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Zentralität


Zentralität ist die Konzentration bzw. das Fokussieren auf nur ein oder nur wenige Merkmale in einem System. Das zentrale Merkmal kann, aber muss nicht, dem örtlichen Mittelpunkt entsprechen. Stattdessen kann es der Punkt oder das Element sein, in welchem Informationen oder Energien zusammenlaufen, gebündelt oder verändert werden – wodurch sich eine größere Bedeutung für das Gesamtsystem einstellt. Im deutschen Sprachgebrauch finden sich Redewendungen, wie zum Beispiel: „im Mittelpunkt des Interesses“.

In der Anatomie des Menschen gilt das Herz als zentrales Element, welches an vielen lebenswichtigen Funktionen beteiligt ist. Das Gehirn ist das zentrale Element des Nervensystems und der Magen ist der bedeutendste Bestandteil des Verdauungssystems. Alle Einheiten stellen eine übergeordnete Bedeutung für den Organismus dar, liegen allerdings nicht im örtlichen Mittelpunkt – sondern im Mittelpunkt des Geschehens, da dort Informationen, Substanzen oder Energien zusammenfließen, verändert oder hergestellt werden.

Das Stadtzentrum muss nicht der örtliche Mittelpunkt einer Stadt sein, stellt allerdings die wichtigste Einheit für das soziale Zusammenleben und die Versorgung der Einwohner dar. Somit ist auch hier die Zentralität gegeben, aufgrund der höheren Bedeutung. Weiter gilt die Hauptstadt eines Landes als Mittelpunkt des Staates, da hier Gesetze und Richtlinien erlassen werden – welche Auswirkung auf das gesellschaftliche, soziale und ökonomische System haben.