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Wofür stehen die Adventskerzen: Ursprung, Herkunft & Bedeutung


Die Tradition der Adventskerzen geht in seiner heutigen Form auf das 19. Jahrhunderts zurück. Von ursprünglich 24 Kerzen sind heute vier geblieben. Ihr von Woche zu Woche heller strahlendes Licht gilt als Symbol der Hoffnung und kündigt die Geburt Christi an.

  • 1. Kerze steht für Wiederkehr „Jesu“
  • 2. Kerze steht für den Propheten „Johannes der Täufer“
  • 3. Kerze steht für die „Vorfreude“
  • 4. Kerze steht für Marie, die Mutter von Jesus

Adventskerzen: Ursprung und Geschichte

Hamburg im Jahr 1839. Die Geschichte der Adventskerzen beginnt in einem alten Bauernhaus. Dort im sogenannten „Rauhen Haus“ gab der Pfarrer Johann Hinrich Wichern verwaisten und vernachlässigten Kindern aus ärmlichsten Verhältnissen ein sicheres Zuhause.

Im Jahr 1839 beschäftigte ihn der Gedanke, wie er seinen Kindern wohl die Tage bis Weihnachten verschönern könne. Denn wie alle Kinder konnten auch sie die lange Zeit bis zu den Feiertagen kaum abwarten und stellten immer wieder die Frage, wann denn nun endlich Weihnachten sei.

Mit dem Ergebnis seiner Überlegungen erschuf er einen wunderbaren Brauch. Ein altes Wagenrad wurde zum Holzkranz umfunktioniert und mit insgesamt 24 Kerzen verziert. 20 kleine rote Kerzen waren es und vier große weiße. Während der Andachten durften die Kinder nun in der Zeit vom ersten Advent bis zum Heiligen Abend täglich eine rote Kerze anzünden. Die weißen waren den Adventssonntagen vorbehalten.

Je mehr Kerzen brannten, desto näher rückte das Weihnachtsfest und desto größer wurde die Vorfreude. Bis heute leuchten im „Rauhen Haus“ in der Vorweihnachtszeit zwischen 18 und 24 kleine rote Kerzen, je nachdem, auf welches Datum der erste Advent fällt. Und so vermochte der Wichernsche Adventskranz die Herzen der Kinder zu erfreuen und ihnen gleichzeitig das Zählen beizubringen.

Erst im Laufe der Zeit entwickelte sich die Tradition, Kränze aus Tannengrün zu binden und diese mit vier Kerzen zu schmücken. Heute ist der Adventskranz ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der vorweihnachtlichen Zeit. Er erhellt dunkle Wintertage und steht mit seinem Leuchten für Freude, Liebe und das Warten auf die Geburt Christi.

Heutige Bedeutung der Adventskerzen

Mit dem vierten Sonntag vor Weihnachten beginnt die Adventszeit. Der erste Advent läutet zudem das neue Kirchenjahr ein. Das Wort „adventus“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Ankunft“. Licht gilt im christlichen Glauben als ein Symbol der Hoffnung und mit jeder entzündeten Kerze erstrahlt es heller.

Alle Beteiligten können deutlich sehen, dass der Heilige Abend naht und damit die Geburtsstunde und Ankunft von Jesus Christus. Dass es genau vier Kerzen sind, geht auf Papst Gregor den Großen zurück. Denn er war es, der im 6. Jahrhundert die Zahl der Adventssonntage auf die Zahl vier festlegte.

Die Farbe der Kerzen unterscheiden sich je nach Region. In katholischen Gegenden wird der Kranz vor dem Entzünden gesegnet und traditionell mit drei violetten und einer rosafarbenen Kerze geschmückt. Im Erzgebirge werden rote Kerzen bevorzugt. Und so mancher Adventskranz hat in seiner Mitte eine fünfte Kerze, die erst am Heiligen Abend entzündet wird. Die Tradition besagt, dass die Kerzen nacheinander im Uhrzeigersinn entzündet werden sollten. Demnach wäre es falsch, am zweiten Advent die gegenüberliegende Kerze zu entzünden.

Kerzenschein ist ein wichtiger Bestandteil einer besinnlichen Vorweihnachtszeit. Draußen wird es früher dunkel, Plätzchenduft liegt in der Luft und hinter den Türen der Adventskalender warten Schokolade und Überraschungen. Das sonntägliche Anzünden der Kerzen erweckt Vorfreude auf Weihnachten und kann von Gedichten und Lieder begleitet werden.

Besonders eignet sich hierfür das Adventslied „Wir sagen euch an den lieben Advent“, das mit seinen vier Strophen die vier Adventssonntage musikalisch begleitet. Bis heute gilt das immer heller werdende Kerzenlicht als Zeichen der Hoffnung, das kalte und dunkle Tage erhellt und stimmungsvoll auf das Weihnachtsfest einstimmt.


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Über den Autor:

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