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Warum nennt man Kot auch Aa: Herkunft, Ursprung und Bedeutung


Bereits im 19. Jahrhundert war das Wort „Aa“ so geläufig, dass es in dem Deutschen Wörterbuch von den Brüdern Grimm festgehalten wurde. Das Deutsche Wörterbuch(DW)ist das größte und umfassendste Wörterbuch der deutschen Sprache und beinhaltet Worte und deren Definitionen, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Wurde ein Wort darin aufgenommen, war es etabliert. Das zeigt, wie verbreitet und alltäglich die Bezeichnung „Aa“ auch schon damals war.

Die Definition von Aa im DW besagt, dass das Wort ein uralter kindersprachlicher Ausdruck für die vergleichsweise unanständigen Begriffe „koth“ oder „dreck“ ist, und dann benutzt wird, wenn man mit Kindern oder vertraulich spricht. Heißt: Muss man vor Gesellschaft erwähnen, dass man oder das Kind zur Toilette muss, benutzt man „Aa“ als Alternative.

Etymologie des Begriffs „Aa“

Um die Etymologie des Begriffs zu erklären, ist erst einmal wichtig zu definieren, was dies überhaupt bedeutet. Etymologie stammt aus dem Altgriechischen und bezeichnet die Geschichte und Herkunft eines Wortes oder der Worte im Allgemeinen. Es ist also ein Synonym vor Wortherkunft.
Welche Worthekunft, Etymologie, hat „Aa“ oder „Aa machen“ also?

Ganz klar ist das nicht. Es gibt jedoch einige Behauptungen, die kursieren und so auch sinnig sind.
Eine Erklärung ist, dass Aa kurz für „analer Abgang“ ist. Dies ist jedoch nicht bewiesen und reine Spekulation, würde allerdings Sinn ergeben.
Wahrscheinlicher ist eine andere Herleitung. Ein Ausdruck höchster Anstrengung ist und war schon immer der Ausruf „ah!“. Ob Schmerz, Freude, körperliche Anspannung oder Anstrengung, das „A“ ist Bestandteil des Ausrufes. Das einmal grundlegend.

Sieht man sich den Eintrag im Deutschen Wörterbuch an, erkennt man leicht, dass Begriffe wie Kot, Dreck oder Notdurft verrichten anstößig waren. Daher musste ein gesellschaftstaugliches Wort her. Heutzutage wird ja auch immer noch umschrieben, was als unanständig gilt. Weiterhin ist die Sprachentwicklung beim Kleinkind ein schwieriger und langwieriger Prozess. Wort- und Klangfolgen können nicht sofort verarbeitet und wiedergegeben werden.

Kleine Kinder, kleine Worte. Einfache Laute sind für Babys und Kleinkinder nachahmbar. Lautmalerische Interjektionen werden von Kindern besonders schnell verarbeitet. Das bedeutet, Ausrufe, die Geräusche nachahmen; wie: Aha, Aua, Huhu, Hatschi, Dingdong und eben Aa. Im Prinzip nur kurze Laut- und Klangimitationen.

So wurde die Interjektion „ah“ aufgegriffen, die Babys, Kleinkinder und manchmal auch Erwachsene beim Verrichten der Notdurft ausstoßen, verdoppelt und in ein Wort verwandelt. Ein Wort, das in fast jedem Alter und fast jeder Stufe der Sprachentwicklung genutzt werden kann.

Welche Vorteile bringt eine Wortvereinfachung in Lautsprache

Wie bereits angedeutet, bringt die Lautsprache etliche Vorteile. Kleinkinder können schneller an der Gesellschaft teilhaben als ohne. Weshalb? Weil Kommunikation mittels Sprache die größte Schnittstelle aller ist. Babys und Kleinkinder können sich natürlich auch mittels Körpersprache ausdrücken, doch sprechen bringt ein Gesellschaftsgefühl.

Auch Eltern und Erwachsene im Allgemeinen profitieren von Lautsprache, da der Frust sinkt, wenn Kinder sich verständlich äußern können.
Und nicht nur Kinder haben Schwierigkeiten mit langen und komplizierten Worten. Es gibt genug Erwachsene mit Sprachproblemen. Sei es aufgrund einer Erkrankung oder weil Deutsch nicht die Muttersprache ist. Hier sind solche einfach Worte ebenfalls sehr hilfreich.
Oft wird gesagt, dass Kinder, die zuerst die sogenannte „Babysprache“ erlernen, dann alles doppelt und sich neu auszudrücken lernen müssen. An und für sich richtig, ja. Doch nicht hinderlich. Im Allgemeinen ist es doch so, dass mit Alter und Erfahrung der Wortschatz wächst und alte durch neue, bessere Begriffe ersetzt werden.

Mit der Größe des Kindes passen sich dann eben auch Wortschatz und Wortlänge an.
Ist ein Wort für ein Baby besonders schwer, so bringt man ihm doch lieber die einfache Version bei, dass es sich erst einmal grundlegend ausdrücken kann. Wenn die Sprache besser wird, ist das Wort schnell rasch. Kinder lernen unheimlich schnell.
Daher hat die Babysprache, Lautsprache, keine klar erkennbaren Nachteile.

Kot wurde schon weit vor dem 19. Jahrhundert Aa genannt. Es ist ein lautmalerischer Ausdruck, der besonders gern in der Öffentlichkeit und bei Kindern benutzt wird, um die Kommunikation zu erleichtern und alle Wortalternativen zu entschärfen und sie Gesellschaftstauglich zu machen. Die genaue Entstehungsgeschichte des Begriffes ist unklar, jedoch logisch herzuleiten.