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Welche Tiere leben in der Boden- und Wurzelschicht des Waldes


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Wo sich Dachs und Regenwurm gute Nacht sagen: Wer in die Wurzelwelt er Bäume eintaucht, der beginnt eine spannende Reise, auf der ihm so manches besondere Lebewesen begegnet. Viele von ihnen trifft man auch über der Erde an, aber manche sind im Tageslicht nie zu finden. Dieser Artikel behandelt die Wurzelschicht des Waldes, das unterste Stockwerk. Die Wurzelschicht des Waldes ist der Unterbau, der Keller, die Basis sozusagen. Sie bietet Lebensraum für eine Menge an Arten und das sind keineswegs nur Einzeller. In der Wurzelschicht dominieren, wie der Name sagt, die Wurzeln. Die verzweigte Versorgung der Bäume ist nicht nur für die Bäume selbst wichtig.

Das Kellerdepot des Waldes

Unter den Pflanzen, die die oberen Schichten des Waldes aufbauen, befindet sich die Wurzelschicht, sie ist das unterste Stockwerk des Waldes, wenn man es so will. Der Wald ist in verschiedenen Schichten aufgebaut, die man eben auch mit Stockwerken vergleichen kann. Jede Schicht hat ihre Besonderheiten und ihre Aufgaben. Jede Schicht ist auch Lebensraum für verschiedenste Lebewesen. Im Keller leben jene Tiere, die für einen guten Boden zuständig sind oder in diesem zeitweise Zuflucht suchen. Diese unterste Schicht ist die Grundlage für alle oberen Schichten, sie ist der Nährboden unter der Erde, sie stellt die Weichen dafür, dass die Erde und ihr Humus passenden Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten kann.

Tausend Füße machen den Anfang

Die Zahl Tausend ist vielleicht etwas übertrieben, aber mehrere hundert Füße sind es schon, die die kleinen Gliedertiere durch ihr Leben tragen. Flink und behände wuseln sie zwischen den Wurzeln umher. Sie ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenteilen und sind somit auch sehr wichtig für die Humusbildung im untersten Stockwerk des Waldbodens. Dabei helfen auch die Regenwürmer, die sich ebenfalls in der Wurzelschicht aufhalten. Wie die Tausendfüsser graben und ackern sie, um Neues zu schaffen. Sie durchwühlen den Boden, bringen dadurch Sauerstoff in die Erde und lockern diese. Das geschieht, in dem sie permanent graben, fressen und verdauen. So wird aus abgestorbenen Pflanzenresten in relativ kurzer Zeit wieder fruchtbare Erde.

Tunnels und Schlafzimmer

Die Wurzelschicht ist auch ein guter Lebensraum für zwischendurch. Viele Tiere graben sich ihren Bau hier hinein oder sie graben Gänge, um unbemerkt von einem Ort zum anderen zu kommen. Kleine Säugetiere wie Mäuse tun das genauso wie große. Der Dachs zum Beispiel nutzt die Wurzelschicht auch, um Gänge zu graben. Er schläft auch hier, genau wie der Fuchs, der seinen Bau bevorzugt tief in der Wurzelschicht vergräbt. Beim Bauen helfen auch die Wurzeln selbst, die als stabile Wände oder Eingänge in den Bau dienen.

Nur zu Besuch

In manchen Monaten, in den kalten, wenn es Winter ist, dann finden sich noch mehrere Tiere in der Wurzelschicht ein. Sie nutzen den Keller des Waldes aber auch nur, um zu schlafen, beziehungsweise, zu ruhen. Frösche kommen hierher, um die Winterstarre in der Wurzelschicht zu verbringen. Einige Wochen verharren sie so unter der Erde, bis sie im Frühling wieder aufwachen und an die Oberfläche zurückkehren, um sich fortzupflanzen.


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