Skip to main content

Warum heißt die Stockente so? Namensherkunft und Bedeutung


Der wissenschaftliche Name der Stockente lautet Anas platyrhynchos. Diese Bezeichnung rührt aus dem Altgriechischen und das hintere Wort „platyrhynchos“ bedeutet Breitschnabel, welches die Entenart und ihr charakteristisches Merkmal – innerhalb einer systematischen Familie – beschreibt. Das vordere Wort Anas deutet auf die Familienzugehörigkeit dieser Entenart hin. Denn Stockenten stammen aus der Familie der Entenvögel (Anatidae).

Der geläufige Name der Entenvögel lautet allerdings Stockente, was auf ihre eigentümliche Lebensweise hindeutet. Außerdem existieren verschiedene Rassen, wodurch auch eine Unterscheidung in Wildente oder Flugente getroffen wird.

Warum heißen Stockenten so?

Ein Stock ist ein unbehandeltes Holzstück, welches von einem Baum oder einem Strauch stammt. Es handelt sich somit um einen Sammelbegriff, welcher Zweige und Äste einbezieht. Diesem Teil der Pflanze verdankt die Stockente ihren Namen. Denn Stockente nisten mitunter an ungewöhnlichen Plätzen. Dies machen sie nicht immer, aber so häufig, dass der Volksmund sie als Stockenten bezeichnet.

Stockenten sind eigentlich Bodenbrüter, welche im Schilf ihre Nistplätze einrichten. Doch während ihrer Brutzeit bauen sie ihre Nester gelegentlich auch auf Häuserdächern, welche früher eigentlich nur mit Holz verkleidet waren. Oder die Tiere nisten auf Zweigen (Reisighaufen), welche Förster zu einem Haufen zusammengeschoben haben. Das Wort Aufstockung beschreibt die Arbeit, welche dabei unternommen wird.

Auch abgeholzte Bäume, bei denen nur noch der Stumpf übrigblieb, können als Nistplatz dienen. Dadurch, dass die Tiere auf diesen Aufstockungen nisten oder auch im Weidenstock zu finden sind, erhielten sie ihren Namen aus der Umgangssprache heraus, welcher die direkte Lebensweise der Tiere beschreibt. Denn, dass Entenvögel diese Nistplätze wählen – welche nicht direkt am Wasser liegen – ist sehr ungewöhnlich.

Unterschied Stockente zur Wildente

Stockente nisten praktisch überall und brauchen nicht zwingend einen See oder ein anderes Gewässer. Dies hat einen enormen Vorteil für die Tiere. Denn aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit bei der Nistplatzsuche ist die Stockente eine der weitverbreitetsten Schwimmenten in Europa und Asien.

Auch in Nordamerika und Australien leben Stockenten und ihre Robustheit und Flexibilität führte dazu, dass der Mensch diese Tierart als Haustier nutzbar machte. Nahezu alle Haustierenten stammen ursprünglich von der Stockente ab. Denn das anspruchslose Nistverhalten der Tiere macht die Nachzucht für Züchter sehr einfach. Bei anderen Entenarten würde dieser Vorgang deutlich komplizierter werden.

Da es Haustierformen der Stockente gibt, werden die Urformen oder Wildformen auch als Wildente bezeichnet. Diese Begriffe stammen allerdings hauptsächlich aus der Jägersprache oder der Gastronomie, um zu zeigen, dass die Tiere in Freiheit bejagt wurden.

Unterschied Stockente zur Märzente

Die Märzente oder Merzente ist eine weitere, allerdings veraltete, Bezeichnung der Stockente. Dadurch, dass Nist- und Brutzeit der Stockenten auf den Monat März fällt, wählte man ursprünglich diese Bezeichnung. Doch die umgangssprachliche Betitelung löste allmählich den alten Begriff ab, weshalb dieser nur noch in älterer Fachliteratur zu finden ist.


Tasse

Wie gefiel dir der Beitrag?

Vielleicht möchtest du auch in Zukunft mehr solcher Beiträge lesen.

Aber du solltest wissen...

ScioDoo.de ist ein Projekt, welches von mir freiwillig und mit hohem Aufwand vorangetrieben wird.

Wenn du ScioDoo nützlich und hilfreich findest, bitte ich dich, das Projekt mit einer kleinen Spende zu unterstützen.

Schon der Preis einer Tasse Kaffee kann reichen, um morgen wieder weiter zu machen.

Mehr erfahren


Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Aber nicht nur das...

Gleichzeitig will ich das Wissen recht unterhaltsam servieren, so dass du vielleicht mal wiederkommst.

Ich weiß selbst, dass dieser Ansprung enorm ist.

Aber deshalb arbeite ich auch jeden Tag an mir und an diesem Projekt, so dass du auch jeden Tag neues kostenloses Wissen bekommst.

Nicht schlecht, oder?

Also bis später vielleicht.

LG Mathias Mücke