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Wer waren die Mykener: Ursprung und Geschichte


Als Mykener werden die Bewohner der Stadt Mykene bezeichnet. Die Stadt lag im antiken Griechenland. Die mykenische Provinz gilt neben der minoischen Kultur, welche Kreta prägte – als einflussreichste Stadt der Vorantike Griechenlands.

Später war Mykene eine der reichsten Städte des antiken Griechenlands. Sie wird in zahlreichen Sagen und Mythen erwähnt. Diese Geschichten haben schon früh Schatzsucher und Hobby-Archäologen in ihren Bann gezogen. Die Mykener galten als besonders reiches Volk, da sie sich sehr geschickt auf den Aufbau und die Pflege von Handelsbeziehungen verstanden.

Archäologische Funde wie Scherben von Vasen, Schmuck oder Überreste von Siedlungen zeigen, dass die ersten Mykener bereits in der Jungsteinzeit, also ab ca. 3.500 vor Christus in der Gegend nördlich von Argos auf dem Peloponnes sesshaft waren. Nach ihr benannt ist die mykenische Kultur, die eine der Blütezeiten der griechischen Geschichte markiert. Seit 1999 ist Mykene UNESCO Weltkulturerbe.

Wofür waren die Mykener berühmt?

Die Mykener sind für ihre Goldschätze weltberühmt. Ihre Berühmtheit verdanken die Bewohner von Mykene vor allem den griechischen Heldensagen. Die berühmteste davon – die Ilias – nennt König Agamemnon von Mykene als einen der Anführer im Kampf der Griechen gegen die Trojaner. Da diese eine mächtige Konkurrenz im internationalen Handel waren, sahen die Mykener in diesem Krieg ihre große Chance.

Die Entführung der griechischen Prinzessin Helena durch den Prinzen Paris war dafür nur ein Vorwand. Bei seiner Heimkehr nach Mykene wird eindrucksvoll beschrieben, wie König Agamemnon das weltberühmte Löwentor von Mykene durchschreitet. Es gilt als Wahrzeichen der Stadt und kann noch heute dort besichtigt werden.

Die griechischen Heldensagen berichten aber auch von unermesslichem Reichtum, den die mykenischen Krieger von ihren Beutezügen mit nach Hause brachten. Schätze aus Gold und Silber wurden erwähnt, die Jahrhunderte später von Archäologen tatsächlich auch gefunden wurden. Die Mykener verfügten auch über eine eigene Schrift. Die Linear B Schrift wurde auf zahlreichen Tonscherben, Tafeln und Vasen vorgefunden, und konnte mittlerweile auch teilweise schon entschlüsselt werden.

Die Schätze der Mykener

Neben dem Löwentor ist die „Goldmaske des Agamemnon“ der bekannteste Teil des mykenischen Erbes. Die Maske trägt zwar seinen Namen, ob sie wirklich dem berühmtesten aller Könige dort gehört hat, ist aber unsicher. Die Forscher, die besonders im 19. Jahrhundert dort gegraben haben, wollten ihre Funde natürlich auch medienwirksam vermarkten. Daher stammt diese Bezeichnung.

Je mehr Aufmerksamkeit sie für ihre Ausgrabungen gewinnen konnten, desto mehr Förderer und Geldgeber konnten angeworben werden. Dafür sorgte ein weiterer wichtiger Schatzfund: der so genannte „Nestorbecher“. Dieser Kelch aus reinem Gold ist sehr kunstvoll gearbeitet. Aber auch bei ihm ist der Name nur Spekulation. Niemand weiß wirklich, wem das wertvolle Stück gehört hat. Sein Namensgeber war jedenfalls auch ein prominenter Held aus der Ilias. Der „Nestorbecher“ kann heute im Archäologischen Nationalmuseum von Athen bewundert werden.

Die historische Bedeutung der Mykener

Mykene hat Forscher*innen noch immer viel zu bieten. Längst hat die sagenhafte Stadt Mykene nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben. Das Volk der Mykener wird auch im 21. Jahrhundert noch Archäologen und Historiker mit Spannung neue Funde erwarten lassen. Jeder neue Fund kann der Schlüssel zur Lösung eines weiteren Rätsels ein. Denn solche hat Mykene immer noch zu bieten. Große Teile der Siedlungen sind noch unerforscht.

Viele Gräber konnten zwar lokalisiert, also: entdeckt, aber noch nicht ausgegraben werden. Von der Linear B Schrift sind bislang nur 90 Zeichen entschlüsselt worden. Neue Funde könnten auch hier die Forschung voranbringen. Ethnologen, die sich mit Volks- und Sagenkunde befassen, warten noch immer auf Beweise, dass Agamemnon und andere Prominente dort wirklich einmal gelebt haben. Und die „Ilias“ hätte somit nicht nur Märchen, sondern Fakten überliefert.


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