene in der Biologie und deren Bedeutung

egoistische gene in der biologie und deren bedeutung

Egoistische Gene bzw. engl. selfish genes ist ein Begriff, welchen der britische Wissenschaftler Richard Dawkins eingeführt hat. Demnach liegt in der Erbsubstanz des Menschen und jedem anderen Lebewesen ein angeborener Egoismus an, welcher in den Genen behaftet ist. Die radikale Sichtweise geht soweit, dass zwischen den Genen ein Konkurrenzkampf existiert, […]

Partnerwahl: Wie stark beeinflussen Gene das Paarungsverhalten

partnerwahl psychologie gene

Unter Partnerwahl versteht man, das Vorgehen eines Individuums bei der Suche nach Beziehungs- und Sexualpartnern. Dieser Prozess findet keineswegs willkürlich oder zufällig statt. Denn sowohl genetische, evolutionär biologische und psychologische Faktoren beeinflussen die Partnerwahl. Wieso? Die Aufzucht von Kindern ist ohne Frage sehr aufwändig. Daher war es in der frühen […]