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Archaeen


Archaeen (altgriechisch: archaĩos = uralt) bzw. auch als Archaea (Singular: Archaeon), Archaebakterien, Archebakterien oder Urbakterien bezeichnet – sind, innerhalb des biologischen Domänen-Modells, die dritte Gruppe neben den Eukaryoten und den Bakterien. Die verschiedenen Arten sind Einzeller und besitzen keinen Zellkern. Deshalb zählen Archaeen, genauso wie Bakterien, zu den prokaryotischen Lebewesen.

Die Merkmale der Archaeen ähneln sowohl den Bakterien als auch den eukaryotischen Organismen, welche einen Zellkern besitzen. So sind Zellgröße und Zellaufbau den Bakterien sehr ähnlich. Allerdings unterscheiden sich beide Domänen in molekularen Prozessen wie der Eiweißsynthese. So bilden die Archaeen verschiedene Enzyme, welche als Proteinkomplexe den Aufbau von Polymeren bewirken, welche letztlich die RNA aufbaut. Diese Form der Synthese findet in ähnlicher Form auch in eukaryotischen Zellen statt.

Außerdem besitzen einige Archaeen auch Zellwände, welche in ihrer Komplexität die Zellwände der Bakterien übersteigt. Andere Archaeen besitzen wiederum keine Zellwand. Aufgrund dieser vielseitigen Strukturen sind manche Archaeen resistent gegen Antibiotika, welches die Zellwände von Bakterien abbauen würde. (Zellwandantibiotika)

Archaeen sind sehr widerstandsfähig und können artspezifisch bei niedrigen und hohen Temperaturen überleben. Andere Arten leben in ausgeprägt saurer oder basischer Umgebungen. Einige Arten leben in Symbiose im Darmtrakt von Tieren und sind dort als Methanbildner (Methanogene) tätig.