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Waldtiere: Wo sie leben, Was sie fressen, Wie sie überwintern, Welche Arten es gibt


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Der Siebenschläfer ist ein typisches Waldtier in Deutschland und Mitteleuropa


Unter Waldtieren versteht man Wildtiere, die ganz oder teilweise im Wald leben. Neben Säugetieren sind das zahlreiche Vögel, Reptilien, Amphibien, Insekten, Weichtiere und Kleinstlebewesen wie Einzeller.

Was sind Waldtiere?

Waldtiere sind Tierarten, deren Lebensraum der Wald ist. Wälder sind großflächige Areale, die von ganz bestimmten Bäumen und anderen Pflanzen dicht bewachsen sind (vgl. dazu Wiesenlandschaft, Park oder landwirtschaftlich genutzte Areale). Eine Ansammlung von Bäumen macht allerdings noch längst keinen Wald. Dazu müssen bestimmte, aber nicht näher definierte Flächenverhältnisse bewachsen sein.

Als Wald wird auch nur das angesehen, was ein in sich geschlossenes und doch offenes (von außen zugängliches) Ökosystem ist. Im Ökosystem Wald laufen zahlreiche biologische, physikalische und chemische Vorgänge ab. Neben den Tieren (Fauna, Zoologie), Pflanzen (Flora, Botanik), Pilzen (Funga), Bakterien und Mikroorganismen sind auch Elemente wie das Wetter (Feuchtigkeit, Temperatur, Winde, Sonneneinstrahlung) an der Gestaltung und Aufrechterhaltung des Lebensraumes Wald beteiligt.

Tiere leben in und mit dem Wald

Wildtiere bewohnen verschiedene Lebensräume (Habitate). Einige davon beschränken ihren Lebensraum auf eine bestimmte Landschaftsform, andere wandern. Neben dem Wald sind Wiesen, Feuchtgebiete, Moore, Trockenregionen (Felsregionen im Gebirge) oder künstliche Lebensräume (Wildtiere in Städten und Parks) Lebensräume für wild lebende Tierarten.

Die Lebens– und Ernährungsgewohnheiten einer Tierart steht in den meisten Fällen in enger Verbindung und Wechselwirkung mit dem Lebensraum. Ob die Waldtiere entstanden sind, weil der Wald als Lebensraum da war oder ob es umgekehrt war, können Zoologen und Botaniker nicht sicher sagen. Vielmehr scheint es so, als entwickelten sich Fauna, Flora und andere Lebensformen in einer ständigen und untrennbaren Verflechtung mit der Außenwelt, die von Abhängigkeit und Nutzen geprägt ist.

Verschiedene Waldarten und Tiere

Auf der ganzen Welt finden sich verschiedene Arten von Wäldern mit unterschiedlicher Vegetation.

  • Taiga und boreale Nadelwälder im Norden
  • Laubwald und Mischwald in den gemäßigten, dauerfeuchten Zonen
  • Hartlaubwald in mediterranen Gegenden
  • Trockenwald in den Subtropen
  • Tropischer Regenwald

Tiere der Taiga und borealen Nadelwälder

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Rentiere sind Waldtiere der Borealen Ökozone


Im hohen Norden ist die Vegetation oft spärlich. Die Wälder sind licht und nur mit einigen wenigen Nadelgehölzen bewachsen, die oft nicht sehr groß werden. Bewohnt werden solche Wälder unter anderem von folgenden Tierarten und Gattungen:

Tiere im Hartlaubwald

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Wölfe sind Raubtiere des Hartlaubwaldes


In mediterranen Gegenden ist es im Winter sehr feucht und im Sommer heiß und trocken. Dementsprechend hat sich eine Mischbewaldung aus Nadelbäumen und Laubbäumen mit sehr harten Blättern (Eichen, Steineichen, Korkeichen, Wacholder), Büschen wie dem Oleander und Ginster sowie den typischen Macchiasträuchern gebildet.

Bewohnt werden Hartlaubwälder unter anderem von diesen Tierarten, Gattungen bzw. Klassen:

  • Rotwild
  • Damwild
  • Wildschweinen
  • Wölfe
  • Bären
  • Dachse
  • Rebhühner
  • Eichhörnchen
  • Mäuse und Ratten
  • Hasen
  • Vögel
  • Fledermäuse
  • Reptilien und Amphibien
  • Insekten und Spinnentieren
  • Weichtiere wie Schnecken und Würmer
  • Einzeller und Mikrolebewesen im Erdreich

Trockenwald

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Das Verbreitungsgebiet der verschiedenen Tigerarten reicht vom warmen Regenwald bis in kalten Gebiete Sibiriens


In den Subtropen gibt es nur sehr lichte Wälder, die aus kleinen Ansammlungen von vergleichsweise wenigen und sehr lichten Bäumen bestehen. Das Unterholz fehlt oft oder ist ebenfalls sehr licht. Die Blätter der Bäume und anderer Pflanzen sind meistens sehr dünn und fein wie beispielsweise die der Akazie.

Bewohnt werden diese Wälder unter anderem von folgenden Tieren:

  • Affen
  • Halbaffen (Lemuren)
  • Tiger
  • Vögel
  • Mäuse und Ratten
  • Reptilien (Schlangen)
  • Insekten und Spinnentieren
  • Weichtiere wie Schnecken und Würmer
  • Einzeller und Mikrolebewesen im Erdreich

Tropischer Regenwald

Den reichsten und am dichtesten besiedelten Wald finden wir auf Höhe des Äquators. In feucht-heißen tropischen Regenwäldern kommen bis zu 60 Meter hohe Baumgiganten mit großen, grünen Blättern vor, dazu gesellen sich Lianengewächse, üppige Gräser, Büsche und Blattgewächse.

Bewohnt werden solche Wälder unter anderem von folgenden Tierarten:

  • Affen
  • diversen Hirscharten
  • Elefanten
  • Tiger
  • Krokodile
  • Fledermäuse und Flughunde
  • Mäuse und Ratten
  • einer Vielzahl von Vögeln
  • Reptilien und Amphibien
  • Fischen
  • Insekten und Spinnentieren
  • Weichtiere wie Schnecken und Würmer
  • Einzeller und Mikrolebewesen im Erdreich

In Mitteleuropa sind Laub- und Mischwälder die dominierenden Waldformen und diese betrachten wir jetzt etwas genauer bezüglich ihrer tierischen Bewohner.

Tiere im Laub- und Mischwald

waldmaus apodemus sylvaticus

Die Waldmaus bevorzugt den mitteleuropäischen Laub- und Mischwald, seltener den Nadelwald


In Mitteleuropa und Deutschland haben wir Mischwald aus Laubbäumen und Nadelbäumen. Die reinen Nadelwälder kommen vor allem in höheren Lagen (Gebirge) und bei bestimmten Landschaftsformen (Bayerischer Wald, Süddeutschland) vor. In einem Laubwald kommen fast ausschließlich Laubbäume vor.

Im Laub- und Mischwald leben unter anderem diese Tierarten:

  • Rehe
  • Damhirsche
  • Wildschweine
  • Wölfe
  • Bären
  • Füchse
  • Marder
  • Luchse
  • Waldkatzen
  • Dachse
  • Biber
  • Bisamratten
  • Waschbären
  • Fischen
  • Fledermäuse
  • Eichhörnchen
  • Mäuse und Ratten
  • Reptilien und Amphibien
  • Vögel
  • Insekten und Spinnentieren
  • Weichtiere wie Schnecken und Würmer
  • Einzeller und Mikrolebewesen im Erdreich

Die wichtigsten Reptilien, Amphibien und Weichtiere im Wald:

Die wichtigsten Insekten und Spinnentiere im Wald:

Die wichtigsten Vögel im Wald:

  • Meisen
  • Amseln
  • Kleiber
  • Schellenten
  • Eulen
  • Kauze
  • Eichelhäher
  • Milane
  • Rotkehlchen
  • Finken (Buchfink)

Ein Wald – viele Lebensräume

Wälder sind in sich geschlossene Lebensräume und Ökosysteme. Das bedeutet, dass Spezies innerhalb des Waldes alles finden, was sie zum Leben brauchen: Unterschlupf, Behausung, Verstecke, Nahrungsquellen und Wasser.

Gleichzeitig sind Wälder Teile des großen Ökosystems der Natur unserer Erde. Innerhalb eines Waldes befinden sich zudem viele kleine Habitate, Ökosysteme und Lebensräume für ganz bestimmte Arten:

  • Baumkronen und Baumwipfel (bewohnt von Vögeln und Insekten)
  • Baumstämme und Geäst (bewohnt von Eichhörnchen, Fledermäusen und Vögeln wie Spechten)
  • Gebüsch und Unterholz, auch als Krautschicht, Moosschicht und Strauchschicht bezeichnet: (bewohnt von Rehen, Wildschweinen, Wölfen, Kleinsäugern, Amphibien und Reptilien)
  • Waldboden, auch als Bodenschicht bezeichnet: (bewohnt von Reptilien, Insekten, Kleinsäugern)
  • das Reich unter der Erdoberfläche (bewohnt von Füchsen, Mardern, Dachsen, Kleinstlebewesen und Insekten)
  • Waldseen, Tümpel, Bäche und Waldmoore (bewohnt von Wasservögeln, Amphibien, Reptilien, Insekten usw.)

Beispiele für Lebensräume im Wald

Eulen – hoch auf den Bäumen, in den Lüften und am Boden

In unseren heimischen Wäldern leben rund zehn Eulenarten. Die Arten, die den Wald bewohnen (u.a. Waldkauz, Waldohreule und Schleiereule) bevorzugen als Behausung und Brutplatz Baumhöhlen, Felsspalten oder auch Gebäude wie Scheunen in Waldnähe.

Eulen sind Nachtraubvögel, die tagsüber nicht besonders gut sehen. In der dunklen Tageszeit sitzen sie bewegungslos auf Ästen und warten bis ihre scharfen Sinne ein Beutetier vermelden. Dann fliegen sie lautlos durch die Nacht und schlagen blitzschnell zu.

Eulen stürzen sich zu Boden, um ihre Beute zu schlagen. Sie packen das Tier (meistens Mäuse, Ratten und andere Kleinsäuger) und begeben sich mit der Mahlzeit wieder auf einen sicheren Posten hoch oben in den Bäumen.

Im Wald lebende Eulen sind durch die Farbe ihres Gefieders, das lautlose Verhalten und die Rückzugsorte in den Bäumen so gut getarnt, dass Menschen und andere Tiere sie nur schwer wahrnehmen können.

Rehe – im Unterholz, auf Lichtungen und an Wasserstellen

Das Rotwild lebt ohne eine bestimmte Behausung. Die Tiere ziehen aber auf festen Routen durch den Wald oder durch Wiesengebiete. Tagsüber verbergen sie sich in wenig zugänglichen Arealen des Waldes (Unterholz). Ab der Abenddämmerung suchen sie Fressplätze wie Waldlichtungen oder waldnahe Wiesen auf.

Da das Wild keine eigentliche Behausung hat, sind die Jungtiere sehr schnell selbstständig. Schon wenige Stunden nach der Geburt sind Kitze in der Lage der Mutter zu folgen. Zur Aufnahme von Wasser halten sich die scheuen Waldbewohner oft an Bachläufen, kleinen Waldseen oder an Pfützen auf.

Rehe hatten in der Vergangenheit viele natürliche Feinde (Wölfe, Bären, Luchse). Inzwischen spielen diese Raubtierarten in unseren Breiten kaum mehr eine Rolle. Trotzdem sind Rehe noch immer sehr scheu, zeigen sich tagsüber kaum und tarnen sich durch das rötlich-braune Fell nahezu perfekt.

Waldeidechse – auf dem Waldboden, im Unterholz und in Feuchtgebieten

Dieses bis zu 18 Zentimeter lange Reptil lebt in Laubwäldern vom hohen Norden Europas über Mitteleuropa bis in den äußersten Osten Sibiriens. Die Art braucht zwingend feuchte Lebensräume und hält sich so vorzugsweise im feuchten Laub, an Wasserstellen, Pfützen, in Totholz oder an feuchten Steinen auf.

Bei Gefahr rettet sich die Waldeidechse vorzugsweise ins Wasser und durchschwimmt dieses zu einem sicheren Ufer. Die Waldeidechse ist tagaktiv und ernährt sich von Insekten und Spinnen. Eine feste Behausung hat die Waldeidechse nicht. Zur Brutzeit werden Eier abgelegt und die Jungtiere versorgen sich ab dem Schlüpfen selbst.

Auch die Waldeidechse ist durch ihr Äußeres und die bräunliche Farbe perfekt an ihr Habitat angepasst. Von Raubvögeln und anderen Fressfeinden kann sie nur ausgemacht werden, wenn sie sich bewegt.

Lebensraum Erdreich – die Welt der Würmer, Insekten und Kleinstlebewesen

Wir bekommen vom Lebensraum Wald meistens nur einen kleinen Teil dessen mit, was sich an der Oberfläche abspielt. Allen Waldtieren ist gemeinsam, dass sie sich meistens verborgen halten. Eine Ausnahme stellen hier nur die Vögel des Waldes dar.

Obwohl der Wald als Lebensraum insgesamt sehr dicht bewohnt ist, spielt sich das eigentliche Metropolleben unter der Erde ab. Im Erdreich leben unzählige Würmer, Ameisen, Käfer, Milben und Einzeller. Ihre Aufgabe ist es, den Waldboden aktiv und lebendig zu halten. Neben diesen Kleinsttieren sind es vor allem Mikroorganismen und Pilze, die dafür sorgen, dass die Millionen von abgestorbenen Blätter, Pflanzenteile, Totholz, Kadaver von Waldtieren, Fäkalien und andere Biomasse in wertvollen und biologisch intakten Waldboden verwandelt werden. Unter der Erde befinden sich zudem die Bauten der Mäuse, Ratten, Dachse, Füchse und anderer Tiere.

Anpassung an das Leben im Wald

Die meisten Waldtiere leben schon seit Jahrhunderten in diesem Habitat und sind perfekt angepasst. In unseren Breiten ist das Leben im Wald vom Wechsel der Jahreszeiten bestimmt: Im Frühjahr schießt und sprießt es, die Bäume und Büsche bekommen neue Triebe, Waldblumen wachsen und Waldlichtungen bieten frisches Grün. Sobald es warm ist, bekommen die meisten Waldtierarten ihre Jungtiere und ziehen diese bis zum Einsetzen des Herbstes groß. Das Wetter ist mild, sonnig, stürmisch, kühl, feucht, warm oder windig.

Zur Sommerzeit steht alles in Saft und Kraft, erste Waldfrüchte (Beeren) und einige Pilze reifen bereits. Auch bei uns kann es im Sommer sehr trockene Phasen geben, die Luft im Wald ist ganz still und die Insekten flimmern durch die Luft. Im Herbst wird es wieder feuchter im Wald, es sprießen eine Vielzahl von Pilzen und etliche Waldtiere machen sich eifrig daran, Vorräte für den Winter zu sammeln. Das Wetter kann sehr wechselhaft sein. Warme Tage gehen in feucht-windige und schließlich in immer kältere Tage über. In Höhenlagen fällt bereits erster Schnee.

Die Tiere leben mit den Rhythmen des Waldes. Sie bringen ihre Jungtiere mit dem Einsetzen der Vegetationsperiode auf die Welt. Bis zur kalten Jahreszeit haben die Jungen Zeit so viel Kraft zu sammeln, dass sie über den manchmal auch entbehrungsreichen Winter kommen.

Einige Tierarten im Wald halten Winterschlaf:

Diese Tiere ruhen den ganzen Winter über, verlangsamen ihren Herzschlag extrem und nehmen in dieser Zeit keine Nahrung auf. Eine Winterruhe halten:

  • Eichhörnchen
  • Dachse
  • Marder
  • Braunbären.

Diese Waldtiere unterbrechen ihre Ruhe gelegentlich und nehmen dann teilweise auch gelagerte Nahrung und etwas Wasser auf. Ohne Winterruhe leben diese Waldbewohner:

  • Rehe
  • Wölfe
  • Wildschweine
  • Hasen
  • Vögel.

Die meisten Amphibien, Reptilien fallen in eine Winterstarre. Bei den Insekten sterben viele Exemplare zum Ende einer Saison. Nur ein Restbestand, eine Königin oder Eier überwintern.

Mit dem Winterpelz durch die kalte Jahreszeit

Tiere wie Rehe (Rotwild) legen sich über die Winterzeit ein dickes, wärmendes Winterfell zu. Dank dieser Anpassung können sie auch zur kalten Jahreszeit aktiv sein und überleben. Zwar wächst auch den ruhenden Tieren ein dickeres Fell, doch diese Arten haben in ihren Höhlen und Unterschlüpfen meistens doch noch etwas mehr Schutz als die umherziehende Tiere.

Rehe müssen mitunter bei eisigen Temperaturen und Stürmen ausharren. Nicht selten finden die nicht Winterschlaf haltenden Arten zur kalten Jahreszeit nur sehr wenig Nahrung. Wenn kein Gras wächst und über Moosen und anderen Kleinstpflanzen eine dicke Schneeschicht liegt, kann es für diese Tiere eine entbehrungsreiche Zeit sein. Vielerorts wird Wild inzwischen von Menschen zugefüttert. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die Wildtiere dem Menschen als Nahrung dienen.

Nahrungsketten im Wald

Wälder werden von fleischfressenden (karnivoren) und pflanzenfressenden (herbivoren) Tierarten bewohnt, die sich teilweise gegenseitig als Nahrung dienen:

  • Insekten dienen u.a. als Nahrung für andere Insekten, Vögel, Mäuse, Amphibien, Reptilien.
  • Kleinsäuger wie Mäuse dienen zahlreichen Raubtieren des Waldes als Nahrung: Raubvögel, Füchse, Marder, Dachse.
  • Pflanzenfressende Kleintiere wie Eichhörnchen, Siebenschläfer, Ratten und Mäuse dienen größeren Raubtieren und Raubvögeln als Nahrung.

Es gab Zeiten, in denen auch die größeren Waldbewohner wie Rehe Nahrungsquelle für größere Raubtiere wie Wölfe, Bären oder Luchse waren. Die größeren Raubtiere sind in unseren heimischen Wäldern seit Jahrzehnten verdrängt worden. In anderen europäischen Laub- und Mischwäldern gibt es noch mehr Wölfe und Bären. Vereinzelt werden diese Raubtiere auch wieder in Deutschland gesichtet. Sie sind allerdings immer noch eine seltene Ausnahme.

Zeitweise hat dadurch der Wildbestand in vielen Regionen extrem zugenommen. Der Mensch griff ein, indem er relevante Arten wieder intensiver bejagte. Durch Überpopulationen an Rehen oder Wildschweinen wurde das empfindliche Ökosystem Wald gestört. Die Rehe beknabberten unter anderem so viele Triebe an Jungbäumen, dass die Bestände nicht nachwachsen konnten und Wildschweine plünderten die Äcker der menschlichen Bauern.

In anderen Regionen sind die Wälder durch die Ausbreitung des Menschen so weit zurückgegangen, dass die Wildtiere dadurch automatisch weniger wurden.

Zusammenfassung

Wälder gehören auf der Erde zu den wichtigsten Lebensräumen für Tiere. Es gibt verschiedene Waldarten, die an die Klimazonen dieser Erde angepasst sind. Jeder Waldtyp wird von Tieren bewohnt, die sich seit Jahrhunderten perfekt an das Leben im Wald angepasst haben. Durch ihre Färbung, ihr Verhalten und ihre Lebensgewohnheiten leben sie in Einklang mit dem Wald, sie leben in, von und mit ihm. Tiere nehmen sich Teile des Waldes als Nahrung und einige Arten stehen anderen Tierarten als fleischliche Nahrung zur Verfügung.

Der Gesamt-Lebensraum Wald unterteilt sich weiter in viele kleine einzelne Lebensräume und Habitate. Von der Tiefe des Erdreiches bis hoch in die Lüfte ist Wald von Tieren bewohnt. Zu den tiefsten Bewohnern zählen Tiere wie Einzeller und Milben. Hoch oben sind es die Raubvögel wie der Milan.

Dazwischen tummeln sich: Säugetiere in der Größe einer Maus bis hin zu stattlichen Hirschen oder Bären (wenn es sie denn noch gibt), dutzende Vogelarten, Amphibien, Reptilien, Würmer, Schnecken, Insekten und in den Waldseen und Bächen sind zudem Fische heimisch.

Alles in allem ist der Wald wie die meisten naturbelassenen Landschaften dieser Erde ein perfektes und hochfunktionales Ökosystem, das weltweit von tausenden verschiedenen Tierarten bewohnt wird.


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