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Der Grund, warum Weihnachten im Dezember gefeiert wird


Weihnachten ist das größte Fest der christlichen Welt. Gefeiert wird heutzutage die Geburt von Jesus Christus. Denn dies wird so in der Weihnachtsgeschichte berichtet. Sie beginnt mit einer Engelserscheinung. Denn der Mutter Marie prophezeite ein Engel, dass sie den Sohn Gottes zur Welt bringen wird.

Aufgrund einer vom herrschenden Kaiser Augustus angeordneten Volkszählung mussten sich die schwangere Maria und ihr Gefährte Joseph auf den Weg nach Bethlehem machen. Und dort wurde Jesus in einem Stall geboren. In der Umgebung des Stalls lebten Hirten, denen zu dieser Zeit von Engeln die Ankunft des Heilsbringers – des Messias – angekündigt wurde. Gleich machten sich die Hirten auf den Weg zu besagtem Stall, um die Geburt Jesu zu feiern.

Warum feiert man Weihnachten im Dezember?

Viele Kulturen orientierten sich Jahrhunderte lang am Lauf der Sonne und der Gestirne. Neben der Sommersonnenwende am 20., 21. oder 22. Juni kam der Wintersonnenwende am 21. oder 22. Dezember große Bedeutung zu. Dann werden die Nächte auf der nördlichen Erdhalbkugel wieder kürzer, das Licht wird stärker. Und so feierten beispielsweise die Germanen das Mittwinterfest, welches als Fruchtbarkeitsfest galt.

Im Zuge der Christianisierung sollten dann sämtliche heidnischen Rituale einen christlichen Hintergrund erhalten. Das Fest zur Wintersonnenwende wurde demnach zum Weihnachtsfest. Die Christen erzählten die Geschichte von der Geburt Jesus Christus, dem Sonn Gottes, um die Heiden von ihrem Glauben zu überzeugen. Durch Kultur gewann man Glauben, ohne dass man Waffen der Überzeugung brauchte.

Die Wikinger und Germanen glaubten bis dahin, dass ihre Gottheit Baldur zur Wintersonnenwende auferstehen würde. Der Gott des Lichtes hatte seine stärkste Kraft im Sommer zur Sommersonnenwende – an dem längsten Sonnentag des Jahres. Nach der Sommersonnenwende wurden die Tage kürzer und die vorchristliche Glaubenswelt gedachte an Balder, dem sterbenden Gott. Der kürzeste Tag des Jahres, die Wintersonnenwende (21.12.) soll Baldurs Wiedergeburt einläuten – da die Strahlkraft der Sonne wieder zunehmen wird. Der strahlende Gott wird demnach stärker, die Tage wieder länger und versprechen fruchtbare Ernten.

Im vorderen Orient und in Persien wurde gleichzeitig der Geburt des bedeutenden Gottes Mithras gedacht und die Römer feierten Sol invictus, den unbesiegten Sonnengott. Forscher gehen heute davon aus, dass das erstarkende Christentum im 3. Und 4. Jahrhundert die Geburt Jesu mit eben dieser Geburt der neuen Sonne gleichsetzte, nicht zuletzt um Anhänger anderer Kulturen für den christlichen Glauben zu gewinnen.

Die Christen begangen zunächst das Fest der Auferstehung zu Ostern und das Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar, bis ab dem 2. Jahrhundert Christi Geburt gefeiert wurde. Im Jahr 354 legte Papst Liberius das Datum des Weihnachtsfests auf den 25. Dezember fest. Aber erst die Mainzer Synode im Jahr 813 machte die Geburt Jesu zu einem theologisch fest verbrieften Kirchenfest. Die Anzahl der Festtage wurde damals von den Synodalen auf vier Tage bestimmt. Dann entwickelte sich das Weihnachtsfest schrittweise weiter.

Übrigens:
Von den ersten Aufzeichnungen an dauerte es noch lange bis zur Entstehung des Begriffs Weihnachten. Dann ist die Rede von ze wihen nahten oder von wihe naht. Dies bedeutet etwa geweiht oder heilig. Nahten oder Naht steht für Nächte oder Nacht.

Im Verlauf des 3. Bis zum 5. Jahrhundert wurde Weihnachten mehr und mehr zu einem bedeutendem Fest. Im 5. Und im 6. Jahrhundert avancierte es zum dritten christlichen Hochfest. Im 6. Bis 9. Jahrhundert entstand der Weihnachtsfestkreis. Dieser besteht aus den vier Adventssonntagen, dem Weihnachtstag am 25. Dezember und den Tagen bis zum 01. Januar.

Auch die nachfolgenden Tage bis zum 6. Januar gehören noch zu dem weihnachtlichen Festkreis. Zwischen dem 9. und dem 16. Jahrhundert bildeten sich nachfolgend verschiedene Formen des Festes heraus. Peu à peu wurde Weihnachten dann zu unserem romantischen, christlichen Familienfest.


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Über den Autor:

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