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Morgenroutine: So klappt der Start in den Tag


Mal ganz ehrlich…
Viele Menschen, die keine ausgesprochenen Frühaufsteher sind, kennen das…

  • Der Wecker schrillt.
  • Eine Hand wandert wie ferngesteuert unter der Bettdecke hervor zur Snooze-Taste.
  • Der Schläfer versinkt erneut im Traumland.
  • Und verschläft gelegentlich.

Im Grunde tut einem der Wechsel zwischen Schlafen und geweckt werden nicht gut.

Aufzuwachen und mehrfach wieder einzuschlummern, hält die Müdigkeit über den ganzen Tag in den Gliedern – es sei denn, Du unternimmst etwas dagegen.

Wenn der Start in den Tag von Anfang an besser klappen soll, solltest Du Dir eine Morgenroutine zurechtlegen.
Diese verlangt allerdings Disziplin.
Doch mit der Zeit gewöhnt Dein Körper sich daran.
Er kann am Ende gar nicht mehr anders.

Warum wir Morgenrituale brauchen

Wer sich nicht beizeiten an ein morgendliches Aufstehritual gewöhnt, hat es schwer, den Tag mit sich ein Einklang zu bringen.
So jemand kommt schwer aus dem Bett, weil er sich angewöhnt hat, den Wecker zu ignorieren.

Er ist dadurch müder, als er sein müsste.
Solche Menschen geraten regelmäßig unter Zeitdruck, wenn sie einen bestimmten Bus erwischen müssen.
Daher wird der Morgenkaffee schnell im Stehen getrunken oder Du bedienst Dich unterwegs an einem Croissant und einem Coffee-to-go.

Gesund ist das nicht.
Du startest schon unter Zeitdruck in den Tag.
Deinem morgendlichen Hektik-Pegel kann jeder entnehmen, dass Du ein Getriebener bist.

Vielleicht lässt die Zahl der im Müll entsorgten Pappbecher darauf schließen, dass Millionen von Menschen Probleme mit dem Aufstehen haben.
Damit es morgens mit dem Aufstehen besser klappt und die Familie sich gemütlich während der Woche am Frühstückstisch einfindet, bedarf es einer gewissen Routine.

Jeder muss herausfinden, was ihm morgens die Laune verhagelt und was nicht.
Es braucht einen familiären Zeitplan für die Badbenutzung, damit jeder den Tag mit guter Laune beginnen kann.
Nach dem Wecker-Klingeln solltest Du Dich genüsslich strecken und recken – und dann einfach aufstehen.

Weck die Kids, wirft die Kaffeemaschine an, wasch Dich kalt, mach Deine morgendlichen Chi Gong oder Yoga-Übungen, lies in Ruhe die Zeitung, während andere sich für die Badbenutzung fertigmachen.

Dein Hund, der erstaunlicherweise eine reibungslos funktionierende innere Uhr hat, möchte pünktlich seinen ersten Gassi-Gang machen.
Er erwartet sein Futter um Punkt acht.
Wir brauchen Morgenrituale, weil ein entspannter Tagesbeginn keinen abrupten Kaltstart in den Tag nach sich zieht, sondern ein langsames Warmlaufen.

Streit und Stress am frühen Morgen vermasseln Dir den ganzen Tag.
Morgendliche Stressoren können später nur schwer abgelegt werden.
Lass es lieber gemächlicher angehen.

Das sind meine Morgenrituale für Dich

Meine innere Uhr weckt mich oft schon, bevor der Wecker klingelt.
Wenn der Wecker mich doch mal aus dem Tiefschlaf reißt, bekomme ich vor Schreck Herzrasen.

Ich mache den schnarrenden Wecker aus, strecke und dehne ich mich wohlig.
Dann greife ich nach der Wasserflasche, die immer neben dem Bett steht, und verdünne erst einmal mein Blut.

Durch niedrigen Blutdruck mag ich es kuschelig warm unter der Bettdecke.
Ich verliere im Schlaf entsprechend viel Flüssigkeit.
Das Auftanken erfrischt und belebt mich.
Dann rolle ich mich über die Seite aus dem Bett heraus und stehe auf.
Ich verhandle grundsätzlich nicht mit dem Wecker oder meinem inneren Zauderer, der gerne noch schlafen möchte.

Über die Jahre habe ich das frühe Aufstehen schätzen gelernt.
Der Tag ist noch leise, die Luft draußen noch frisch.
Es geht mir besser, seit ich mich nicht mehr von einem berufsbedingt gut gelaunten Radiosprecher aus dem Schlaf dampfplaudern und mit Musik berieseln lasse, die mir nicht zusagt.

Ich liebe die morgendliche Stille.
Und ich habe das Bad für mich alleine.

Nach einer kalten Morgenwäsche ziehe ich mich an und lüfte mein Zimmer.
Im Sommer lausche ich dem morgendlichen Vogelgesang.
Die frische Morgenluft belebt mich, ich inhaliere sie tief.
Anschließend lese ich in Ruhe eine Onlinezeitung, trinke einen Grüntee und lasse mir Zeit dabei, richtig wach zu werden.
Mein Geist ist definitiv kein Frühaufsteher. Mein Körper aber schon.

Meine Partnerin hat derweil ihren Wecker dreimal ignoriert.
Jetzt schleppt sie sich mit verquollenen Augen in die Küche, um Frühstück zu machen.

Wenn alle Instanzen in mir den gleichen Grad an Anwesenheit erreicht haben, frühstücke ich mit meiner Partnerin in der Küche.
Danach komme was wolle: Ich bin bereit für den Tag.

Kommt meine Morgenroutine allerdings an irgendeiner Stelle aus dem Takt, ist der Tag gelaufen – zumindest gefühlt.
Ohne meine morgendliche Routine geht gar nichts.
Meine gute Laune und meine Konzentrationsfähigkeit hängen davon ab, dass ich genau das tue, was mir guttut.
Und zwar exakt in dieser Reihenfolge.
Ich gehe gegen zehn ins Bett, und stehe um Punkt halb sechs auf. Keine Aufstehprobleme.

Wenn jemand meint, er müsse bis zwölf schlafen, auf nüchternen Magen eine Zigarette rauchen oder den Kaffee im Stehen herunterstürzen, um dann zum Bus zu rasen, erinnere ich mich daran, dass ich es früher genauso machte.
Zunehmendes Alter hat mich gelehrt, dass es mir damit nicht wirklich gutgegangen ist.

Es fühlte sich an wie eine rasante Fahrt auf der Überholspur, während Körper und Geist sich noch im Schlummermodus und energetisch in Nullstellung befanden.
Zu meinem Erstaunen fiel es mir nicht schwer, meine gewohnte Morgenroutine um 180 Grad zu verändern.
Im Gegenteil: Es geht mir jetzt viel besser.

So kommst Du besser durch den Tag

Jeder Mensch sollte selbst herausfinden, welche morgendlichen Bedürfnisse Körper und Geist haben.
Es kann durchaus sein, dass verschiedene Instanzen in Dir ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben.
Diese können sich zudem mit dem Alter verändern.

Teste einmal, ob die folgenden Tipps hilfreiche Veränderungen bewirken und sich als Aufstehhilfe eignen.

1. Meditativer Tagesbeginn

Für manchen ist ein meditatives Morgenritual die beste Methode, gegen Aufstehprobleme und innere Widerstände anzugehen.
Einige Menschen meditieren.
Andere starten den Tag mit Feldenkrais-, Yoga- oder Chi Gong-Übungen.

Nach diesem Morgenritual fühlen viele Menschen sich entspannt und erfrischt.
Der Geist ist gelassen, der Körper spürt sich selbst als lebendig und durchblutet.
Die Sauerstoffaufnahme wurde verbessert.

2. Sportlicher Tagesbeginn

Viele Menschen gewöhnen sich an, unmittelbar nach dem Aufstehen Gymnastikübungen am offenen Fenster zu machen.
Auch wenn das nicht jedermanns Sache ist, ist Frühsport als Aufstehhilfe geeignet.

Zwischen Joggingstrecken im Wald, ein paar Minuten auf dem Laufband, frühmorgendlichem Schwimmen in der Ostsee oder Yoga-Asanas im Schlafzimmer liegt eine ganze Palette von Möglichkeiten, um ein Aufstehproblem in den Griff zu bekommen.
Ein flotter Gang mit dem Hund tut aber ebenso gut.

3. Familiärer Tagesbeginn

Das Frühstück sollte die Energie liefern, um den Tag gut zu überstehen.
Der Energiepegel ist niedrig.
Für ein zwei Tassen Grüntee oder Kaffee, Porridge, Pancakes oder Power Smoothie solltest Du Dir Zeit nehmen.

Das Frühstück mit dem Partner oder der ganzen Familie ist „Quality Time“, die einen angenehmen Tagesbeginn einleiten sollte.
Streit am Frühstückstisch geht gar nicht.
Unterwegs zu essen, ist ebenfalls nicht gesundheitsförderlich.
Zudem mögen Chefs es gar nicht, wenn die halbe Belegschaft nach dem Eintreffen erst einmal frühstückt, um dem Morgen etwas abzugewinnen.

Zeitung und Smartphone haben auf dem Frühstückstisch nichts verloren.
Dein Aufstehproblem sollte dem Vorgesetzten nicht bewusst werden, weil Dein gelegentliches Zuspätkommen sonst der richtigen Ursache zugeordnet werden kann.

4. Informativer Tagesbeginn

Mancher liebt es, erst einmal die Tagesnachrichten zu „frühstücken“, bevor er sich unter die Dusche stellt.
Bei einer Tasse starkem Assam-Tee die Morgenzeitung zu lesen, ist durchaus eine akzeptable Art, langsam wach zu werden und sich für den Tag zu rüsten.

Es kann aber auch sein, dass das „mediale Frühstück“ Deine Nerven strapaziert, weil vornehmlich internationale Konfliktherde und politische Ärgernisse den Morgendämmer durchdringen.
Sofern die Morgenlektüre entspannt, ist diese Aufstehhilfe geeignet.

5. Mutiger Tagesbeginn

Ganz mutige Menschen stellen den Wecker ans andere Ende des Schlafzimmers.
Das zwingt sie, sofort aufzustehen.
Alle Aufstehprobleme sind damit gelöst.
Kissenwürfe in Richtung auf den Wecker sind meistens zwecklos.

Der entfernt stehende Wecker ist eine Weckhilfe, mit der Langschläfer sich austricksen wollen.
Für mutige Menschen beginnt der Tag mit Heiß-Kalt-Wechselduschen, einer erfrischenden Winterbader-Schwimmstrecke in der Ostsee oder einem Barfuß-Kneipp-Gang über den taunassen Rasen.
Anschließend geht es auf das Laufband oder an die Hantelbank.
Erst dann wird gefrühstückt.

Mancher mag dieses brachiale Programm erfrischend finden – aber ob es tatsächlich gesund ist, sei dahingestellt.
Zumindest die morgendliche Flüssigkeitszufuhr sollte frühzeitig erfolgen.
Sonst gibt es zwar kein Aufstehproblem, aber ein gesundheitliches Problem zu beklagen.

Fazit

Vieles, was Menschen sich in jungen Jahren angewöhnen, wird für cool gehalten.
Es missachtet aber oft die Bedürfnisse des Körpers und des Geistes.

Jahrelang wird Ungutes beibehalten – aber es zementiert ungute Gewohnheiten, ohne die Aufstehproblematik wirklich zu lösen.
Wenn die Menschen ehrlich sind, sind sie nach dem unterwegs getrunkenen Coffee-to-go nicht wirklich besser drauf, als wenn sie eine Viertelstunde früher aufgestanden wären und in Ruhe Zuhause gefrühstückt hätten.

Du solltest Dich fragen, welche Instanz in Dir Dich regelmäßig verschlafen lässt – und was das ändern könnte.
Der junge Morgen ist viel zu kostbar, um jahrelang verschenkt zu werden.

Wenn Du spät abends nicht einschlafen kannst und morgens nicht aus den Federn findest, läuft mit Deinem Timing offensichtlich etwas nicht rund. Schau einmal, ob es Dir mit anderen Strategien deutlich besser geht.
Vielleicht solltest Du Deine Morgenrituale lieber tatsächlichen Bedürfnissen anpassen, statt Tag für Tag im Unlustmodus länger als nötig unter Deiner Bettdecke zu verharren.

Dieser Beitrag ist Teil einer Blogparade auf der Webseite Stubenblogger.de.
Wenn du dem Link folgst, siehst du weitere nützliche Informationen und Inspirationen zur Morgenroutine.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Aber nicht nur das...

Gleichzeitig will ich das Wissen recht unterhaltsam servieren, so dass du vielleicht mal wiederkommst.

Ich weiß selbst, dass dieser Ansprung enorm ist.

Aber deshalb arbeite ich auch jeden Tag an mir und an diesem Projekt, so dass du auch jeden Tag neues kostenloses Wissen bekommst.

Nicht schlecht, oder?

Also bis später vielleicht.

LG Mathias Mücke


Tasse

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