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Was bedeutet begriffsstutzig: Definition und Bedeutung


Begriffsstutzig ist ein Adjektiv, das Unverständnis beschreibt. Das Wort ist eine Kombination aus Begreifen und Stutzen. Stutzen bedeutet in dieser Zusammensetzung so viel wie Innehalten oder Stehenbleiben. Begriffsstutzig beschreibt einen Moment, indem das Verstehen und Nachvollziehen einer Situation, eines Ablaufs oder einer Aussage pausiert.

Mit dem Adjektiv lassen sich Menschen, Tiere oder Maschinen oder deren Reaktionen beschreiben. Begriffsstutzige Personen verstehen und begreifen eine Situation oder eine Aussage nicht. Dem Wort schwingt häufig ein negativer Unterton mit und es ersetzt Adjektive wie einfältig oder doof. In seiner grundsätzlichen Bedeutung ist das Wort nur eine Beschreibung, ohne zu werten.

Die verschiedenen Bedeutungen von begriffsstutzig

Begriffsstutzig als Merkmal einer Person zuzuschreiben, kann zweierlei bedeuten: Es verdeutlicht, dass dieser Mensch schwerfällig im Reagieren und Verstehen ist. Scheinbar einfache Aussagen versteht jemand nicht oder scheitert an leicht verständlichen Alltagsarbeiten. Zugleich lässt sich das Wort nutzen, um zu betonen, dass die Person unerfahren oder unwissend ist. Bei Tieren bedeutet begriffsstutzig vor allem lernunwillig oder ungehorsam.

Begriffsstutzigkeit als Substantiv bedeutet auch, dass die Wahrnehmung frei von Vorurteilen oder Vorannahmen ist. In dieser Bedeutung findet sich das Wort beispielsweise bei einer begriffsstutzigen Kunst. Begriffsstutzige Poesie oder Kunst versucht, sogenannte normale Abläufe und Situationen aktiv abzulehnen. Durch das absichtliche Unverständnis hinterfragt solche Kunst diese scheinbaren Regeln. In der Wissenschaft bedeutet begriffsstutzig zusätzlich Begriffe oder Normen zu meiden. Künstler berufen sich auf Begriffsstutzigkeit, um ihre eigenen Ideen frei von vorhandenen Leitlinien oder Theorien zu entwickeln und auszuleben.

Warum ist jemand begriffsstutzig

Begriffsstutzigkeit hat verschiedene Ursachen und äußert sich unterschiedlich. Mangelnde Erfahrung und Wissen ist ein möglicher Grund. Denn für die eine Person scheinbar einfache Abläufe sind für die andere etwas Neues und nicht sofort verständlich. Wenn jemand ironische Aussagen nicht erkennt, liegt es möglicherweise daran, dass er die sprechende Person nicht richtig einschätzt. Eine weitere Ursache sind Probleme in der Kommunikation: Nicht jeder, der begriffsstutzig wirkt, ist schwer von Begriff oder denkfaul. Manchmal liegt es daran, dass die andere Person sich nicht klar oder zu kompliziert ausdrückt. Viele tollpatschige Menschen gelten als begriffsstutzig, dabei sind sie nur unkonzentriert oder abgelenkt. Andere sind in Gesprächen oder Handlungen mit Absicht naiv, um zu provozieren oder Abläufe zu hinterfragen.

Was lässt sich gegen Begriffsstutzigkeit tun

Sofern jemand nicht absichtlich begriffsstutzig ist, gibt es verschiedene Wege, Dinge leichter zu erfassen. Wer unter seiner eigenen Begriffsstutzigkeit leidet, fragt sich am besten als Erstes, wo die Ursachen liegen. Mit mehr Erfahrung und Wissen gibt es weniger Situationen, die sich schwer begreifen lassen. Wer sich häufig begriffsstutzig verhält, Fehler wiederholt oder Abläufe vergisst, hat vielleicht Probleme mit der Konzentration. Diese lässt sich stärken.

Grundsätzlich braucht es Zeit, manche Situationen zu verstehen und auch begriffsstutzige Menschen haben ihre Talente. Daher ist es wichtig, sich durch die Beschreibung als denkfaul nicht verunsichern zu lassen. Ein wesentlicher Schritt ist, sich zu hinterfragen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen. Vor allem Eltern, deren Kinder als begriffsstutzig gelten, fragen sich am besten zuerst, ob das Kind wirklich schwer versteht. Vielleicht liegen Ursachen wie Schwierigkeiten beim Konzentrieren, Ablenkungen, Seh- oder Hörprobleme vor. Umgekehrt gilt, dass Menschen, die andere Personen als begriffsstutzig wahrnehmen, davon profitieren, sich besser und verständlicher auszudrücken.


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