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17. SSW: Entwicklung und Symptome der 17. Schwangerschaftswoche


Mit Erreichen der 17. Schwangerschaftswoche bzw. 17. SSW bist du im fünften Monat angekommen. Diese Woche reicht von 16+0 bis 16+6.
Dein Kind wächst weiter, trainiert seine Muskeln und du siehst im Stehen immer weniger von deinen Füßen. Alles Wichtige, was in dieser Woche auf dich zukommen kann, solltest du hier nachlesen.

Die Entwicklung des Kindes in der 17. Schwangerschaftswoche

13 bis 17 cm ist dein Baby mittlerweile lang. Es wiegt zwischen 100 und 140 g. Damit entspricht es der Größe einer Birne.
Ab jetzt wird seine Größe nicht mehr nur über die Scheitel-Steiß-Länge gemessen. Bauchumfang und Femurlänge spielen jetzt eine ebenfalls eine Rolle.

Anhand des Umfangs von Babys Brustkorb kann dein Gynäkologe das Gewicht bestimmen. Der dabei ermittelte Wert ist aber nur eine Schätzung, die Abweichungen von bis zu 20 % zulässt.

Etwas genauer kann die Körperlänge gemessen werden. Femur bezeichnet den Oberschenkelknochen. Seine Länge mit sieben multipliziert ergibt die Körperlänge deines Babys. Dieser Wert ist relativ genau, sodass du dich recht sicher darauf verlassen kannst.

Die Länge des Femurs kann außerdem auf eine Trisomie hindeuten. Bei Föten mit Trisomie 21 ist sowohl ihr Femur als auch ihr Oberarmknochen häufig verkürzt. Ein unterdurchschnittlich langer Oberschenkelknochen bedeutet aber nicht automatisch, dass dein Kind eine Chromosomenstörung hat.

Außerdem legt dein Baby in dieser Woche ordentlich an Gewicht zu. Es speichert diese Energie in Form von Fettpölsterchen, welche bei Neugeborenen noch braun sind. Braunes Fett ist besonders geeignet, um Wärme zu produzieren. Die Polster sind also nicht nur dafür da, die Babys besonders niedlich aussehen zu lassen, sondern helfen ihnen dabei, ihre Körpertemperatur zu halten.

Sein Skelett verknöchert weiterhin und die Reflexe werden weiter ausgebildet. Die inneren Organe sind im Grunde fertig. Sie wachsen nun hauptsächlich. Sogar Stuhl bildet sich im Darm deines Kindes bereits.
Weiterhin wird Myelin gebildet. Das ist eine Biomembran, die Nervenzellen umgibt und für eine schnellere Reizweiterleitung sorgt. So kann dein Baby schneller reagieren.

Übrigens sind in dieser Woche Baby und Plazenta etwa gleich schwer. Zum Ende deiner Schwangerschaft wird die Plazenta nur noch etwa 1/6 des Körpergewichts deines Babys ausmachen.

Was sieht man in der 17. SSW auf dem Ultraschall

Durch die ausgeprägten Reflexe kannst du deinem Kind bei vielen verschiedenen Bewegungen zusehen. Es greift, boxt, legt den Kopf in den Nacken, nuckelt am Daumen und hat immer noch sehr oft Schluckauf.
Es wird vermutet, dass Schluckauf als Atemübung dient, da der Fötus dabei automatisch Fruchtwasser „einatmet“ und durch die kräftigen Bewegungen sein Zwerchfell trainiert. Eindeutig geklärt ist jedoch bisher nicht, warum wir Schluckauf haben.

Der Triple-Test in der 17. Schwangerschaftswoche

Unter dem Triple-Test versteht man einen Test der Pränataldiagnostik. Er wird zwischen der 15. und 18. SSW durchgeführt und lässt Rückschlüsse auf Trisomien beim ungeborenen Kind zu. Seine Ergebnisse sind dabei jedoch nicht eindeutig.

Der Schwangeren wird dafür Blut abgenommen. Aus dem Blut wird die Konzentration drei verschiedener Stoffe festgestellt: Alpha-1-Fetoprotein, freies Estriol (kurz E3) und Beta-hCG.
Bei Frauen, die ein Kind mit Trisomie 21 erwarten, sind die ersten beiden Werte vermindert, der letzte erhöht. Bei Trisomie 18 sind alle drei Werte vermindert.

Sind die Werte deutlich höher als normal, deuten sie außerdem auf eine Mehrlingsschwangerschaft hin, welche in der 17. Schwangerschaftswoche jedoch bereits bekannt sein sollte.
Die Kosten für den Triple-Test werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Um wirklich eindeutige Ergebnisse zu erzielen, sind anschließend weitere Tests notwendig.

In der 17. Schwangerschaftswoche kommt es Veränderungen bei den Schwangerschaftssymptomen

Durch die starke Gewichtszunahme, werden deine Mutterbänder wieder mehr beansprucht. Das bedeutet, dass du möglicherweise wieder stärker an Schmerzen im unteren Bauch leidest, da die Bänder sich dehnen.

Wenn du feststellst, dass du einen harten Bauch bekommst, liegt das sehr wahrscheinlich daran, dass sich deine Organe verschieben. Der Platz in deinem Bauch wird langsam eng, sodass deine Organe vor der wachsenden Gebärmutter weichen müssen. Sie wandern nach oben, was für dich auch mit Übelkeit und Verdauungsproblemen verbunden sein kann.

Auch der Ischiasnerv kann dir zu schaffen machen. Er verläuft direkt unter der Gebärmutter und ist dadurch häufig einseitigem Druck ausgeliefert.

Weitere Symptome, wie Sodbrennen, Stimmungsschwankungen und Müdigkeit können auch weiterhin auftreten. Wassereinlagerungen, vor allem in Händen und Füßen, sind ebenfalls möglich.

Um diesen Zipperlein entgegenzutreten, kannst du dir ein paar schöne Kleidungsstücke für deine restliche Schwangerschaft gönnen. Umstandsmode ist in den letzten Jahren deutlich modischer geworden. Vor einigen Jahren noch war es eher üblich, dass Schwangere ihren Bauch versteckten, indem sie möglichst weite Oberteile trugen. Diese Zeiten sind vorbei, heute wird der Babybauch stolz in engen Oberteilen präsentiert.

Vielleicht bemerkst du auch Hautveränderungen. Deine Brustwarzen sind möglicherweise schon deutlich größer, als sie es noch vor der Schwangerschaft waren. Auch die Vorhöfe wachsen und werden dunkler. Das erleichtert dem Kind nach der Geburt die Suche nach deiner Brust.

Auch am Bauch hast du nun vielleicht eine dunkle Linie, die vom Bauchnabel bis zum Schambein reicht. Diese sogenannte Linea negra verschwindet meist nach der Schwangerschaft wieder. Wenn du stillst, braucht sie dafür länger. Allgemein bleibt diese Linie länger sichtbar, je mehr Kinder du geboren hast. Die genauen Gründe dafür sind nicht bekannt.

Deine Gewichtszunahme kann sich mittlerweile auf etwa 5 kg belaufen.

Unangenehmes Thema: Hämorrhoiden

Juckreiz in der Afterregion und Schmerzen können ein Zeichen für Hämorrhoiden sein. Darunter versteht man Blutgefäße, die in der Enddarmschleimhaut um den After liegen. Sie werden während der Schwangerschaft durch das erhöhte Blutvolumen stärker durchblutet und können dadurch anschwellen oder auch hervortreten. Dann sind kleine Schwellungen spürbar, die meist mit Schmerzen verbunden sind.

Hämorrhoiden werden durch Verstopfungen begünstigt. Wenn du genetisch bedingt zu Krampfadern neigst oder in einer vorangegangenen Schwangerschaft bereits Hämorrhoiden hattest, ist es leider gut möglich, dass du sie erneut bekommen wirst.

Sitzbäder und Salben, die du in der Apotheke bekommst, helfen dagegen. Sprich am besten auch mit deinem Arzt, auch wenn dieses Thema häufig tabuisiert wird. Du solltest nicht darunter leiden, weil es unangenehm ist, darüber zu sprechen.

Ballaststoffreiche Nahrung (Vollkorn, Gemüse, Obst) und viel Wasser, gepaart mit leichter Bewegung, können die Beschwerden lindern und auch dafür sorgen, dass Hämorrhoiden verschwinden, bzw. gar nicht erst auftreten.

17. SSW: Die Checkliste

  1. Die Größe des Kindes wird ab jetzt über die Länge des Oberschenkelknochens ermittelt. Diese multipliziert mit sieben ergibt die Körpergröße deines Kindes. Sie liegt in dieser Woche bei etwa 13 bis 17 cm.
  2. Sein Gewicht, das durch den Bauchumfang geschätzt wird, liegt ungefähr bei 100 bis 140 g.
  3. Kurze Oberschenkel- und Oberarmknochen können auf Trisomie 21 hindeuten.
  4. Das Kind bildet eine braune Fettschicht, die zur Wärmeregulation wichtig ist.
  5. Im Gehirn und Rückenmark bildet sich Myelin, welches die Reizübertragung verbessert.
  6. Plazenta und Kind wiegen in dieser Woche etwa gleich viel.
  7. Der Triple-Test kann Einschätzungen darüber zulassen, ob dein Kind an Trisomie 21 oder 18 leidet. Dieser Test wird nicht von den Krankenkassen bezahlt.
  8. Starke Schmerzen an den Mutterbändern und am Ischiasnerv sind wahrscheinlich.
  9. Auch Übelkeit und Verdauungsstörungen können auftreten. Dunkle Flecken auf der Haut werden durch Schwangerschaftshormone ausgelöst. Sie färben die Brustwarzen dunkler, machen sie größer und sorgen für die Linea negra zwischen Bauchnabel und Schambein. Nach der Stillzeit bilden sich diese Veränderungen in der Regel zurück.
  10. Du wirst bis zur 17. Schwangerschaftswoche etwa 5 kg zugenommen haben.
  11. Auch Hämorrhoiden können nun vermehrt auftreten, speziell, wenn du bereits darunter gelitten hast oder zu Krampfadern neigst. Sprich mit deinem Arzt, um die bestmögliche Hilfe zu erhalten. Außerdem wirkt eine ballaststoffreiche Ernährung lindernd und vorbeugend.

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