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Warum hat der Mensch zwei Augen – Erfahre das Geheimnis des Binokulärsehen


Der Mensch hat bekanntlich zwei Augen.
Dies bringt einige evolutionäre Vorteile mit sich.

Fünf, dieser Vorteile, möchte ich dir jetzt vorstellen.

1. Ein Mensch mit zwei Augen kann binokulär Sehen.

Binokulärsehen bedeutet, dass linkes und rechtes Auge gemeinsam sehen.
Das Gegenteil vom binokulären Sehen ist das Monokularsehen, mit nur einem Auge.

Durch das gemeinsame Sehen zwischen rechten und linken Auge, entstehen zwei Bilder – welche sich allerdings überlappen.
Dies nennt man Simultansehen.

Das Wort simultan bedeutet gleichzeitig.
Denn letztendlich entsteht nur ein Bild im Kopf des Betrachters.
Beide Bilder werden zwar gleichzeitig erstellt, verschmelzen aber dann zu einem Bild.

Bei vielen Tieren findest du ebenfalls zwei Augen vor.
Doch diese sehen mitunter unterschiedliche Bilder.

Wieso?
Dadurch, dass die menschlichen Augen nach vorn gerichtet sind – können wir beide Bilder gleichzeitig und als nur ein Bild wahrnehmen.

2. Zwei Augen sorgen für ein großes Sichtfeld

Ein Panoramablick ist nur mit zwei Augen möglich.
Denn durch das nach vorn gerichtete Augenpaar lässt sich die größte Sichtweite erreichen.
Der Blickwinkel rechts und links geht soweit, dass wir den Raum nahezu als Ganzes erfassen können.

Diesen Umstand verdanken wir, dass unser Gesichtsfeld enorm groß ist.
Dadurch nehmen wir auch die äußeren Ränder des Sichtfeldes war.
Und diese äußeren Ränder erblicken unsere Augen an der Seite, aber auch oben und unten.

3. Durch zwei Augen ist ein räumliches Sehen möglich

Evolutionär gesehen sind Menschen, Raubtiere.
Durch unser Augenpaar, welches nach vorn gerichtet ist, können wir den ganzen Raum erblicken.
Wir können somit räumlich sehen.

Somit ist es uns möglich, dass wir Beutetiere besser erkennen und ausfindig machen.
Unsere Vorfahren konnten aufgrund dieser Umstände, ihre Jagdchancen besser einschätzen und sich innerhalb der Jagdgruppe besser organisieren.

Auch andere Raubtiere, wie Löwe, Tiger oder Wölfe besitzen zwei Augen – welche nach vorn sehen.
Und auch bei denen sorgt dieses Vorwärtsschauen für ein räumliches Bild.

Reine Fluchttiere, wie Frosch oder Gazellen besitzen zwar ebenfalls zwei Augen.
Diese befinden sich aber an der Seite.
Dadurch ist ein räumliches Sehen nicht möglich, aber die Umwelt kann besser abgeschätzt und gescannt werden.
Somit können nahende Angreifer – rechts und links – frühzeitig erkannt werden.

Ob die Natur eine bestimmte Tierart, als Flucht- oder Raubtier geschaffen hat, lässt sich somit auch an den Augen erkennen.

4. Der Mensch kann Entfernungen abschätzen

Das nach vorn blickende Augenpaar ermöglicht uns das räumliches Sehen.
Dies bringt aber einen weiteren Vorteil mit sich.
Und zwar können wir Entfernungen einschätzen.

Entfernungen einschätzen zu können, bringt hochkomplexe Möglichkeiten.
Hier ein paar davon:

  • Jagdstrategien entwickeln
  • Terrain einschätzen
  • Szenarien planen

Nur durch die Fähigkeit, Entfernungen einzuschätzen – sind Raubtiere, zu denen der Mensch ebenfalls zählt, in der Lage – sich anzuschleichen und im geeigneten Augenblick anzugreifen.

5. Ein Auge als Ersatz

Natürlich hat die Natur auch daran gedacht.
Jedes Tier verlässt sich auf seine Sinne.
Und für Menschen ist der Sehsinn sicherlich einer der bedeutendsten Sinne.

Und ohne Augenlicht, wäre der frühere Steinzeitmensch völlig hilflos gewesen.
Deshalb hat die Natur bei uns Menschen, wie auch bei vielen Tieren, zwei Augen eingerichtet.

Ein Auge dient somit als Ersatzauge.
Denn auch auf einem Auge lässt sich sehen.
Und Tiere, wie Menschen sind nicht völlig hilflos, sobald ein Auge zerstört ist.

Du siehst es selbst…
Die Frage „Warum hat der Mensch zwei Augen?“, lässt sich nicht an einer Eigenschaft festmachen.
Vielmehr sind es verschiedene Aspekte, weshalb das Binokulärsehen so erfolgreich war und ist.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Aber nicht nur das...

Gleichzeitig will ich das Wissen recht unterhaltsam servieren, so dass du vielleicht mal wiederkommst.

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Also bis später vielleicht.

LG Mathias Mücke


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