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Kleinster Knochen beim Menschen – Wieso je kleiner desto besser ist

kleinster menschlicher knochen

1. Trommelfell 2. Hammer & Amboss 3. Steigbügelknochen 4. Innenohr

Der kleinste Knochen beim Menschen ist der Steigbügelknochen im Ohr.
Dieser ist, je nach Mensch, gerade einmal 2,6 bis 3,4 Millimeter lang und wiegt zwischen 2 und 4,3 Milligramm.

Der kleinste menschliche Knochen sitzt somit im Ohr.
Dass dieser Knochen so klein ist, hat etwas mit unserer Hörleistung zu tun.
Wenn dieser nämlich größer wäre, würdest du schlechter hören.

Wieso? – Das erfährst du in diesem Beitrag.

Aufgabe des Steigbügelknochen im Mittelohr

Den Namen verdankt der Steigbügelknochen seinem Äußeren.
Denn dieser sieht dem Steigbügel eines Sattels schon sehr ähnlich.

Neben dem Steigbügelknochen sitzen der Hammer und Amboss ebenfalls in der Paukenhöhle des Mittelohres.

Welche Aufgabe hat der Knochen?
Er vibriert.
Denn sobald das Trommelfell, links im Bild, Schallwellen empfängt – überträgt es diese an Amboss und Hammer.
Dabei wird zuerst das Trommelfell in Schwingungen versetzt.
Aber durch die Verbindung der Knochen mit dem Fell werden die Vibrationen weiter gegeben.

Letztlich hat der Steigbügelknochen einen Anschluss ans Innenohr und kann deren Nerven ganz fein stimulieren.
Im Innenohr werden dann die Nervenimpulse übersetzt und an das Gehirn weitergeleitet.

Und die Größe des Knochens ist dabei sehr entscheidend.
Denn je größer und massiver ein Knochen ist, umso schwieriger ist es – diesen zu bewegen.
Da die Schallwellen, welche auf das Trommelfell einströmen – dieses nur ganz leicht zum Schwingen anregen – braucht es einen sehr kleinen Knochen – welcher mitschwingt.

Der Steigbügelknochen im Mittelohr dient somit als Leitstation bzw. Übersetzer zwischen Innen- und Außenohr.
Umso kleiner der Knochen ist, umso besser lässt er sich in Schwingung setzen und umso feinere Geräusche können wahrgenommen werden.

Der kleinste menschliche Knochen besitzt einen Verstärker

Jetzt stellt sich die Frage:

Geht durch die Übertragungen nicht Hör-Energie verloren?

Schließlich muss doch eine mechanische Übertragung vom Trommelfell auf Amboss und Hammer stattfinden und dann weiter zum Steigbügel geleitet werden.
Da könnte doch zwischendurch so einiges an der Übertragung verloren gehen, oder?

Schau dir einmal das Bild ganz genau an.
Die Fläche des Trommelfelles ist um ein Vielfaches größer, als die Angriffsfläche zwischen Steigbügel und Innenohr.
Dies dient als Verstärker.
Denn somit kann eine Druckerhöhung stattfinden.

Du kannst dir dies wie bei einem Nagel vorstellen.

  • Unten, an der Spitze, besitzt der Nagel einen sehr kleinen Druckpunkt.
    Dadurch kann man ihn problemlos in eine Wand drücken bzw. schlagen.
  • Am anderen Ende hat der Nagel einen Kopf mit größerer Angriffsfläche.
    Dort wird draufgeschlagen und somit Druck ausgeübt.
  • Wäre der Nagelkopf noch größer, könntest du noch mehr Druck aufbauen.
  • Und wäre die Spitze breiter, müsstest du mehr Kraft aufwenden – um den Nagel in die Wand zu schlagen.
  • Optimal wäre somit ein großer Nagelkopf, bei dem Druck entsteht – und eine schmale Nadelspitze, welche den Druck ausnutzt.

Also ein Verhältnis von groß zu klein.
Und genauso ist es im Mittelohr.
Das Trommelfell ist besonders groß und der Steigbügelknochen am anderen Ende ist der kleinerste menschliche Knochen.
Somit wird der Schalldruck innerhalb des Mittelohres verstärkt.

Aber….
Natürlich kommt nicht alles an, was auf das Trommelfell wirkt.
Gerade höhere Frequenzen oder besonders niedrige Frequenzen gehen verloren.
Ist das Gehör, zum Beispiel durch Krach geschädigt, nimmt die Leistung weiter ab.

Aber im mittleren Tonbereich werden fast 2/3 alle Schallwellen übertragen.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Aber nicht nur das...

Gleichzeitig will ich das Wissen recht unterhaltsam servieren, so dass du vielleicht mal wiederkommst.

Ich weiß selbst, dass dieser Ansprung enorm ist.

Aber deshalb arbeite ich auch jeden Tag an mir und an diesem Projekt, so dass du auch jeden Tag neues kostenloses Wissen bekommst.

Nicht schlecht, oder?

Also bis später vielleicht.

LG Mathias Mücke


Tasse

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