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Was passiert im 7. Schwangerschaftsmonat


Ein kleines Wunder wächst und gedeiht unter Deinem Herzen. Auch der 7. Schwangerschaftsmonat steckt voller Überraschungen. Die Sinnesorgane Deines Kindes entwickeln sich mit bewundernswerter Geschwindigkeit. Dein Kind hört Dir nun genau zu und spielt mit Dir. Trotz den kleinen Wehwehchen genießt Du diese tolle Zeit.

Entwicklung des Kindes im 7. Schwangerschaftsmonat

Eine spannende Zeit geht weiter. Im siebten Schwangerschaftsmonat, der die 25. bis. 28. SSW umfasst, wachsen Dein Kind und Dein Bauch fleißig weiter.

Nun bist Du schon im dritten Trimester Deiner Schwangerschaft angekommen und wunderst Dich wie schnell die Zeit vergeht. Die Gedanken an die Geburt schwirren immer öfter durch Deinen Kopf.

Im siebten Schwangerschaftsmonat wiegt der kleine Sprössling in Deinem Bauch rund 1500 Gramm und ist etwa 40 cm groß. Seine Turnstunden werden immer seltener, denn langsam wird es im warmen Bauch zu eng.

Manche Babys nehmen im dritten Trimester sogar die endgültige Lage für die bevorstehende Geburt an. Das Kind ist oft wach und beschäftigt sich gerne mit seinem Körper. Es spielt mit der Nabelschnur, bewegt aktiv seine Hände und lutscht an seinem Daumen.

Langeweile kommt bei solch einem Programm definitiv nicht auf. Wenn es müde wird, gähnt es und reibt sich die Augen – es wird Zeit für ein Nickerchen. Das Baby hat bereits seinen eigenen Schlaf- und Wachrhythmus gefunden, der nicht unbedingt mit Deinem übereinstimmen muss.

Das Highlight des siebten Schwangerschaftsmonats, ist die enorme Entwicklung der Sinne. Das Baby reagiert auf unterschiedliche Geräusche und visuelle Reize wie starkes Licht. Wenn Du mit Deinem Baby sprichst oder ihm ein Lied vorsingst, hört es ganz sanft Deiner Stimme zu und genießt es. Auch Deine Herztöne nimmt Dein Baby wahr. Sie hören sich vertraut an. Dein Baby fühlt sich geborgen.

Wenn Du mit einer Taschenlampe durch die Bauchdecke leuchtest, wird sich Dein Baby höchstwahrscheinlich in Richtung der Lichtquelle drehen. Denn die Augen des Babys haben einen starken Entwicklungsschub hinter sich, nun kann es seine Augen öffnen und wieder schließen.

Beschwerden und Symptome im 7. Schwangerschaftsmonat

Schwangerschaft bringt eine große Veränderung mit sich, auch für Deinen Körper. In den letzten Wochen ist Dein Bauch erkennbar gewachsen. Die daraus resultierende Enge trägt dazu bei, dass Du die Bewegungen des Kindes nun deutlicher spürst.

Der kleine Sportler boxt und kickt gegen die Bauchdecke. Das kann schmerzhaft sein. Die Bindung zu Deinem Kind wird noch stärker, denn nun spürst Du eindeutig seine Aktivität. Hast du bereits einen Namen für Deinen Sprössling ausgesucht?

Bereits ab der 25. SSW können Übungswehen auftreten. Es ist ein rhythmisches Zusammenziehen der Gebärmuttermuskeln und gehört zu einem natürlichen Phänomen in der Schwangerschaft. Also brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, wenn Dein Bauch sich ab und zu hart anfühlt und Du ein leichtes Ziehen in Deinem Unterleib verspürst.

In dieser Phase bereitet sich Dein Körper langsam auf die Geburt vor. Die Übungswehen sind ganz leicht, tun nicht weh und können keine Geburt auslösen – genau das ist der entscheidende Unterschied zu den Geburtswehen.

Dein Sprössling wächst weiter und fordert Deinen Körper immer mehr. Die kleinen Wehwehchen lassen sich in der Regel mit kleinen Tipps und Tricks lindern und so kannst Du Deine Schwangerschaft fast unbeschwert genießen. Folgende Beschwerden können im siebten Schwangerschaftsmonat auftreten:

Du bemerkst Veränderungen der Körperhaltung. Denn aufgrund des wachsenden Bauches verlagert sich der Schwerpunkt Deines Körpers. Dies kann eine Auswirkung auf Dein Gleichgewicht haben. Achte darauf, dass Du langsamer läufst und Dir mehr Ruhepausen gönnst.

Auch Rückenschmerzen sind ein Thema. Denn der immer mehr wachsender Babybauch und größere Brüste können zu unangenehmen Rückenschmerzen führen. Um Rückenschmerzen zu vermeiden, solltest Du einen gutstützenden und bequemen Büstenhalter tragen.

Du solltest den Bauch stützen. Deshalb bietet sich das Tragen eines Bauchbandes an. Das Bauchband unterstützt durch gezielte Entlastung die Beckenbodenmuskulatur. Dadurch wird der Rücken geschont, das Auftreten von Hohlkreuz verhindert und das Entstehen von Schwangerschaftsstreifen reduziert. Auch gezielte und regelmäßige Übungen, gemütliche Spaziergänge an der frischen Luft sowie Schwimmen können Deinen Rücken entlasten.

Sodbrennen ist ein weiteres Symptom in fast jeder Schwangerschaft. Schuld am Sodbrennen ist die hormonelle Veränderung im Körper. Das Progesteron, ein weibliches Hormon, sorgt dafür, dass die Muskeln sich entspannen und leichter dehnen können. Dies ist wichtig für den wachsenden Babybauch.

Leider wirkt dieses Hormon nicht punktuell, sondern gleich im ganzen Körper. Der Schließmuskel, welcher den oberen Mageneingang schließt, wird nun leckerer und ermöglicht der Magensäure in die Speiseröhre zu fließen. Dadurch spürst Du das unangenehme Sodberennen. Zusätzlich trägt der wachsende Bauch dazu bei, dass der Magen durch die Gebärmutter nach oben gedrängt wird.

Die meisten Schwangeren leiden ab Ende des siebten Schwangerschaftsmonats an Sodbrennen. Gute Nachricht: Sodbrennen mag sehr unangenehm sein, Deinem Kind schadet es jedoch nicht.
Um das Sodbrennen soweit es geht zu reduzieren, solltest Du über den Tag verteilt kleine Mahlzeiten zu Dir nehmen.

Zudem fördert das horizontale Liegen das unangenehme, brennende Gefühl. Versuche nach dem Essen in einer aufrechten Position zu bleiben bzw. beim Liegen ein zusätzliches Kissen zu nutzen. Außerdem fördern stark gewürzte Speisen, Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke das Sodbrennen. Versuche, soweit es geht, auf diese zu verzichten.

Dafür kannst Du ein paar Mandeln, Haferflocken, ein Glas Milch oder gekochte Kartoffeln zu Dir nehmen. Diese Lebensmittel neutralisieren die Magensäure und beugen das Sodbrennen vor.

Geschwollene Beine und Hände kommen ab dem siebten Schwangerschaftsmonat ebenfalls relativ häufig vor. Meist sind die Wassereinlagerungen harmlos. Lagert sich jedoch in einer sehr kurzen Zeit viel Wasser ein, vor allem im Gesicht, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2-3 Liter am Tag) sowie eine eiweiß- und vitaminreiche Ernährung kurbeln den Stoffwechsel an und reduzieren die Wassereinlagerungen. Wechselduschen und das regelmäßige Hochlegen der Beine für mindestens eine halbe Stunde lindern die Beschwerden.

Der Gang in die Sauna kann gegen Wassereinlagerungen helfen. Das Schwitzen fördert die Ausscheidung vom Wasser. Die Muskeln entspannen sich, der Druck auf die Venen wird gemildert. Zudem stärkt das Saunieren Dein Immunsystem und aktiviert Deinen Stoffwechsel.

Wenn Dein Bauchbewohner immer größer wird, übt die vergrößerte Gebärmutter einen Druck auf Deine Blase auf. Die Folge: häufiges Wasserlassen. Die meisten Frauen merkten ab dem Beginn des siebten Monats, dass sie das stille Örtchen öfters aufsuchen müssen.

Um in der Nacht nicht zu oft auf die Toilette gehen zu müssen, solltest Du vor dem Schlafen auf das Trinken verzichten. Achte dabei, dass Du tagsüber genug Flüssigkeit aufnimmst. Versuche vor wichtigen Terminen kurz vorher die Toilette aufzusuchen. Koffein regt die Urinproduktion an, verzichte dementsprechend auf die koffeinhaltigen Getränke (Cola, Kaffee, schwarzer Tee).

Mit fortschreitender Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Kurzatmigkeit. Die Gebärmutter nimmt immer mehr Platz ein, so dass die Lunge sich nicht vollkommen entfalten kann. Folglich schnappst Du immer öfter nach Luft. Weder für Dich noch für Dein Kind ist die Kurzatmigkeit gefährlich.

Eine starke Gewichtszunahme fördert die Beschwerden. Mit gesunder Ernährung und viel Bewegung hältst Du die Gewichtzunahme im Griff. Gönn Dir regelmäßige Entspannungspausen. Yoga und Meditation sind tolle Begleiter in der Schwangerschaft.

Deine Hebamme kann Dir einige Atemübungen zeigen, die bei Kurzatmigkeit helfen können. Zögere nicht sie danach zu fragen. Um die 36. SSW lindern sich die Beschwerden, da Dein Kind tiefer in den Becken rutscht, die Lunge hat wieder mehr Platz.

Etwa 75 Prozent der Frauen bekommen in der Schwangerschaft die sogenannten Dehnungsstreifen. Der wachsende Babybauch, die Wassereinlagerungen, das breitere Becken und die größere Brust können dazu führen, dass im Laufe der zweiten Schwangerschaftshälfte die Haut sich stark dehnt und an ihre Grenzen kommt – die unbeliebten Schwangerschaftsstreifen entstehen.

Die Entstehung der kleinen Risse ist meist genetisch bedingt. Die Elastizität des Bindegewebes ist dabei entscheidend. Es heißt aber nicht, dass nichts in Deiner Hand liegt und Du dagegen nichts machen kannst. Die vorbeugenden Maßnahmen können die Bildung der Dehnungsstreifen verhindern bzw. deren Ausprägung reduzieren.

Achte auf gesunde Ernährung, denn eine schnelle Gewichtszunahme begünstigt enorm die Entstehung der Dehnungsstreifen. Gesunde Vollkornprodukte sowie vitaminreiches Obst und Gemüse stärken Deine Haut.

Für die Kräftigung des Bindegewebes tragen vor allem die Vitamine A, E und C bei. Spinat, Paprika und Brokkoli versorgen Dich mit Vitamin A. Vitamin C findest Du in großer Menge in allen Zitrusfrüchten. Nüsse und die meisten Obstsorten enthalten viel Vitamin E.

Auch eine gute Hautpflege ist in der Schwangerschaft das A und O. Mit leichten Massagen förderst Du die Durchblutung. Die regelmäßige Pflegeroutine mit speziellen Ölen und Cremes hält Deine Haut elastisch und spendet ihr viel Feuchtigkeit. Genieße die tägliche Pflege mit all Deinen Sinnen. Das tut Dir und Deinem Baby gut.

Die Versorgung des Kindes, hormonelle Umstellung, größere Blutmenge sowie Eisenmangel verlangen Deinem Körper vieles ab und sind die häufigsten Ursachen für Müdigkeit einer schwangeren Frau. Achte genau auf Deinen Körper und auf Deine Bedürfnisse.

Tipps für den 7. Schwangerschaftsmonat

Spaziergänge an der frischen Luft können Wunder bewirken. Der Sauerstoff und die Bewegung bringen Deinen Kreislauf in Schwung und helfen bei Müdigkeit. Auch Yoga oder Schwimmen tun gut und sind bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf empfehlenswert.

Ein Eisenmangel kommt in der Schwangerschaft oft vor und kann Müdigkeit und Erschöpfung verursachen. Achte auf eine eisenreiche Ernährung. Haferflocken, Kürbiskerne, Hülsenfrüchte, Leberwurst, Vollkornnudeln, Fleisch, Erdbeeren und Kiwis sind perfekte Eisenlieferanten. Vitamin C hilft dem Körper bei der Eisenaufnahme und stärkt das Immunsystem. Dabei reicht bereits ein Schuss Zitronensaft in Deiner täglichen Portion Wasser aus.

Zu viel zucker- und fetthaltige Lebensmittel belasten Deinen Körper unnötig. Achte auf eine gesunde Ernährung.

Versuche nicht mit koffeinhaltigen Getränken gegen die Müdigkeit anzukämpfen. Koffein beeinflusst negativ das Wachstum Deines Babys. Ab und zu eine Tasse Cappuccino mit viel Milch schadet jedoch nicht.

Viele bald werdenden Eltern spielen mit dem Gedanken in der Schwangerschaft noch in den Urlaub zu fliegen. Das Rauschen des Meeres, die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut versprechen Entspannung pur.

Die Frauenärzte betrachten das Fliegen bis zum 7. Monat als unproblematisch. Nach dem 7. Monat verlangen die meisten Fluggesellschaften eine ärztliche Erlaubnis. Wenn Du Dir nicht sicher bist, konsultiere Deinen Arzt – dann bist Du auf der sicheren Seite und kannst Deinen Urlaub unbedenklich genießen.

Deine To-Do für den 7. Schwangerschaftsmonat

Jetzt wird es höchste Zeit sich über mögliche Geburtskliniken zu informieren. Die meisten Kliniken bieten Informationsveranstaltungen für werdende Eltern an. Dort erfährst Du die wichtigsten Informationen rund um die Geburt und hast die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Des Weiteren solltest Du bereits jetzt Dir einen Platz in einem Geburtsvorbereitungskurs reservieren. Die genauen Termine und all die notwendigen Informationen erfährst Du bei Deiner Hebamme. In einem Geburtsvorbereitungskurs lernst Du unterschiedliche Atem- und Entspannungstechniken kennen, die Dir während der Geburt helfen werden.

Außerdem erwarten Dich viele hilfreiche Tipps rund um die Schwangerschaft, Geburt und die ersten Wochen mit Deinem Baby. In den meisten Kursen wird eine Partnerstunde angeboten. Dabei lernen die Männer, wie sie ihre Frauen vor, während und nach der Geburt tatkräftig unterstützen können.

Die Vorbereitungskurse bieten zudem eine tolle Möglichkeit, um Freundschaften zu knüpfen. Die Frauen bekommen ihre Kinder meist in dem selben Monat. So können sie gemeinsam die Entwicklungsphasen ihrer Kinder erleben, sich austauschen und gegenseitig unterstützen. Und das neugeborene Kind gewinnt auch gleich eine Freundin oder einen Freund.


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Dieser Fachartikel ist in Zusammenarbeit mit Ärzten, Hebammen und Apothekern entstanden.
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