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Die 5 Ozeane und Weltmeere der Erde im Überblick


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Die 5 Ozeane der Welt


Auf der Erde gibt es 5 Ozeane:

  • den Stillen Ozean (Pazifik)
  • den Atlantischen Ozean (Atlantik),
  • den Indischen Ozean (Indik),
  • das Nordpolarmeer bzw. den Arktischen Ozean (Arktik)
  • und das Südpolarmeer (Antarktik).

Alle Ozeane weisen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren Merkmalen aus.

Was ist ein Ozean: Definition und Bedeutung

Mit der Bezeichnung „Ozean“ werden die größten Meere der Erde zusammengefasst. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bezieht sich auf den Weltstrom, der die Erdscheibe umfließt. In der griechischen Mythologie ist der Gott Okeanos die Personifikation dieses gewaltigen Stroms, der mit der Meeresgöttin Thetys als Ursprung der Welt und damit als Vater aller Götter erscheint.

Der Planet Erde besteht zu 97,5 Prozent aus Wasser. Davon machen 71 Prozent die heutigen Ozeane aus und teilen sich in fünf Weltmeere. Neben dem Pazifischen Ozean gibt es den Atlantischen Ozean, den Indischen Ozean, den Antarktischen und Arktischen Ozean, die auch Süd- und Nordpolarmeer genannt werden. Das Zentrum bildet der riesige Pazifik, dem gegenüber auf der anderen Landhemisphäre die restlichen Ozeane liegen.

Historisch gesehen und mit dem Beginn des Seehandels gab es zuvor sieben Weltmeere, bei denen zum Pazifik, Atlantik und Indischen Ozean – auch das Mittelmeer, das Karibische Meer, das Gelbe Meer und die Nordsee hinzukommen. Im Laufe der Zeit wurden weitere Nebenmeere wie die Ostsee oder das Schwarze Meer hinzugerechnet.

Die einzelnen Ozeane unterscheiden sich nicht nur durch die Größe, Tiefe und das Volumen, sondern auch durch den Salzgehalt, den Seegang, die Gezeiten und Meeresströmungen. Sie weisen Rand- und Nebenmeere auf, zahlreiche kleinere Tiefseebecken, dazu etliche Inseln und Archipele.

Das Arktische und Antarktische Meer um den Nord- und Südpol herum ist teilweise vollständig von Treib- und Packeis bedeckt, während auch die Wasserbewegung der einzelnen Ozeane nicht einheitlich ist und sich in der Tiefe verändert. Für das gesunde Ökosystem eines Ozeans spielt beispielsweise auch das Sonnenlicht eine wichtige Rolle, aus dem Wasserpflanzen ihre Energie gewinnen und die Photosynthese vollziehen.

Was ist der Unterschied zwischen Weltenmeer und Ozean

Jeder Ozean gehört zum Weltenmeer, einem zusammenhängenden Wassermantel – welcher alle Kontinente umgibt. So teilt bspw. der Pazifik die Kontinente Asien und Amerika voneinander. Der Atlantik trennt Amerika von Europa und Afrika. Dadurch, dass der Indische Ozean den afrikanischen Kontinent von Asien trennt – wird der Indien zu einem Subkontinents Asiens. Schließlich erhält Australien auch den Status eines Kontinents, aufgrund der Tatsache, dass der Indische Ozean westlich oder Pazifische Ozean östlich liegt.

Und das Nordpolarmeer trennt Europa, Asien und Nordamerika von der Arktis. Das Gegenstück bildet das Südpolarmeer, welches Südamerika, Afrika und Australien von der Antarktika trennt.

Also immer dort, wo ein Kontinent von Wasser umgeben ist und es dadurch zu einer Trennung der Landmasse kommt – bezeichnet man dieses Gewässer als Ozean. Das Mittelmeer ist ebenfalls ein Kontinental-Trenner, da es Europa, Asien und Afrika trennt. Dennoch bezeichnet man das Mittelmeer nicht als eigenen Ozean, sondern als Randmeer des Atlantiks. Es bildet demnach eine Ausnahme, da die Wassermassen des Mittelmeeres lediglich über den Atlantik eingespeist werden.

Alle Ozeane und deren Randmeere bilden dann das Weltenmeer, ein zusammenhängendes Wassersystem mit komplexen Netzwerk-Merkmalen.

Die Geschichte und Entstehung der Ozeane

Bis heute ist die Tiefsee der Ozeane ein kaum erforschtes Gebiet. Möglich ist es zwar mittlerweile, mit ferngesteuerten oder autonomen Tauchfahrzeugen und Robotern Tiefen bis zu 8.000 Meter zu erreichen, die Ozeane reichen jedoch zum Teil deutlich weiter hinab und werden mit zunehmender Tiefe immer dunkler und mysteriöser. Welche Lebewesen, Pflanzen und Kleintiere auf dem Grund leben, ist bis heute nicht bekannt und wird wohl auch noch viel Zeit in Anspruch nehmen, um neue Entdeckungen zu machen.

Hervorgegangen sind die Ozeane aus einem Urozean, der als Urmeer in verschiedenen Schöpfungsmythen gleichfalls eine wichtige Rolle spielt. Bei der Entstehung der Erde besaß der Planet noch keinerlei Atmosphäre. Es gab unzählige Meteoriteneinschläge und Vulkanausbrüche, aus deren Magma und flüssigen Gesteinsschichten sich die Erdoberfläche bildete und durch die der Planet unter gewaltiger Hitzeeinwirkung seine Form annahm. In Gestein eingeschlossenes Wasser verdampfte und hüllte die Erde in Nebel, bis die Oberflächen allmählich abkühlten und sich das Urmeer bildete, das die gesamte Welt umspannte.

Die Entwicklung der Erde begann im ersten Äon, das auch Hadaikum oder Präarchaikum genannt wird. In dieser Zeit bedeckte der Urozean die komplette Oberfläche und war gleichzeitig nur zwei Kilometer tief. Mit der Bildung von Gräben stieg der Wassergehalt, während die zunehmenden Landmassen das Wasser allmählich verdrängten. Nach und nach bildeten sich mehrere Gewässer, die an Tiefe gewannen und sich ausdehnten.

Von den einstigen Urmeeren sind nur wenige Überreste überliefert, da sie im Vergleich zu den sich ebenfalls wandelnden Kontinenten ein eher kurzlebiges Gebilde waren. Heute werden mit dem Urozean die verschiedenen Ozeane der frühen Erdgeschichte definiert, die den Wasseranteil der Erde steigen ließen und wieder verschwanden. Sie nannten sich Hadaikum, Mirovia, Phanthalassa und Tethys.

Wie die Erde einem ständigen Wandel unterworfen ist, verändern sich auch die Wasserflächen. Die heutige Verteilung von Meer und Land und die Position aller Kontinente ist nur ein momentaner Zustand. Die Landmassen unterscheiden sich fundamental von den Tiefseeebenen der Meere, wobei die ozeanische Kruste fast vollständig unter den Meeren verborgen liegt.

Der einstige Urozean war extremen Bedingungen ausgesetzt, mit vorherrschenden Temperaturen von über 300 Grad und einer Atmosphäre, die zu 95 Prozent aus Kohlenstoffdioxid bestand. Flüssiges Wasser war nur durch den hohen atmosphärischen Druck möglich. Die ersten Lebensformen waren Cyanobakterien, die im Hadaikum etwa vor 3,5 Milliarden Jahren entstanden und erst nach etwa einer Milliarden Jahre zur Photosynthese fähig waren.

Das veränderte den Kohlenstoffdioxidanteil und sorgte für einen steigenden Sauerstoffgehalt. Weitere 1,1 Milliarden Jahre später, mit der Entstehung des Urkontinenten Rodinia und den durch Vulkane ausgelösten Magmaströmen im Erdinneren, bildeten sich neben Gebirgen und Gräben weitere Meere, zunächst das Urmeer Mirovia, dann der Mosambikozean und schließlich das Panthalassa.

Der älteste Ozean der Welt

Der wohl älteste Ozean der heutigen Zeit ist der Pazifik, der ca. 190 Millionen Jahre alt und gegenüber dem Alter der Erde vergleichsweise jung ist. Er entstammt dem weltumspannenden Panthalassa, der auch in die griechische Mythologie gefunden hat. Mit dem Seehandel wurden die Gewässer allmählich benannt und eingeteilt und sind so zu den Sieben Weltmeeren geworden. Sie unterliegen einem ständigen Wandel, wobei die Veränderung nach dem „Wilson-Zyklus“ verläuft und innerhalb von 200 bis 500 Millionen Jahren stattfindet.

Sobald sich Gesteinsschichten durch geologische Kräfte verformen, verbreitert sich der Graben und es entsteht die Öffnung eines Ozeans, in dem zentriert eine neue ozeanische Kruste hervortritt. Entsprechend kann im Laufe von 100 Millionen Jahren, aus einem Riss in der Kontinentalplatte ein neues Meer entstehen. Da jedoch auf der Erde bei der Bildung einer neuen Kruste immer auch eine Kompensation an anderer Stelle stattfindet, endet die Geschichte der Ozeane mit diesen Subduktionszonen, durch die die ozeanische Lithosphäre vollständig wieder in den Erdmantel zurückgedrängt wird.

Die einzelnen Ozeane und ihre Merkmale

Die fünf Ozeane speichern aufgrund ihrer Fläche große Mengen an thermischer Energie und Kohlenstoff. Nach Größe und Fläche eingeteilt ist der Pazifik mit einer Fläche von 166,2 Millionen Quadratkilometern der größte Ozean, gefolgt vom Atlantischen Ozean mit knapp 89,7 Millionen Quadratkilometer und dem Indischen Ozean mit 74,9 Millionen Quadratkilometern. Der Antarktische Ozean weist 20,3 Millionen Quadratkilometer und der Arktische Ozean 14,3 Millionen Quadratkilometer auf.

Neben der Fläche unterscheidet sich auch der Salzgehalt der Ozeane. Gegenüber dem Pazifik besitzt der Atlantik einen deutlich höheren Salzanteil, während das Nordpolarmeer und Nebenmeere wie das Mittelmeer oder das Rote Meer am salzigsten sind. Der Salzgehalt des Atlantiks liegt bei 3,54 Prozent, der des Pazifiks bei 3,45 Prozent und der des Indischen Ozeans bei 3,48 Prozent. Randmeere wie die Nordsee zeigen etwa einen Gehalt 3,5 Prozent, der bis zum Erreichen der Ostsee auf 2 Prozent fällt.

Wenn es um die Tiefe der Ozeane geht, gewinnt erneut der Pazifik mit einer maximalen Tiefe von 11.034 Metern, während der Atlantik 8.400 Meter aufweist. Die tiefste Stelle im Pazifischen Ozean stellt der Marianengraben dar, mit 11.000 Meter Tiefe. Der Indische Ozean ist 7.290 Meter und der Südliche Ozean 5.805 Meter tief. Der flachste Ozean ist der Arktische Ozean mit durchschnittlich etwa 1.000 Meter.

Der Pazifik als der größte Ozean der Welt

Die Hälfte aller Meeresflächen nimmt der Pazifik ein und ist damit der größte und gleichzeitig auch tiefste Ozean der Welt. Er wird auch Stiller Ozean genannt und grenzt an alle anderen Weltmeere. Benannt ist er nach dem einstigen Entdecker Ferdinand Magellan, der ihn mit seinen Segelschiffen ohne schwere Stürme überquerte und ihn aus Dankbarkeit den „Stillen“ oder „Friedfertigen“ nannte, auf Lateinisch „pacificus“.

Seine Küste erstreckt sich von Neuseeland über Australien, Ostasien bis nach Nord- und Südamerika. Er weist mit seinen Nebenmeeren ein Volumen von 714,41 Millionen Kubikkilometer auf und ohne diese 696,19 Millionen Kubikkilometer. Um den Ozean herum verläuft ein weit ausgedehnter Ring mit aktiven Vulkanen, der als der Pazifische Feuerring bezeichnet wird und bereits einige der gewaltigsten Erdbeben ausgelöst hat. Hier entstehen auch gefährliche Seebeben, die Tsunamis verursachen können.

Die Randmeere des Pazifischen Ozeans liegen vor der asiatischen und australischen Küste, mit einer Kette an Tiefseegräben und Inseln, darunter Japan, Sachalin, Vancouver Island oder dem Alexanderarchipel. Der sogenannte Point Nemo als die Stelle, die am weitesten vom Festland entfernt und unzugänglich ist, bildet der pazifische Pol, der zwischen Neuseeland und Chile liegt. Die Randmeere des Pazifiks sind unter anderem das Beringmeer, der Golf von Alaska, die Tasmansee, das Chilenische, Japanische und Chinesische Meer. Zu den Nebenmeeren gehören der Golf von Kalifornien, die Panama-Bucht, das Korallenmeer und die Philippinensee.

Der Atlantik und seine strategische Bedeutung

Als zweitgrößter Ozean grenzt der Atlantik an die Polarkreise und Meridiane des Kap Agulhas im Osten und des Kap Hoorns im Westen. Für sich besitzt er eine Fläche von 79 Millionen Quadratkilometern und erreicht mit seinen Nebenmeeren zusammen ganze 89.7 Millionen Quadratkilometer. Zusammen mit dem Arktischen Ozean nimmt er ein Fünftel der gesamten Erdoberfläche ein und befindet sich fast ausschließlich auf der Westhalbkugel der Erde, umgeben von der Arktis und dem Indischen Ozean.

Entstanden ist er vor etwa 150 Millionen Jahren, mit dem Auseinanderbrechen des Urkontinents Pangäa, und trennt heute Europa von Afrika und Amerika. Seinen Namen erhielt er durch die griechische Mythologie, mit der Bezeichnung „Atlanthis Thalassa“ oder „Meer des Atlas“. Die alten Griechen glaubten, dass hinter den Säulen des Herakles die Welt endete, wo im Westen der Titan Atlas das Himmelsgewölbe stützte.

Mit den Entdeckungsfahrten der Portugiesen und Spanier im 15. Jahrhundert fanden erste Überquerungen statt, die viel Zeit in Anspruch nahmen. Erst im 19. Jahrhundert, mit dem Bau des Sueskanals, wurde es möglich, durch das Mittelmeer zu fahren und auch Asien und Persien zu erreichen. Zuvor war es notwendig, das Kap der Guten Hoffnung zu umrunden. Für Großbritannien als damalige Seemacht war der Atlantik von großer strategischer Bedeutung und ist es für den Welthandel bis heute.

Der Ozean besitzt ein großes Wasservolumen von etwa 254,7 Millionen Kubikkilometer, mit einer maximalen Tiefe von 8.400 Metern, die im Milwaukeetief erreicht ist. Durch den Golfstrom aus der Karibik, der sich durch den Atlantik bis nach Grönland zieht, ist das Klima an der nordeuropäischen Küste verhältnismäßig mild. Wichtige große Inseln sind die Britischen Inseln, Island, Irland und Grönland, die Azoren, Bahamas und Bermudas, die Großen Antillen und die Kanaren.

Zu den Randmeeren des Atlantiks gehören unter anderem das Europäische Nordmeer, die Irmingersee, die Nordsee, die Ostsee, Baffin Bay, die Labradorsee, der Ärmelkanal, die Keltische und Schottische See, die Sargassosee, der Golf von Maine und der Sankt-Lorenz-Golf. Künstliche Verbindungen bilden der Sueskanal und der Panamakanal, die den Weg vom Pazifik zum Indischen Ozean ermöglichen.

Der Indische Ozean auf der Südhalbkugel

Auf der südlichen Halbkugel liegt der Indische Ozean als der drittgrößte aller Weltmeere, der mit seinen Wassertemperaturen von 22 bis 28 Grad auch gleichzeitig der wärmste ist. Er hat ein Volumen von 291,9 Millionen Kubikkilometer und grenzt an die Kontinente Asien, Afrika und Australien. Benannt ist der Ozean nach Indien, das wie ein Keil in ihn hineinragt. Größere Inseln sind Madagaskar, Sri Lanka, die Seychellen, die Malediven und die Inselstaaten von Indonesien.

Zu den Randmeeren, Meerengen und Golfen gehören unter anderem das Arabische Meer, die Straße von Mosambik, der Golf von Aden, das Rote Meer, der Persische Golf, die Andamanensee, der Golf von Bengalen und die Lakkadivensee. Durch das türkisfarbige und glasklare Wasser ist der Indische Ozean ein beliebtes Reise- und Urlaubsziel und besitzt weiße Sandstrände, üppige Palmenwelten und atemberaubende Unterwasserlandschaften.

Der Antarktische Ozean oder das Südpolarmeer

Der Antarktische oder Südliche Ozean gilt als der stürmischste der Welt und enthält die dichtesten und kältesten Wassermassen, die ganze Gebiete mit Packeis überziehen. Gemeinsam mit der Landmasse Antarktika bildet das Südpolarmeer die Antarktis. Typisch für diese Gewässer sind Tafeleisberge, die aus Schelfeisbruchstücke entstehen und für die Seefahrt gefährlich sind. Das komplexe Strömungssystem setzt sich aus antarktischem Oberflächenwasser, antarktischem Bodenwasser und zirkumpolarem Tiefenwasser zusammen, wodurch das kalte Wasser bis in den Atlantik abtransportiert wird. Der Prozess ist durch das Gefrieren und Abtauen bedingt, durch die in einigen Zonen ein starker Auftrieb entsteht.

Der Südliche Ozean hat ein Volumen von 71,8 Millionen Kubikkilometern. Wichtige Rand- und Nebenmeere sind die Amundsensee, die Bellingshausen-See, das Weddell-Meer und das Rossmeer. Im Bereich der Antarktis liegen die Südlichen Shetland- und die Orkneyinseln, die Balleny-Inseln, die Berkney- und Ross-Insel. Die Antarktis hat einen enormen Einfluss auf das Erdklima. Nicht nur hat sich in den letzten Jahren der Salzgehalt stark verändert und deutlich abgenommen, auch die stürmische Bewegung der Wassermassen bewirkt eine Speicherung großer Mengen an Kohlendioxid. Im Bereich des Nordatlantikstroms führt der Ozean relativ warmes Wasser an der Oberfläche.

Der Arktische Ozean oder das Nordpolarmeer

Rund um den Nordpol herum liegt der Arktische Ozean, der von den fünf Weltmeeren der kleinste und kälteste ist. Im Winter ist er zu zwei Dritteln vollständig mit Polareis bedeckt, so dass die Eismassen auf der Oberfläche kaum schmelzen. Von einigen Forschern wird er auch als Nebenmeer des Atlantiks betrachtet oder als interkontinentales Mittelmeer bezeichnet, während auf seinen Inseln die vier Pole der nördlichen Hemisphäre liegen. Im Norden grenzt der Ozean an Asien, Europa und Nordamerika und ist mit dem Atlantik durch das Europäische Nordmeer zwischen Skandinavien und Grönland und mit dem Pazifik durch die breite Beringstraße verbunden.

Weitere Randmeere des Ozeans bilden die Beaufortsee, die Lincoln- und Wandelsee, die Grönlandsee und das Weiße Meer, dazu die Ostsibirische See und die Hudson Bay. Es gibt fünf Flüsse, die im Nordpolmeer münden, der Ob, der Jenissei, die Lena, der Yukon River und der Mackenzie River. Inseln und Inselgruppen bilden die Banks-Inseln, das Franz-Joseph-Land, die Königin-Elisabeth-Inseln, Grönland, Island, die Neusibirischen Inseln, Spitzbergen und die Wrangelinsel.

Das Nordpolarmeer wird nur etwa drei bis fünf Monate im Jahr für die Schifffahrt genutzt, größtenteils über die Nordost- und Nordwestpassage. Aufgrund des Wechselspiels von Mitternachtssonne und Polarnacht enthält das Wasser photosynthetisierende Organismen wie Eisalgen und Phytoplankton, während hier auch Wale und Walrosse zu finden sind, die jedoch vom Aussterben bedroht sind.

Was ist der Unterschied zwischen einem Ozean und einem Meer?

Die Bezeichnungen „Ozean“ und „Meer“ werden heutzutage meistens synonym verwendet. Das ist nicht unbedingt falsch, dennoch gibt es kleine Unterschiede. Das Wort „Meer“ leitet sich von „meri“ ab, ein althochdeutscher Ausdruck für stehendes Gewässer, da über eine lange Zeit nicht zwischen einem See und einem Meer unterschieden wurde. Erst ab dem 16. Jahrhundert wurden verschiedene Bezeichnungen gewählt, die bis heute gültig sind.

Ein Meer ist eine ausgedehnte, das Festland umgebende Wassermasse und bedeckt einen großen Teil der Erdoberfläche. Gegenüber einem Meer ist ein Ozean jedoch wesentlich größer und stellt oftmals eine zusammenhängende Wasserfläche zwischen den Kontinenten dar. Während der Ozean von einem Kontinent umgeben ist und einen Basaltboden besitzt, liegen Meere auf einer kontinentalen Kruste und sind nicht von Kontinenten, sondern vielmehr durch einzelne Länder begrenzt. Dennoch hängen Meere immer mit Ozeanen zusammen, während es auch geschlossene Meere gibt, die über einen Fluss mit dem Ozean verbunden sind.

Eine Ausnahme bildet das Tote Meer, bei dem es sich nicht um ein tatsächliches Meer, sondern um einen abflusslosen See handelt, der vom Jordan gespeist wird, an Israel, Jordanien und Westjordanland grenzt und für das hypersaline Wasser und den hohen Salzgehalt bekannt ist, durch den schwimmende Menschen leicht auf der Oberfläche treiben können. Das Tote Meer enthält darüber hinaus mineralischen Schlamm, der eine gesunde therapeutische Wirkung hat.


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