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Funktion


Die Funktion (lateinisch: functio = Tätigkeit) beschreibt eine Wirkung, Tätigkeit oder Aufgabenerfüllung – welche von einer Variablen, einer Eigenschaft oder einem Merkmal ausgehen. Dabei dienen Variablen und Merkmalsausprägungen als Ursprung bzw. Voraussetzung für das Entfalten der Funktion.

Der Wirkungszusammenhang zwischen den einzelnen Ausgangspunkten (zb. Merkmal, Eigenschaft usw.) und den messbaren Funktionen wird als Funktionsweise bezeichnet. Funktionsträger sind dabei die verantwortlichen Einheiten eines Systems, welche die Funktion abbilden oder ausführen.

Aus dieser allgemeinen Definition lassen sich verschiedene Funktionsbegriffe ableiten, welche in Arbeitsorganisationen, der Mathematik, den Naturwissenschaften und der Informatik genutzt werden.

Mathematische Funktion

Die mathematische Funktion stellt eine Beziehung zwischen zwei Mengen her. Dabei wird einem Element aus Menge A genau ein Element der Gruppe B zugeordnet. Zwischen beiden Elementen ergibt sich ein mathematischer Zusammenhang, welche als mathematische Funktion dargestellt wird.

Existiert beispielsweise eine Menge mit den Zahlen {6,8,10} und eine zweite Menge mit den Zahlen {1,2,3} dann besteht ein Zusammenhang – welcher sich durch die Funktionsgleichung 2*x+4 ausrücken lässt. Setzt man für die Variable x die Zahlen 1, 2 oder 3 aus der Menge B ein – ergeben sich die Elemente aus Menge A {6,8,10}.

Funktionen in der Informatik

Bei der Programmierung werden Ablaufroutinen eingesetzt, welche im Computerprogramm ganz bestimmte Aufgaben übernehmen. Diese Routinen werden, je nach Programmiersprache, als Methode oder Funktion bezeichnet.

Um diese Abläufe zu gewährleisten – werden, innerhalb der Funktionen, Variablen verarbeitet. Diese können in der Funktion definiert werden, weshalb man diesen Variablentyp als Funktionsvariable oder lokale Variable bezeichnet. Damit die Funktion arbeiten kann, müssen die Variablen einen Ausgangswert zugewiesen bekommen, welcher einer Merkmalsausprägung gleichkommt.

Die Variablen und deren Merkmalsausprägungen (Werte) dienen in der Funktion als Parameter, um den Ablauf und das Ergebnis der Funktion in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken. Die Funktion gibt dann entweder einen Wert zurück oder führt eine bestimmte Tätigkeit aus. Falls die Funktion lediglich Rückgabewerte erzeugt, können diese Variablen mit bestehender Merkmalsausprägung in anderen Funktionen eingesetzt werden, um dort weiterverarbeitet zu werden. Somit handelt es sich dann um globale Variablen, welche dem ganzen Programm zur Verfügung stehen.

Funktionen in Arbeitsorganisationen, Unternehmen

In Betrieben, Unternehmen und anderen Organisationen dienen Arbeitnehmer als Funktionsträger, welche zur Lösung bestimmter Aufgaben beitragen oder für diese gänzlich verantwortlich sind. Das jeweilige Aufgabengebiet und das Ergebnis dieser Aufgabenerfüllung ist als Funktion zu verstehen.

Funktionen in der Naturwissenschaft

In einem biologischen Zusammenhang erfüllen Organe, Zellen, Lebewesen oder Lebensräume bestimmte Aufgaben, welche im jeweiligen System eine übergeordnete Bedeutung haben. So sind beispielsweise Organe und Zellen spezifische Funktionsträger im Gesamtsystem des Organismus. Verschiedenartige Lebewesen erfüllen Funktionen innerhalb eines ökologischen Systems oder eines Lebensraumes, wodurch diese dort als Funktionsträger fungieren.

Psychische Fähigkeiten, Funktionen und Kräfte: Zusammenhang und Bedeutung

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In der wissenschaftlichen Psychologie betrachtet man Fähigkeiten, Kräfte und Funktionen, welches das Erleben, Verhalten und Handeln beeinflussen. Denn nicht nur die Vertreter des Behaviorismus sind an den Zusammenhängen von Reiz und Reaktion interessiert. Sämtliche Reize aus der Umwelt und auch die aus unserem Inneren beeinflussen unser Denken und Handeln. Doch […]