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Die 4 Unterschiede zwischen grünen und schwarzen Oliven


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Grüne Oliven sind die unreifen Früchte des Olivenbaumes, während schwarze Oliven die reifen Früchte sind. Dadurch schmecken grüne und schwarze Oliven unterschiedlich und enthalten andere Zusammensetzungen von Vitaminen und Mineralstoffen. Es handelt sich aber um dieselbe Frucht, die nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten geerntet wurde.

Was sind grüne und schwarze Oliven?

Oliven sind die Früchte des Olivenbaumes. Es handelt sich dabei um eine Steinfrucht und damit um Obst. Der Olivenbaum wird seit etwa 6000 Jahren vom Menschen kultiviert.

Olivenbäume wachsen im mediterranen Raum. Die Oliven sind rundlich und messen ein bis zwei Zentimeter im Durchmesser.
Die Ernte zieht sich oft über mehrere Monate, da die Oliven in Schüben reifen. Einen Baum an einem Tag abzuernten, ist möglich. Allerdings erhält man dabei Oliven in unterschiedlichen Reifegraden.

Die Olive durchläuft mehrere Farbwechsel während ihrer Reifung. Zu Beginn ist sie (oliv-)grün. Später wird sie violett. Am Ende ist die Frucht dunkelblau und wirkt auf den ersten Blick schwarz.

Die Ernte erfolgt meist mithilfe von Erntemaschinen, die die Oliven von den Bäumen schütteln. Eine andere Methode ist das Abtrennen ganzer Äste, die, je nach Größe, als Brennholz verkauft oder direkt verbrannt werden. Dabei wird der Baum gleichzeitig zurückgeschnitten und in einer erntegerechten Größe gehalten.

Seltener werden die Oliven vollständig von Hand geerntet. Damit herunterfallende Oliven nicht beschädigt werden, sind unter den Bäumen Netze gespannt.

Die meisten Oliven werden zu Öl gepresst. Etwa 90 % aller Oliven auf der Welt enden als Olivenöl. Der Rest wird direkt verzehrt oder zu anderen Lebensmitteln weiterverarbeitet.

Was ist besser: schwarze oder grüne Oliven?

Das ist eine Geschmacksfrage. Grüne Oliven sind bitterer als schwarze. Schwarze Oliven haben einen stärkeren Eigengeschmack, ohne bitter zu sein. Sowohl grüne als auch schwarze Oliven sind gesunde Lebensmittel. Schwarze enthalten noch etwas mehr wertvolle Inhaltsstoffe. Man könnte also sagen, dass schwarze Oliven etwas besser sind als grüne Oliven.

Warum sollte man sieben Oliven essen?

Ernährungswissenschaftler fanden heraus, dass sieben Oliven täglich einen Erwachsenen mit der perfekten Menge an ungesättigten Fettsäuren versorgen. Die Empfehlung stammt aus Spanien und wird dort auch von der Regierung verbreitet.
Ideal sind entweder sieben eingelegte, grüne Oliven oder sieben schwarze Oliven.

Sind Oliven gut für den Darm?

Oliven können die Gesundheit des Darms positiv beeinflussen. Sie enthalten Milchsäurebakterien, die zu den nützlichen Bakterien gehören. Sie leben sowieso im Darm eines jeden Menschen.

Durch den Verzehr von Oliven wird eine geschädigte Darmflora aufgebaut und eine intakte unterstützt. Nicht nur sind Milchsäurebakterien wichtig für die Verdauung, die Oliven an sich sind gleichzeitig leicht verdaulich.

Wird Olivenöl aus grünen oder schwarzen Oliven gemacht?

Schwarze Oliven enthalten mehr Öl. Deswegen wird Olivenöl für gewöhnlich aus schwarzen Oliven hergestellt. Andererseits sind grüne Oliven schneller verfügbar. Deshalb finden sich auf dem Markt auch Öle, die aus grünen Oliven hergestellt werden.
Allerdings ist ein Öl, das völlig aus grünen Oliven gewonnen wird, geschmacklich unattraktiv. Deswegen werden, wenn das Öl nicht ganz aus schwarzen Oliven besteht, zumindest einige schwarze Oliven hinzugefügt.

Unterschiede zwischen grünen und schwarzen Oliven

Grüne und schwarze Oliven unterscheiden sich eigentlich nur einem Punkt: ihrem Reifegrad. Bei grünen und schwarzen Oliven handelt es sich nämlich nicht um verschiedene Sorten.

Die anderen Unterschiede sind ein Resultat aus den verschiedenen Reifegraden. Insgesamt kommt man dadurch auf vier Unterschiede zwischen grünen und schwarzen Oliven.

Reifegrad

Grüne und schwarze Oliven sind Früchte mit unterschiedlichem Reifegrad. Sie werden nicht von unterschiedlichen Bäumen geerntet, sondern nur zu verschiedenen Zeitpunkten. Zwar gibt es mehrere Olivenbaumarten, die unterschiedliche Olivensorten hervorbringen, aber für sie alle gilt: Grüne Oliven sind die unreifen Früchte. Schwarze Oliven sind vollreif. Je nach Standort bedeutet das, dass grüne Oliven bereits im Oktober geerntet werden können. Schwarze lassen teilweise noch bis März auf sich warten.

Fettgehalt

Je reifer eine Olive wird, desto mehr Fett enthält sie. Sie grünen Oliven kommen auf etwa 10 % Fett. Vollreife Früchte können aus bis zu 45 % aus Fett bestehen.

In beiden Fällen handelt es sich vor allem um die ungesättigte Fettsäure Ölsäure.

Geschmack

Grüne und schwarze Oliven schmecken unterschiedlich. Grüne Oliven sind bitterer als schwarze. Außerdem schmecken sie insgesamt weniger intensiv.

Schwarze Oliven verfügen über einen intensiveren Geschmack und sind dabei weniger herb. Die genaue Geschmacksveränderung hängt aber von der verwendeten Olivensorte ab.

Vitamin- und Mineralgehalt

Grüne und schwarze Oliven unterscheiden sich in ihrer Vitamin- und Mineralienzusammensetzung. So enthalten grüne Oliven mehr Vitamin A und Oleuropein. Vitamin A benötigt der Körper für die Erneuerung seiner Zellen. Außerdem ist es wichtig für die Augen.

Oleuropein ist ein Stoff, der nur in Ölbaumgewächsen wie dem Olivenbaum vorkommt. Es handelt sich dabei um ein Antioxidans, das auch für den bitteren Geschmack der grünen Oliven verantwortlich ist. Seine hautpflegende Wirkung ist bewiesen. Oleuropein wird daher auch für Kosmetika verwendet.

In schwarzen Oliven ist mehr Vitamin E und Eisen enthalten. Vitamin E hat ebenfalls eine antioxidative Wirkung. Es schützt die Zellen vor Schädigungen durch normale Zellalterung, UV-Strahlung und Zigarettenrauch. Eisen benötigt der Körper für die Bildung neuer roter Blutkörperchen. Außerdem verringert es Müdigkeit und wird für den normalen Energiestoffwechsel gebraucht.

Was heißt es, wenn Oliven geschwärzt sind?

Die lange Reifung der Oliven macht ihre Ernte zeit- und kostenintensiv. Einfacher ist es daher, einen Baum auf einen Schlag abzuernten und die unterschiedlich gereiften Früchte zu behandeln. Möchten sie vollreife, schwarze Oliven ernten, greifen einige Bauern, vor allem aber große Produzenten, auf Eisensalze zurück.

Damit behandeln sie die noch nicht ganz reifen Früchte. Die Eisensalze sorgen dafür, dass sich sowohl Schale als auch Fruchtfleisch dunkel verfärben, wie es beim normalen Reifeprozess der Olive auch der Fall wäre. Eisensalze sind nicht dafür bekannt, gesundheitliche Schäden zu verursachen.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die auf diese Weise veränderten Oliven nicht von tatsächlich vollreifen, schwarzen Oliven. Es gibt aber ein paar Tricks, durch die man die behandelten Oliven erkennen kann.

Kennzeichnung „geschwärzt“

Wurden die Oliven mit Eisensalzen behandelt, muss das für den Käufer klar ersichtlich sein. Deswegen tragen geschwärzte Oliven den Hinweis „geschwärzt“ auf der Verpackung. Alternativ weisen die E-Nummern der verwendeten Eisensalze darauf hin. Das sind E579 und E585.

Aussehen und Textur

Vollreife Oliven sind dunkelblau bis schwarz. Handelt es sich allerdings um unbehandelte Naturprodukte, wird es immer wieder hellere Oliven oder solche mit hellen Stellen darunter geben. Das ist völlig normal. Bei geschwärzten Oliven zeigt sich hingegen ein einheitliches Bild. Alle Oliven sind dunkelblau, helle Stellen oder gar hellere Oliven gibt es nicht. Außerdem geht durch das Schwärzen mit Eisensalzen der rötlich-violette Schimmer verloren. Den haben nur reife, unbehandelte Oliven.

Nimmt man eine geschwärzte Olive in die Hand, ist diese recht hart und lässt sich nicht eindrücken. Das deutet auf eine unreife Olive hin, die künstlich verdunkelt wurde. Reife Oliven sind weicher und weniger prall. Sie enthalten weniger Wasser, weswegen sie bei Druck nachgeben.

Zusammenfassung

  • Die Olive ist die Frucht des Olivenbaumes.
  • Unreife Oliven sind grün, vollreife Oliven sind dunkelblau.
  • Oliven werden meist mit Erntemaschinen geerntet.
  • Die meisten Oliven werden zu Olivenöl gepresst.
  • Oliven enthalten viele ungesättigte Fettsäuren und Milchsäure, weswegen sie gesund sind.
  • Grüne und schwarze Oliven unterscheiden sich in vier Punkten.
  • Grüne Oliven sind unreif, während schwarze Oliven die vollreifen Früchte sind.
  • Grüne Oliven enthalten weniger Fett als schwarze Oliven (10 % gegen bis zu 45 %).
  • Grüne Oliven sind bitterer, während schwarze Oliven allgemein einen intensiveren und weniger bitteren Geschmack haben.
  • Grüne Oliven enthalten viel Vitamin A und das Antioxidans Oleuropein, während schwarze Oliven den Körper mit mehr Vitamin E und Eisen versorgen.
  • Geschwärzte Oliven sind grüne Oliven, die mit Eisensalzen behandelt wurden und dadurch künstlich dunkel wurden.
  • Geschwärzte Oliven erkennt man am Hinweis „geschwärzt“ auf der Verpackung oder an den E-Nummern E579 und E 585.
  • Geschwärzte Oliven sind einheitlich schwarz und härter, während vollreife Oliven hellere Stellen sowie einen violetten Schimmer haben und weicher sind.

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