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Die 5 Phasen und 6 Stadien der Depression


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Die Depression ist ein sehr komplexes Krankheitsbild, das sich nur grob in Phasen einteilen lässt. Diese Phasen sind geprägt von einerseits ständiger Betriebsamkeit des Betroffenen und andererseits dem völligen Zum-Stillstand-kommen seines äußerlichen Lebens. Gleichzeitig kreisen seine Gedanken um sich selbst und sein eigenes Leid.

Die fünf Phasen einer Depression

Dieses Modell hat keinen professionellen Begründer. Es orientiert sich eher an den fünf Phasen der Trauer nach Elisabeth Kübler-Ross. Die Psychiaterin beobachtete bei trauernden und sterbenden Patienten gleiche Trauerphasen, die sie in fünf Phasen gliederte.

Die fünf Phasen einer Depression sind aufgeteilt in Negatives Denken, Veränderter Appetit, Verändertes Schlafverhalten, Schuldgefühle und Selbstvorwürfe sowie Gedanken an Selbstverletzung, Suizid oder Durchführung dieser.

Dabei muss man jedoch bedenken, dass eine psychische Störung wie eine Depression deutlich komplexer ist. Diese fünf Phasen gehören lediglich zu dem Krankheitsbild, stellen es aber nicht vollständig dar.

Negatives Denken

Der Beginn einer Depression kann von Zukunftsängsten oder Hoffnungslosigkeit geprägt sein. Betroffene sehen keinen Sinn mehr darin, ihrem geregelten Alltag nachzugehen. Auch die Angst, bei der Arbeit oder in anderen Bereichen zu versagen, spielt eine große Rolle. Überforderung, die die Betroffenen zum Aufgeben bringt, ist ein wichtiges Indiz für eine Depression.

Depressive Menschen befinden sich häufig in einer Gedankenspirale. Sie wissen, dass ihr Handeln sie nicht weiterbringt, machen aber trotzdem so weiter. Gleichzeitig ärgern sie sich über sich selbst, weil sie sich in diese Situation bringen.

Veränderter Appetit

Die Depression kann sich durch deutlich weniger oder viel mehr Hunger bemerkbar machen. Betroffene haben die Kontrolle über ihren Alltag verloren, sodass sie sich kaum noch um geregelte Mahlzeiten kümmern. Ob es dadurch zu vermehrtem Essen von ungesunden Nahrungsmitteln oder einfach insgesamt weniger Mahlzeiten kommt, ins individuell verschieden.

Beides kann eine Form der Selbstbestrafung oder der Versuch nach Glücksgefühlen sein. Der Gewichtsverlust, der sich durch das veränderte Essverhalten einstellt, wird einerseits positiv wahrgenommen. Andererseits steht manchmal der Wunsch dahinter, zu verschwinden. So beschreiben es auch einige Anorexiekranke. Gleichzeitig stellt die Kontrolle über das eigene Gewicht eine tragende Säule im aus den Fugen geratenen Leben von essgestörten Personen dar.

Bei erhöhtem Appetit, vor allem, wenn ungesunde Nahrungsmittel verzehrt werden, kann es sich um Selbstbestrafung handeln. Der Betroffene weiß, dass er seinem Körper damit schadet. Er denkt aber, dass er es verdient hat. Gleichzeitig führt der Verzehr von Süßigkeiten wie Schokolade zu kurzzeitigen Glücksgefühlen. Depressive Menschen hoffen, durch den erhöhten Verzehr dieser Nahrungsmittel, sich insgesamt glücklicher zu fühlen. Die damit verbundene Gewichtszunahme macht sie jedoch gleichzeitig meist zusätzlich unglücklich und gibt ihnen das Gefühl, zu versagen.

Verändertes Schlafverhalten

Ein gestörter Schlafrhythmus kommt bei den meisten depressiven Menschen vor. Sie schlafen erst sehr spät ein oder verbringen den Tag bis zum Nachmittag im Bett. Der Schlaf selbst ist von Wachphasen unterbrochen. Auch dass sie sehr lange brauchen, um überhaupt einzuschlafen, kommt häufig vor.

Das alles führt dazu, dass den Betroffenen tagsüber Energie und Antrieb fehlt. Wenn der Tag schon fast rum ist, ehe man aus dem Bett gestiegen ist, ist der Gedanke, direkt liegenzubleiben, sehr verlockend.

Die Einschlafstörungen oder das Bedürfnis, lange wach zu bleiben, kann mehrere Gründe haben. Zum einen geraten depressive Menschen vor dem Einschlafen ins Grübeln. Im Bett sind sie mit ihren Gedanken alleine. Ohne es zu wollen, kreisen ihre Gedanken um ihr eigenes Versagen, ihr außer Kontrolle geratenes Leben und all die Fehler, die sie glauben, gemacht zu haben. Indem sie nicht ins Bett gehen, versuchen sie sich dieser Gedanken zu entziehen.

Zum anderen bleibt bei depressiven Menschen häufig der Haushalt oder andere Pflichten tagsüber liegen. Sie möchten diese Aufgaben vor dem Zubettgehen erledigen, finden dafür aber nicht die Kraft oder den Antrieb. Stattdessen beschäftigen sie sich mit anderen Dingen, um ihren Pflichten zu entfliehen. Das tun sie so lange, bis sie völlig erschöpft sind und ins Bett gehen können.

Dieses Verhalten kann aber noch viele andere Gründe haben. Einige Betroffene sagen, dass sie die nächtliche Ruhe schätzen. Während man tagsüber etwas von ihnen erwartet, stört es mitten in der Nacht niemanden, dass sie nichts tun. Diese Ruhe möchten Depressive benutzen, um sich selbst zu beruhigen.

Schuldgefühle und Selbstvorwürfe

Depressive Menschen halten von sich selbst sehr wenig. Sie sind von einem verminderten Selbstwertgefühl geplagt und geben sich die Schuld an ihrer Misere. Zeitweise sind sie auch davon überzeugt, dass sie ihre Depression verdient haben. Deswegen versuchen sie nicht, daran etwas zu ändern.

Dies kann man auch als Komfortzone innerhalb der Depression bezeichnen. Eine Depression bringt für den Betroffenen auch scheinbare Vorteile mit sich. Er muss sich nicht um seine Arbeit kümmern, hat viel Freizeit und wird möglicherweise von seinem Umfeld umsorgt. Das führt dazu, dass er gar kein Interesse hat, an seiner Depression etwas zu ändern.

Hinzukommt, dass gerade Veränderungen für depressive Menschen zu Stress und richtiger Panik führen können. Sie fühlen sich mit ihrem Leben überfordert und geben sich selbst die Schuld daran, dass alles so schlimm ist. Gleichzeitig kennen sie diesen Zustand aber. Sie ziehen ihn deshalb dem vor, der durch eine Veränderung erreicht werden könnte. Das gilt auch dann, wenn es ihnen dadurch etwas besser gehen könnte.

Gedanken an Selbstverletzung, Suizid oder Durchführung dieser

Die Verzweiflung und völlige Hoffnungslosigkeit führt bei vielen Depressiven irgendwann zu Gedanken an Selbstverletzung. Nicht alle führen diese auch durch. Die Gedanken sind aber ein sehr ernstes Warnsignal, dass man sich jemandem anvertrauen sollte.

Häufig tauchen Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid ganz plötzlich auf und schockieren den Depressiven selbst. Sie können ihn dadurch noch weiter in emotional belasten.

Zu Gedanken an Selbstverletzung und Suizid gehört auch der sogenannte „passive Todeswunsch“. Dabei verspürt der Betroffene nicht den Wunsch danach, sich selbst körperlichen Schaden zuzufügen. E würde einfach gern aufhören, zu existieren. Man könnte es mit einem Schalter beschreiben, den man drücken müsste. Tut man das, verschwindet man selbst und alle damit verbundene Erinnerungen einfach.
Manche Depressive lehnen Selbstverletzung zwar ab, würden aber diesen Knopf, wenn es ihn gäben würde, drücken.

Reihenfolge der fünf Phasen

Wie schon bei dem originalen Trauermodell nach Kübler-Ross sind auch diese fünf Phasen einer Depression nicht linear zu betrachten. Sie können sich überlagern, wiederholen oder übersprungen werden. Es handelt sich, wie bereits erwähnt, nur um ein grobes Muster, das bei den meisten Depressiven zutrifft. Hat jemand negative Denkmuster, bedeutet das aber nicht, dass er am Beginn einer Depression steht. Diese können sich durch die gesamte Depression ziehen.

Die sechs Phasen einer Depression nach einer tiefenpsychologischen Studie des Rheingold Instituts in Köln

Das Rheingold Institut in Köln führte eine 2018 veröffentliche tiefenpsychologische Studie durch. Dabei befragten die Forscher 80 Betroffene, 40 Männer und 40 Frauen, im Alter zwischen 20 und 60 Jahren. Das Ziel war es, eine innere Logik der Depression zu finden, um die Behandlung dieser Krankheit zu verbessern.

Zusätzlich führen die Forscher Interviews mit Ärzten und Apothekern durch. Sie befragten sie nach ihrem Umgang mit depressiven Patienten.
Die Ergebnisse der Befragungen führten die Forscher zu insgesamt sechs Phasen der Depression: Perfektionismus, Versagensgefühle, Stilllegung, Gleichgültigkeit im Alltag, Im eigenen Saft schmoren und Resignativ-verbitterte Symptombehandlung.

Phase 1: Perfektionismus

Übertriebene Ansprüche an sich selbst können ein Zeichen für eine Depression sein. Betroffene wollen jedem gerecht werden, reißen Aufgaben an sich und fühlen sich alleine für alles verantwortlich. Sie kümmern sich um den Haushalt, die Bedürfnisse ihrer Familie, pflegen zusätzlich Angehörige oder machen für diese Besorgungen und wollen gleichzeitig erfolgreich im Beruf sein.

Das führt zu einem für eine Depression untypischen Bild: Betroffene sind keineswegs still und traurig, sondern energiegeladen und aktiv. Gleichzeitig leiden sie jedoch unter enormem Stress, weil sie all die Aufgaben auf Dauer auf keinen Fall erfüllen können.
Das Ziel dieser Phase ist es, ein Idealbild zu erschaffen und dies zu halten.

Phase 2: Versagensgefühle

Die in der ersten Phase auferlegten Aufgaben erdrücken den Betroffenen mit der Zeit. Er merkt, dass er ihnen nicht mehr gerecht werden kann, versucht es aber weiterhin, weil er sein Idealbild erhalten möchte.

Irgendwann kommt es zwangsweise zu Rückschlägen. Das können Dinge sein, die direkt mit dem Betroffenen und seinen Aufgaben zusammenhängen. So bleibt beispielsweise im Job etwas liegen oder er kann die angebotene Hilfe für Angehörige nicht mehr leisten. Es kann sich aber auch um unabhängige Rückschläge handeln, etwa einen Trauerfall.

Diese Rückschläge erleben alle Menschen. Kein Leben verläuft perfekt und kein Mensch erfüllt alle Aufgaben immer zu 100 %. Die meisten Menschen kommen mit diesen Rückschlägen zurecht. Ein Depressiver kann damit jedoch nicht umgehen.

Eine unerfüllte Aufgabe im Job oder eine eingegangene Pflanze auf dem Balkon kann ihn völlig aus der Bahn werfen. Er hat das Gefühl, auf ganzer Linie versagt zu haben, und sieht sein bis dato perfektes Leben in Scherben. Reparieren erscheint unmöglich. Dem Depressiven entgleitet dadurch immer mehr oder er denkt: „Ich habe eh schon versagt, jetzt muss ich mir auch keine Mühe mehr machen.“
Die ersten beiden Phasen hängen eng miteinander zusammen.

Phase 3: Stilllegung

Die erfahrenen Rückschläge werden in der dritten Phase von dem Depressiven nicht verarbeitet. Ein gesunder Mensch würde versuchen, daraus zu lernen oder wäre wütend oder traurig. Der Depressive hingegen reagiert mit einer Stilllegung. Damit verhindert er, sich mit dem schmerzlichen Prozess (Fehler eingestehen, Trauern, etc.) beschäftigen zu müssen.

Ihren Alltag und Probleme darin nehmen die Betroffenen jetzt als unveränderlich wahr. Sie gestalten ihn nicht mehr aktiv, sondern nehmen nur noch passiv daran teil. Gefühlsregungen frieren sie ein.

Das passiert nicht willentlich. Depressive sprechen von dieser Phase eher, als würden sie ferngesteuert werden. Trauerarbeit findet nicht statt, die überhöhten Selbstansprüche werden nicht aufgegeben, sondern nur quasi eingefroren und bleiben erhalten.

Phase 4: Gleichgültigkeit im Alltag

In dieser Phase beginnt der Depressive, sich nach und nach ausschließlich mit sich selbst zu beschäftigen. Die Gedanken kreisen um das eigene Leid und lassen keinen Platz mehr für Interaktion oder den normalen Alltag.

Betroffene können nicht mehr zwischen wichtigen und unwichtigen Dingen unterscheiden. Sie lassen Aufgaben liegen und können sich nicht aufraffen, diese zu erledigen. Einige Depressive beginnen damit, zu verwahrlosen. Sie kümmern sich nicht mehr um die eigenen vier Wände. Auch die eigene Körperhygiene kann vernachlässigt werden. Negative Kommentare verstärken das Gefühl, versagt zu haben.

Dass es dem Betroffenen nicht gut geht, wird vom Umfeld häufig zu Teilen erkannt. Die Vorgeschichte, dass er an irgendeinem Punkt „versagt“ hat, bzw., dass es einen Trauerfall gab, ist bekannt. Dass der Betroffene aber tatsächlich in einer Depression steckt und nicht mehr normal traurig ist, bleibt häufig unentdeckt. Das Umfeld räumt dem Betroffenen Raum für seine scheinbare Traurigkeit ein und geht vorsichtig mit ihm um. Das gefällt dem Betroffenen, sodass ihm ein Grund fehlt, sich aus der Situation zu befreien.

Phase 5: Im eigenen Saft schmoren

Das äußerliche Leben des Depressiven ist nun lahmgelegt. Er geht keinen Hobbys mehr nach, ist möglicherweise schon eine Weile krankgeschrieben oder hat seinen Job gekündigt. Was nach Außen wie ein „zur Ruhe kommen“ aussieht, ist eigentlich ein innerliches Heißlaufen, das von ständigem Stress und Ruhelosigkeit geprägt ist.

Betroffene leiden jetzt häufig an Schlaflosigkeit, Sie versuchen, sich irgendwie von ihren eigenen Gedanken abzulenken, scheitern dabei jedoch.
Depressive Menschen wirken oftmals schrecklich egoistisch. Das liegt daran, dass sie nur noch sich selbst sehen. Ihre Gedankenkreisläufe lassen keinen Raum für andere Personen mehr zu. Sie sind mit sich selbst und ihrem eigenen Leid beschäftigt, sodass sie das anderer Personen gar nicht mehr wahrnehmen.

Das ist auch für Angehörige eine schwierige Zeit. Sie wollen dem Betroffenen auf der einen Seite verständnisvoll und tolerant gegenübertreten. Auf der anderen Seite verletzt sie sein egoistisches Verhalten. Sie haben ebenfalls das Gefühl, sich im Kreis zu drehen.

In Beziehungen oder bei Eltern-Kind-Konstellationen kommt es dadurch häufig zu einer sogenannten „Co-Depression“. Das bedeutet, dass die Person, die sich hauptsächlich um den Depressionskranken kümmert, ebenfalls depressive Verstimmungen zeigt.

Phase 6: Resignativ-verbitterte Symptombehandlung

In dieser Phase bemerkt der Depressive, dass sein Zustand sein Leben stark einschränkt. Er erkennt aber immer noch nicht, dass eine Depression die Ursache ist, sondern sucht die Schuld bei den Begleitsymptomen.

Oftmals versuchen Betroffene diese nun durch Medikamente zu behandeln. Gegen Schlafstörungen nehmen sie Schlafmittel. Starke Müdigkeit oder Lustlosigkeit im Alltag wird mit Vitaminen behandelt. Gegen innere Unruhe sollen heiße Bäder oder ständige Beschäftigung helfen.

All das ändert aber nichts an der Depression, sondern können diese sogar verstärken. Der Betroffene erhofft sich Linderung durch seine Taten. Stellt sich diese nicht ein, sieht er das als erneutes Scheitern.

Reihenfolge der sechs Phasen

Nach dieser Studie laufen die sechs Phasen der Depression in der hier gezeigten Reihenfolge ab. Die einzelnen Phasen können dabei aber sehr lang sein.

So vergehen möglicherweise mehrere Jahre, bevor ein Betroffener in der sechsten Phase angelangt ist. Es ist auch möglich, dass alleine die erste Phase Jahre andauert. In diesen Jahren geht es dem Betroffenen augenscheinlich gut und er führt das perfekte Leben.

In Phase sechs kann er weitere Jahre verbringen, bevor er sich psychologische Hilfe sucht. Bis es so weit ist, entwickeln viele Betroffene Suizidgedanken.

Was machen depressive Patienten mit ihren Ärzten?

Die Gespräche mit den Ärzten und Apothekern zeigen, dass depressive Patienten auch an ihnen nicht spurlos vorübergehen. So beschreiben Ärzte Patienten mit Depressionen als fordernd und anstrengend. Sie können mit ihnen nur schwer umgehen und fühlen sich vom drohenden Suizid erpresst.

Anders als bei Wunden oder Krankheiten gibt es für Depressionen schließlich kein garantiertes Heilmittel. Genau das kann auch die Patienten selbst verärgern oder entmutigen. Sie gehen in der Hoffnung auf sofortige Hilfe und Erleichterung ihres Leids zum Arzt. Tatsächlich ist der Weg aus einer Depression aber lang und verlangt vom Patienten selbst viel Arbeit ab. Diese Arbeit würde bei einer körperlichen Erkrankung von Medikamenten erledigt werden. Der Depressive muss aber selbst aktiv werden.

Zusammenfassung

  • Die fünf Phasen der Depression sind ein Modell, das sich an den Trauerphasen nach Elisabeth Kübler-Ross orientiert.
  • Die fünf Phasen der Depression sind unterteilt in Negatives Denken, Veränderter Appetit, Verändertes Schlafverhalten, Schuldgefühle und Selbstvorwürfe sowie Gedanken an Selbstverletzung, Suizid oder Durchführung dieser.
  • Die fünf Phasen der Depression stellen das Krankheitsbild nicht vollständig dar, sondern beschreiben es lediglich so, wie es der Mehrheit der Betroffenen entspricht.
  • In der ersten Phase wird der Betroffene von negativen Gedankenspiralen geplagt, durch die er sich überfordert, hoffnungslos und ängstlich fühlt.
  • In der zweiten Phase hat der Betroffene mehr oder weniger Appetit, was beides als Selbstbestrafung, Wunsch nach Kontrolle oder Herbeischaffung von Glücksgefühlen dienen kann.
  • Die dritte Phase zeigt sich durch einen gestörten Schlafrhythmus mit spätem Zubettgehen und Problemen beim Durchschlafen.
  • In der vierten Phase kommt es zu einem verminderten Selbstwertgefühl, wodurch sich Betroffene schuldig an der Depression fühlen und glauben, diese verdient zu haben.
  • In der fünften Phase hat der Depressive Suizidgedanken oder möchte sich selbst verletzen.
  • Diese fünf Phasen der Depression folgen nicht aufeinander, sondern können sich überlagern, in anderer Reihenfolge ablaufen, übersprungen werden oder sich wiederholen.
  • Die sechs Phasen der Depression wurden durch eine Studie des Rheingold Instituts Köln erstellt.
  • Die sechs Phasen der Depression umfassen Perfektionismus, Versagensgefühle, Stilllegung, Gleichgültigkeit im Alltag, Im eigenen Saft schmoren und Resignativ-verbitterte Symptombehandlung.
  • Die sechs Phasen der Depression laufen in der genannten Reihenfolge ab.
  • In der ersten Phase ist der Betroffene motiviert, sein Leben zu perfektionieren und überschätzt sich dabei.
  • In der zweiten Phase scheitert der Betroffene an einem Punkt dabei, sein Leben zu perfektionieren, was in ihm heftige Gefühle, auf ganzer Linie versagt zu haben, weckt.
  • In der dritten Phase kommt das äußerliche Gefühlsleben des Betroffenen zum Erliegen, wodurch er sich nicht mit dem Gefühl, versagt zu haben, auseinandersetzen muss.
  • In der vierten Phase laufen die Gedanken des Betroffenen heiß, wobei sie sich nur um ihn selbst und sein Versagen drehen.
  • In der fünften Phase kommt das äußerliche Leben des Betroffenen langsam zum Erliegen, während er innerlich weiterhin mit seinem Gedankenkarussell kämpft.
  • Die fünfte Phase ist auch für Angehörige enorm anstrengend, weil der Depressive sehr egoistisch wirkt und sie dadurch Gefahr laufen, in eine „Co-Depression“ zu geraten.
  • In der sechsten Phase beginnt der Betroffene mit der symptomatischen Behandlung, ohne die eigentliche Depression zu erkennen oder zu bekämpfen.
  • Die sechs Phasen der Depression können sich über mehrere Jahre hinziehen.
  • Depressive Patienten stellen auch für Ärzte eine enorme Herausforderung dar, weil ihre Behandlung kompliziert und langwierig ist.

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