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Persönlichkeitstypen – Warum liebe und nette Chefs unzufriedene Mitarbeiter haben


Sicherlich sehr überspitzt formuliert, oder?
Aber aus unserem angeborenen und antrainierten Sozialverhalten ergeben sich gleichermaßen Chancen und Probleme.
Und jede Persönlichkeitsausprägung hat nun einmal eine Schatten- und eine Lichtseite.

Im Management unterscheidet man drei Persönlichkeitstypen.
Und zwar blaue, grüne oder rote Führungspersönlichkeiten.

Aber…
Was im Business gilt, gilt auch im Alltag.
Erfahre hier, welcher Persönlichkeitstyp du bist, wie du andere Typen erkennen und überzeugen kannst.
Und warum es grundsätzlich falsch ist, Zufriedenheit – egal ob zu Hause oder im Business – erzeugen zu wollen.

Welche Persönlichkeit bin ich und wer steht mir gegenüber?

Persönlichkeitsstruktur Analysen findest du häufig in großen Unternehmen.

Wieso?
Ich hole vielleicht etwas weit aus, aber…
Die Geschichte der Menschheit ist eng verknüpft mit großen Persönlichkeiten.
Und nicht jeder große Eroberer, war ein ausgezeichneter Herrscher oder Visionär.
Wiederum waren sehr gute Herrscher zugleich schlechte Eroberer und mittelmäßige Visionäre.
Zur Führung gehört nun einmal mehr dazu, als Menschen nur anzuleiten.

In der Betriebswirtschaft, speziell im modernen Management, hat man das längst erkannt.
Somit bedient man sich einer Analyse, welche die Fertigkeiten von Führungskräften objektiv einschätzen soll.
Dabei werden Führungskräfte in drei Kategorien bzw. Farben eingeteilt und man kann daraus ebenfalls ableiten, wie weit ihre Führungsstärke – gemessen an Mitarbeiterzahl – ausreicht.

Im Verkauf nutzt man die Persönlichkeitsfarben als zusätzliches Verkaufsargument, um einen besseren und leichteren Zugang zum Kunden zu gewinnen.

Falls du deine Karriereleiter weiter nach oben klettern willst….
Dann kannst du wichtige Entscheider im Personalwesen gezielter von deinen Fertigkeiten überzeugen, wenn du diese einzuschätzen lernst.

Aber auch im privaten Bereich kannst du von den Persönlichkeitstypen Modell profitieren.
Denn letztlich kannst du die Persönlichkeit deiner Mitmenschen kennen lernen, um besser auf diese einzugehen.

Na, ist etwas dabei für dich?
Okay fangen wir an…
In großen Unternehmen ist es so – Bewirbt sich jemand intern auf einen Leitungsposten, schickt man ihn zu einem Führungsseminar.
Und auf diesem Seminar lernt die heranwachsende Führungskraft dann, andere Persönlichkeiten einzuschätzen und zu führen.

Dabei unterstellt man, dass jeder Mensch – ob Führungskraft oder Mitarbeiter – entweder eine blaue, grüne oder rote Persönlichkeit hat.
Diese trägt er nach außen und man kann diese an seinem Verhalten ablesen.

Der rote Persönlichkeitstyp ist der Macher

Rot ist die Farbe von Dominanz, Stärke und Entschlossenheit.
Aber auch von Status, Erfolgshunger, Geduldlosigkeit und emotionalen Verhalten.

Der Macher will entscheiden und bestimmen.
Denn er liebt seine persönliche Entscheidungsfreiheit und will sich von Niemanden reinreden lassen.

Gleichzeitig ist dieser besessen vom Erfolg und strebt ständig nach mehr.
Dabei sind Macher auch nicht zimperlich und geben klare Anweisungen heraus.

Außerdem ist der Macher ein ungeduldiger Mensch.
Alles muss sofort umgesetzt werden und wirklich Ruhe findet der Macher nie.

Wenn etwas nicht schnell genug geht, beginnt er zu drängeln und seine Arbeit zu intensivieren.
Macher bei denen die Persönlichkeitsfarbe Rot zu stark ausgeprägt ist, neigen dazu – andere Mitarbeiter zu unterdrücken.

Der rote Persönlichkeitstyp als Führungskraft

Für eine Gruppe zwischen 3 bis 5 Personen ist der Macher, wie gemacht.
Denn er spornt andere zu Höchstleistungen an, trifft auch unbequeme Entscheidungen und geht als Zugpferd voran.

Typischerweise glauben sehr viele Menschen, dass diese Fähigkeiten für einen richtig guten Chef ausreichen.

Aber der Macher neigt zu Problemen.
Denn der Macher möchte am liebsten alles selbst erledigen.
Dadurch – so glaubt er – kann er gewiss sein, dass alles wirklich bestens erledigt ist.

Macher sind Statustypen.
Und sie wollen ihren Status behalten.
Status und von anderen Menschen als wichtig eingeschätzt zu werden – ist eines der höchsten Anliegen von Machern.

Somit obliegt ihm die alleinige Entscheidungskompetenz.
Andere Nebenbuhler werden einfach weggebissen.
Der Macher im Unternehmen kennzeichnet sich dadurch aus, dass er ständig seine Wertigkeit zur Schau stellt.

Worte wie:

  • Gib mir das! Besser, ich erledige das selbst.
  • Falls es Fragen gibt, rufen sie bitte nur mich an.
  • Ich habe das höchstpersönlich erledigt.
  • Ohne mich, wäre dies nicht zustande gekommen.
  • Ich habe ihm erklärt….

Teile und Herrsche – kommt für Macher nicht in Frage.
Richtige Macher behaupten, dass gewisse Entscheidungen nur sie treffen könnten.
Entscheidungshoheiten abzugeben ist gleichbedeutend mit Statusverlust, Dominanzverlust oder Freiheitsberaubung.
Und so werden Macher oft beratungsresistent und strampeln sich am Status quo ab.

Sehr häufig sieht man im Unternehmen, dass der beste Sachbearbeiter zum Gruppenleiter wird.
Denn schließlich neigen die Sachbearbeiter-Macher auch zu einem größeren Erfolgshunger, einem stärkeren Willen Entscheidungsbefugnisse zu erhalten und Ungeduld gegenüber allen anderen.
Und dadurch bieten oder drängen diese sich förmlich auf, Führungspositionen zu bestreiten.

Wie eingangs erwähnt, sind Macher ideale Gruppenleiter für drei bis fünf Personen.
Denn durch dieses Dampflok-Verhalten reißen sie andere mit und erzielen schnelle Ergebnisse.

Falls aber die Dampflok stehen bleibt oder sich verirrt hat, findet der Macher den Weg nicht zurück.
Denn jede Form von Kritik wird als Angriff gewertet.
Jede andere Möglichkeit, welche nicht vom Macher selbst stammt – wird sofort verworfen.

Letztlich versuchen Macher, mehr als andere Persönlichkeitstypen, wieder in die Erfolgsspur zurück zu kommen.
Jedoch wollen sie den gleichen Weg mit größeren Schritten zu laufen.
Dabei wird das eigene Arbeitspensum erhöht, Mitarbeiter zu Höchstleistungen angetrieben und mitunter entsteht auch ein regelrechter Kontrollwahn.

Was Macher allerdings stets vergessen…
Genau dieser Weg, welchen sie bisher gegangen sind – hat sie aus der Erfolgsspur gebracht.
Der rote Persönlichkeitstyp müsste sich zwischendurch nur einmal fragen, ob Weg und Richtung noch stimmen.
Aber dafür müsste er sich selbst Fehler eingestehen.

Es kommt wie es kommen muss…
Der Macher läuft durch sein Hamsterrad und verschlimmert die Allgemeinsituation zunehmend.

Seine größte Tugend, wird zu seinem größten Problem.

Ein Grundproblem: Macher führen Macher

Eines der Grundprobleme des Machers ist, dass er seine persönlichen Führungsstärken – als die wahre Führungskompetenz hält.
Und so wird er nur andere Macher als echte Führungspersönlichkeiten anerkennen.

Da er aber selbst niemals seinen Status als Löwe verlieren will, wird er seine Führungskräfte – über kurz oder lang – in ihren Entscheidungskompetenzen beschneiden.
Spätestens dann – wenn diese Führungskräfte die gewohnten Ergebnisse nicht mehr erzielen, fängt der Häuptling an – ihnen Entscheidungsfreiheiten wegzunehmen.

Anstatt sie zu unterstützen und aufzubauen, neigen Macher dazu – Kontrollinstanzen zu bilden, regelmäßige Reporting einzuführen und jegliche Entscheidung abzustimmen.

Dabei ist es für den Obermacher ziemlich einfach.
Er müsste sich lediglich fragen, was er sich in dieser Situation wünschen würde.

Aber indem er, in altbewährte bzw. falsche Verhaltensmuster verfällt, drängt er seine ihm untergebene Macher förmlich aus dem Unternehmen oder seinem Umfeld.
Das Ergebnis ist wahrscheinlich allen klar.

Es fehlt an Empathie und Einfühlungsvermögen.
Und dies besitzt der zweite Persönlichkeitstyp, welcher auch als der Grüne bezeichnet wird.

Der grüne Persönlichkeitstyp ist der Harmonische

Das sind manchmal die schlimmsten Chefs.
Denn wer nett zu allen ist, ist gleichzeitig nett zu Keinem.
Und daraus ergeben sich zwischenmenschliche Probleme und die Chance für echte Tyrannen.

Doch von vorne…
Harmonie ist für Menschen des grünen Persönlichkeitstypen das Allerwichtigste.
Und so glauben sie, dass man andere Menschen durch Zuwendung führen kann.

Schauen wir einmal, wie weit sie Recht haben.

  • Wenn es allen Menschen im Unternehmen gut geht, bringen alle Leistung – oder?
  • Man muss sich nur allen Mitmenschen widmen und schon tun sie genau das – was man will.
  • Durch Harmonie kann man eine Unternehmenskultur schaffen, in welche alle von selbst Leistung erbringen wollen.

Dies wären drei Kernideen des grünen Typen.

Wunschdenken? – Nein.
Denn, wenn du die Belange deiner Mitarbeiter ernst nimmst, nehmen sie dich als Führungskraft auch ernst.
Nur, wenn du dich in deine Mitarbeiter hinein versetzen kannst, kannst du die richtigen Impulse geben.
Und wenn du in der Lage bist, die richtigen Impulse zu setzen, werden die Mitarbeiter von allein das tun – was du willst.

Okay und wie?
Durch Ideenmanagement, regelmäßige Mitarbeitergespräche oder gemeinsame Ausflüge.
Die Zufriedenheit und das Gefühl des Dazugehörens werden durch den grünen Persönlichkeitstypen aktiv gefördert.
Wenn ein Mitglied der Gruppe bzw. des Unternehmens von anderen Mitarbeitern ausgeschlossen wird, kümmert sich der harmoniebedürftige Anführer darum – dass die Zusammenführung wieder gelingt.

Und das gelingt auch…
Allerdings auch nur bei 3 bis 5 Personen.
Dann wird der grüne Persönlichkeitstyp zum schlechtesten Anführer überhaupt.

Falls du eine harmoniebedürftige Führungskraft bist und nur das Wohl der Mitarbeiter im Sinn hast – wirst du irgendwann moralisch abgelehnt.
Ich gehe sogar soweit, dass ich sage:

„Deine Mitarbeiter wünschten sich lieber einen roten Anführer mit Durchsetzungskraft, als einen grünen – welcher nur ihre Zufriedenheit fördert.“

Ohne jetzt eine politische Diskussion antreiben zu wollen…

  • Aber warum gibt es in unserer Bevölkerung einzelne Gruppen – welche einen starken Anführer wollen.
  • Es gibt Deutsche, welche der Meinung sind – dass wir uns in Europa stärker behaupten müssen.
  • Und es gibt politische Gruppierungen, welche der Meinung sind – dass unsere Gesetze zu lasch wären.

Dies in etwa das gleiche Denkmuster.
Wir leben in einem freien Land, mit freier Meinungsäußerung und gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche die individuellen Rechte aller schützt.
Sollte man nicht zufrieden sein?

Ich will keine Debatte und werde sie auch nicht anfangen.
Aber evolutionär bedingt ist es so, dass wir Anführer brauchen – welche uns Ordnung, Planungssicherheit und Verständnis geben.

Und die grüne Führungskraft schafft dies irgendwann nicht mehr.
Denn sobald sich rote Tendenzen ins Unternehmen einschleichen, wird es schwierig.
Irgendwann wird einer deiner Mitarbeiter gelobt werden wollen.
Dies ist ganz logisch und auch nicht verwerflich.

Es wird aber dazu führen, dass die innere Ordnung unter den Mitarbeitern gestört wird.
Dann will auch ein anderer Mitarbeiter gelobt werden.
Schließlich führt es irgendwann dazu, dass die Mitarbeiter sich nicht anerkannt genug fühlen.

Spätestens, wenn einer deiner Mitarbeiter sagt:

  • Ich arbeite hier am Meisten.
  • Ohne mich würde hier gar nichts laufen.
  • Nur durch mich, haben wir den Zuschlag bekommen.

Durch diese Äußerungen kommst du ins Hamsterrad.
Falls du besonders harmoniebedürftig bist, willst du diesen Mitarbeiter seine verdiente Aufmerksamkeit schenken.
Aber alle anderen fühlen sich dadurch zurück gesetzt.
Und so entsteht eine Missgunst gegen den bevorzugten Mitarbeiter, weil man sich eben nicht genug gewürdigt fühlt.

Mitarbeiter fühlen sich ganz schnell mal in ihrer Arbeit nicht genug gewürdigt.
Also beginnst du den nächsten auch zu würdigen.
Du verteilst Seelenmassagen, welche aber kein Ende nehmen.
Denn irgendeiner fühlt sich gegenüber dem Anderen immer benachteiligt.

Wenn du dann anfängst, alle gleichermaßen zu würdigen – bist du in einer Abwärtsspirale.
Denn dann arbeitest du dich an deinen Mitarbeitern ab und kannst ihr Wohlbefinden sowieso nicht befriedigen.

Die Führungskraft, welche allen Anerkennung schenkt – schenkt sie eigentlich keinem.
Denn Anerkennung und Harmonieempfinden ist relativ.
Und jeder glaubt, dass er zu kurz kommt.

Die rot grünen Persönlichkeitstypen passen nicht

Ein Grüner kann keinen Roten führen.
Sobald Unternehmen größer werden und die magische Grenze von 3 oder 5 Mitarbeiter überschreiten, kann der harmoniebedürftige Chef nicht mehr führen.

Es ergeben sich dann Probleme mit den roten Tendenzen.
Denn eine Macher-Persönlichkeit erkennt sofort die Lücke und stößt hinein.
Er reißt somit den vermeintlich leeren Chefsessel an sich.

Und die Mitarbeiter werden dann zunehmend vom roten Chef gequält.
Denn der Macher will Entscheidungsbefugnisse, welche er nicht erhält und diesen Anspruch trägt er auf dem Rücken der Mitarbeiter aus.
Da der Macher noch keinen richtigen Chefanspruch besitzt, diesen allerdings für sich beansprucht – wird er diese Lücke durch Macher-Qualitäten schließen.

Das bedeutet…
Der Macher wird alleine vor den richtigen Chef treten und Berichte abliefern.
Er wird sich die anspruchsvollste Arbeit schnappen und den anderen Mitarbeitern nur Zuarbeiten zukommen lassen.

Und er wird sich Rechte herausnehmen, weil er glaubt – dass er es darf.
Zum Beispiel wird er zu spät kommen, früher gehen, Mitarbeiter drangsalieren oder Kunden verprellen.

Diese Rechte nimmt er sich heraus, weil er seine Macht dem ursprünglichen Chef gegenüber zeigen will.
Es handelt sich um einen klaren Angriff auf den Chefsessel.
Wenn du diesen Kampf ausweichst, bekommen es die Mitarbeiter mit und revoltieren ebenfalls.

Ebenfalls sehr beliebt bei Möchtegernchefs ist, dass man andere Mitarbeiter schlecht macht – nur um selbst besser dazustehen.
Letztlich glaubt der rote Typus irgendwann, dass er der einzig wahre Chef ist und dass ohne ihn – das Unternehmen nicht laufen würde.

Und was tut der echte Chef?
Nichts – Denn er ist zu lieb.
Vielleicht versucht er anfangs noch gegen den Möchtegernchef anzukämpfen.
Dadurch, dass er es aufgrund seiner Persönlichkeit nicht schaffen kann – wird er kapitulieren.

Somit haben alle Menschen im Unternehmen unter der schlechten Führung des Chefs zu leiden.
Hier die Feindbilder im Überblick:

  • Die Mitarbeiter klagen ihr Leid über den Möchtegernchef beim richtigen Chef vor.
    Da dieser nichts machen kann, hassen sie ihren richtigen Chef dafür.
    Also gilt es sich beim Möchtegernchef einzuschleimen.
    Dadurch überholt man im Gesamt-Unternehmensstatus sogar oftmals den eigentlichen Chef.
  • Ihren Möchtegernchef hassen die Mitarbeiter sowieso, da dieser sie peinigt, anschreit und herumkommandiert.
  • Der Möchtegernchef hasst den richtigen Chef, weil dieser seine Arbeit nicht genügend würdigt.
  • Außerdem hasst der Macher-Chef die Mitarbeiter, welche in seinen Augen sowieso nichts taugen.
  • Der echte Chef hasst natürlich alle.
    Denn den Möchtegernchef fürchtet er.
    Und die Mitarbeiter setzen ihn ständig unter Druck, dass er das Möchtegern Problem löst.
    Weil er es aber nicht lösen kann und den Mitarbeiterdruck nicht aushält – hasst er dafür die Mitarbeiter ebenfalls.
    Sie sollen ihn doch einfach nur in Ruhe lassen.

Durch diese Verachtung ergeben sich irgendwann imaginäre Rangfolgen im Unternehmen.
Der Möchtegernchef steht ganz oben auf der Leiter.
Vielleicht gibt es direkt darunter noch einen zweiten oder dritten Möchtegernchef.
Das entscheidet der erste Möchtegernchef.

Irgendwann, vielleicht erst an dritter oder vierter Stelle, erscheint der echte wahre Chef.
Er ist nur noch Chef auf dem Papier und bezahlt die Gehälter.

Die einzelnen Mitarbeiter kommen unter diesen.
Aber jeder einzelne dieser Mitarbeiter kann ihn irgendwann überholen.

Was macht ein harmoniebedürftiger Chef dagegen?
Er leidet unter dieser Situation.

Letztlich wird er aus dem Unternehmen flüchten, wo immer er kann.
Es besteht auch die Chance, dass er – die Mitarbeiter, welche in der Rangfolge unter ihm stehen – ebenfalls ungerecht und herablassend behandeln wird.
Denn du darfst nicht vergessen – Er hasst diese jetzt für ihr Verlangen, dass er sich durchsetzen soll.

Also mimt er nach unten den Roten und nach oben den Grünen.
Chefs, welchen die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter so wichtig ist – sind die schlimmsten Chefs von allen.
Krass, oder?

Aber eigentlich wollte er nur erreichen, dass sich alle im Unternehmen verstehen.
Dies war sein Hauptanliegen, als er den Chefsessel antrat.

Seine größte Kompetenz wurde somit auch zu seinem größten Problem.

Chef auf dem Papier vs. Chef, der sich so aufspielt

Kommen wir zur Schuldfrage.
Wer hat Schuld an diesem Aufstand?

Ich frage einmal anders…
Wenn heute die Zivilisation unter geht – wem würdest du folgen?
Alles würde auf einmal verschwinden – Krankenhäuser, Polizei, Einkaufsmöglichkeiten usw.

Bei welchem Chef hättest du, größere Chancen zu überleben?
Entscheide dich jetzt!

  • Entweder bei dem Harmoniebedürftigen, welcher durch Zufriedenheit die Gruppe am Leben erhalten will.
  • Oder dem, welcher zwar unbequem ist – aber schnelle Entscheidungen trifft, Entschlossenheit und Stärke demonstriert.

Wenn es ums blanke Überleben geht, würden alle den zweiten Chef wählen.
Einfach aus dem Grund, dass deine Erfolgs- und Überlebenschancen dort am Größten sind.

Ich sage dir etwas…
Evolutionär gesehen, besitzen wir die Zivilisation gerade einmal einen Wimpernschlag lang.
Und deshalb unterscheidet sich unser Unterbewusstsein nicht sehr viel von Affen.
Letztlich sind wir Primaten, welche unterbewusst immer den stärksten Anführer wählen.

Und wenn du ein rein harmoniebedürftiger Chef bist, bist du es irgendwann nur noch auf dem Papier.
Denn die Gruppe hat dich einfach abgewählt und hält dich, für unfähig zu führen.
Dann bist du aber selbst schuld.

Der blaue Persönlichkeitstyp ist der Analytische

Analytische Persönlichkeiten lieben Zahlen und Fakten.
Diese neigen ebenfalls nicht zu Machtkämpfen.

Ganz im Gegenteil…
Eine blaue Führungspersönlichkeit würde den Machtkampf nicht einmal wahrnehmen.

Dies ist natürlich für Mitarbeiter ebenfalls kritisch.
Denn dadurch können sich, wie beim Grünen auch – rote Tendenzen einschleichen.

Außerdem neigen rein blaue Chefs zu wenig Einfühlungsvermögen.
Sie erkennen nicht die Beweggründe ihrer Mitarbeiter und stützen sich rein auf Fakten.
Die Mitarbeiter wiederum fühlen sich nicht verstanden und kaum wertgeschätzt.

Blaue Führungspersönlichkeiten besitzen außerdem kaum Überzeugungskraft.
Denn sie glauben, dass die Mitarbeiter allein durch die Faktenlage wissen, was zu tun ist.
Dies führt zu Kommunikations- und Verständnisschwierigkeiten, welche rote Führungspersönlichkeiten wiederum ausnutzen.

Letztlich würde eine blaue Führungspersönlichkeit ähnlich enden, wie eine Grüne.

Rot, Grün oder Blau – Welche ist die beste Führungspersönlichkeit.

Du kannst es dir wahrscheinlich denken.
Es geht nur über die Kombination aus allen dreien.

Eine rote Führungskraft ist irgendwann am Ende, weil sie ihren eigenen Fehler nicht bemerkt.
Die grüne Führungspersönlichkeit wird irgendwann innerlich abgelehnt.
Bei der blauen Führungspersönlichkeit werden Verständnisprobleme dazu führen, dass das Unternehmen nicht optimal läuft.

Letztlich sollte eine Führungskraft immer in der Lage sein, den roten Macher zu mimen.
Dazu gehört es auch Mitarbeiter zu entlassen, ohne Reue zu empfinden.
Außerdem sollte sie Angriffe auf ihre Person stets kontern und auch schwierige Situationen meistern können.
Die Führungskraft muss das Alpha Tier im Mitarbeiterrudel sein und stets bedacht sein, diese Stellung zu halten.
Dies ist der wichtigste Faktor, wenn es um das Wohlbefinden der Mitarbeiter geht.

Rein rot führt aber zu einem Engpass.
Spätestens wenn neue Führungskräfte im Unternehmen arbeiten, sollte der rote Chef auf grün und blau wechseln.
Denn jetzt geht es darum, Mitarbeiter wirklich zu führen.
Und Führung heißt Entwicklung.

Somit gibt ein guter Chef, so viel Kompetenzen – wie nur möglich – ab.
Er beobachtet dann die neue Führungskraft, den Beta und schreitet bei Bedarf ein.
Schließlich wechselt er immer wieder von rot, nach grün oder blau.

Alle drei Persönlichkeitsrollen muss er aber drauf haben und beliebig abrufen können.
So etwas ist schulbar und Pflichtprogramm für Führungskräfte.

Wenn du jetzt vor der Entscheidung stehst, von drei Mitarbeitern auf fünf zu wechseln – besuche ein Führungsseminar.
Das kann nicht schaden.
Dort sind alles Leute, welche Führungsdefizite haben.

Die meisten dieser Chefs können auch nicht rot sein.
Deshalb sind sie da, um es zu lernen.
Fang gleich an und warte nicht bis es deinem Unternehmen schlecht geht.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Aber nicht nur das...

Gleichzeitig will ich das Wissen recht unterhaltsam servieren, so dass du vielleicht mal wiederkommst.

Ich weiß selbst, dass dieser Ansprung enorm ist.

Aber deshalb arbeite ich auch jeden Tag an mir und an diesem Projekt, so dass du auch jeden Tag neues kostenloses Wissen bekommst.

Nicht schlecht, oder?

Also bis später vielleicht.

LG Mathias Mücke


Tasse

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