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18. SSW: Was passiert in der 18. Schwangerschaftswoche


Mit Erreichen der 18. Schwangerschaftswoche, welche von 17+0 bis 17+6 geht, befindest du dich mitten im zweiten Trimester. Du bist bereits in der zweiten Woche des fünften Schwangerschaftsmonats angelangt. Noch immer wird dir alles spannend und neu vorkommen. Du brauchst dich aber nicht zu sorgen, in diesem Artikel erfährst du auch für diese Woche alles, was du wissen musst. Denke immer daran, auch deinen Arzt mit Fragen zu löchern.

Die Entwicklung des Kindes in der 18. Schwangerschaftswoche

In der 18. Schwangerschaftswoche ist dein Kind etwa so groß wie eine Paprika oder eine Süßkartoffel. Seine Körperlänge liegt zwischen 14 und 21 cm. Sein Gewicht kann bis zu 200 g betragen. Abweichungen in beide Richtungen sind möglich und deuten nicht zwingend auf eine Fehlentwicklung hin.

Nicht selten kommt es vor, dass die errechnete Schwangerschaftswoche umdatiert wird. Dein Körper ist kein Uhrwerk und Schwankungen, wann dein Eisprung stattgefunden hat, sind also völlig normal. Diese Schwankungen können bis zu zwei Wochen Unterschied bedeuten. Sofern du nicht gezielt versucht hast, schwanger zu werden, und als Hilfe deinen Eisprung mit Ovulationstests und Temperaturmessen genau zu erfassen versucht hast, verlässt sich dein Arzt auf den ersten Tag deiner letzten Periode.

Daher ist der auf diese Weise errechnete Geburtstermin auch eher als ein Zeitraum von etwa drei bis vier Wochen zu verstehen. Zwei Wochen vor und nach dem Geburtstermin ist dein Kind reif genug, um komplikationslos auf die Welt zu kommen. Auch vorher oder danach ist dies natürlich möglich. In der Regel wird aber nur bis zum 10. Tag gewartet, wenn du überträgst, wie man das Überschreiten des Termins nennt. Danach wird die Geburt meistens eingeleitet.

In dieser Woche macht der Reifeprozess der Lunge einen Sprung. Durch das stetige Üben, indem dein Kind Fruchtwasser einatmet, trainiert es die Muskulatur. Auch seinen übrigen Körper bewegt es weiterhin viel. Noch hat es in deinem Bauch ausreichend Platz dafür, sodass es ungehindert Purzelbäume schlagen kann.

Die weiblichen Geschlechtsorgane sind in der 18. Schwangerschaftswoche an ihrem endgültigen Platz angekommen, sodass ab jetzt die Bestimmung des Geschlechts einfacher wird. Dennoch bleibt bis zur Geburt ein gewisses Restrisiko, dass dein Baby doch nicht das ist, was dein Arzt erkannt hat.

Die Gehörknöchelchen verknöchern weiter. Dadurch kann dein Baby immer besser hören. Die Arme und Beine werden länger und passen sich immer weiter dem bis zur Geburt angestrebten Verhältnis an.

Was sieht man auf dem Ultraschall in der 18. SSW?

Ab etwa dieser Woche können Fehlbildungen des Herzens sichtbar gemacht werden. Die Herzkammern sind nun so groß, dass sie auf dem Ultraschall erkennbar werden. Mit dem Doppler kann dein Gynäkologe feststellen, ob das Herz deines Babys gesund ist und sich zeitgerecht entwickelt. Der Doppler zeigt an, ob beispielsweise Blut zwischen den Kammern zurückläuft.

Sehr wahrscheinlich wird dein Kind bei den Untersuchungen schlafen. Bisher schläft es etwa 20 Stunden am Tag. Diese Schlafphasen werden von mehreren kurzen Wachphasen unterbrochen. Wenn du dich bewegst, wiegst du dein Kind damit in den Schlaf. Daher kann es sein, dass es gerade dann aktiv wird, wenn du dich eine Weile ausgeruht hast.

Das in der 18. Schwangerschaftswoche immer besser ausgebildete Gehör deines Kindes führte jüngst dazu, dass über die Notwendigkeit von Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft diskutiert wurde. Die dafür verwendeten Wellen können für das ungeborene Kind hörbar sein und als unangenehm empfunden werden. Du musst dir aber keine Sorgen machen, wenn du zu deinen Vorsorgeuntersuchungen gehst. In der Regel sind die Ultraschalluntersuchungen kurz und führen nicht zu nachhaltigen Schäden.

Dennoch soll vor allem das Schallen in Eigenregie mit geliehenen Geräten verboten werden. Auch, um verunsicherte werdende Eltern zu vermeiden, die nicht ausreichend geschult sind, um die selbst erstellten Ultraschallbilder deuten zu können.

Deine Symptome während der 18. SSW

Deine Gebärmutter ist nun etwa so groß wie eine Melone. Sie endet knapp unterhalb deines Bauchnabels. Das weiter steigende Gewicht von Baby und Plazenta übt Zug auf die Mutterbänder aus, sodass du weiterhin unter Dehnungsschmerzen leiden kannst.

Auch andere, bereits behandelte Symptome (Müdigkeit, Sodbrennen, Verdauungsstörungen, Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen) sind völlig normal. Vor allem Sodbrennen kann sich nur stärker bemerkbar machen. Die wachsende Gebärmutter drückt auf deine anderen Organe und verschiebt sie. Dies, zusammen mit deiner hormonell bedingt gelockerten Muskulatur, kann aufsteigende Magensäure begünstigen.

Tritt bei dir plötzlich Nasen- oder Zahnfleischbluten auf, musst du dir keine großen Sorgen machen. Beides ist eine Folge deines erhöhten Blutvolumens. Erst, wenn deine Nase nicht aufhört, zu bluten, oder du sehr häufig darunter leidest, solltest du einen Arzt befragen.

Auch stärkere Speichelbildung kann vor allem in der ersten Schwangerschaftshälfte, also noch bis zur 20. Woche, auftreten. Wenn es dich stört, kannst du Bonbons lutschen oder Kaugummis kauen. Dadurch reguliert sich die Produktion des Speichels in der Regel von selbst.

Musst du plötzlich wieder häufiger auf die Toilette, liegt das daran, dass deine Gebärmutter sich verlagert hat. Sie liegt nun weiter vorn und übt damit mehr Druck auf deine Blase aus. Dieser Druck macht sich als vermehrter Harndrang bemerkbar.

Dass du dein Kind zum ersten Mal spürst, wird immer wahrscheinlicher. Bist du bereits Mutter, konntest du die ersten Tritte vermutlich schon wahrnehmen. Erstgebärende müssen sich eventuell noch ein wenig gedulden.

Krampfadern in dieser Zeit

Krampfadern in der Schwangerschaft entstehen, wie Hämorrhoiden, durch das erhöhte Blutvolumen und die hormonell elastischeren Adern. Wenn du viel stehst oder mit Mehrlingen schwanger bist, hast du ein erhöhtes Risiko, unter Krampfadern zu leiden. Wenn du in einer vorangegangenen Schwangerschaft bereits Krampfadern hattest oder sie in deine Familie häufig vorkommen, ist die Wahrscheinlichkeit ebenfalls erhöht.

Krampfadern in der Schwangerschaft können im Schambereich und an den Beinen auftreten. Letztere bleiben nach der Geburt meist, während die im Schambereich wieder verschwinden. Krampfadern sind ein Grund für ein Beschäftigungsverbot. Solltest du sie bei dir bemerken, solltest du sie unbedingt ärztlich abklären lassen.

Um Krampfadern vorzubeugen, solltest du dich gesund ernähren. Vor allem Vitamin C und E helfen dabei. Außerdem ist leichte sportliche Betätigung anzuraten, sofern dein Arzt dir diese nicht untersagt hat. Vermeide zu langes Stehen und lege am Tag immer wieder mal die Beine hoch. Des Weiteren kannst du deinen Beckenboden trainieren.

Du trainierst deinen Beckenboden, indem du dir vorstellst, du müsstest Harn zurückhalten. Dabei spannst du automatisch die richtigen Muskeln an. Halte diese Spannung für einige Sekunden und entspanne sie wieder. Wiederhole die Übung zehn bis 20 mal. Auf diese Weise bereitest du deinen Körper auch schon auf die Zeit nach der Geburt vor, in welcher ein gut trainierter Beckenboden dir sehr weiterhelfen wird.

Zusammenfassung

  1. Die Körperlänge deines Kindes wird nicht mehr in SSL berechnet. Dein Kind ist in dieser Woche zwischen 14 und 21 cm lang und wiegt bis zu 200 g.
  2. Der errechnete Geburtstermin ist eher als ein Zeitraum zu verstehen.
  3. Die Lunge reift weiter, die weiblichen Geschlechtsorgane wandern an ihren Platz.
  4. Dein Baby kann nun besser hören und Arme und Beine werden länger.
  5. Herzfehlbildungen sind ab der 18. Schwangerschaftswoche im Ultraschall erkennbar. Der Doppler macht dies möglich.
  6. Deine Gebärmutter erreicht die Größe einer Melone und endet knapp unterhalb deines Bauchnabels.
  7. Vermehrt auftretendes Nasen- oder Zahnfleischbluten ist auf dein erhöhtes Blutvolumen zurückzuführen. Erst wenn es wirklich häufig auftritt oder nicht mehr aufhört, solltest du zum Arzt gehen.
  8. Vermehrter Speichelfluss kann auftreten.
  9. Häufiger Harndrang kommt von der Lage deiner Gebärmutter, die ab der 18. SSW wieder mehr auf die Blase drücken kann.
  10. Als Erstgebärende hast du möglicherweise noch keine Bewegungen gespürt. Bist du bereits Mutter, liegen die ersten erkennbaren Bewegungen deines Kindes vermutlich schon eine oder auch mehrere Wochen zurück.
  11. Krampfadern können auftreten. Vor allem bei familiär vorbelasteten Frauen, Frauen, die viel stehen müssen, oder Mehrlinge erwarten, bilden sie sich an den Beinen oder im Schambereich. Sie können ein Grund für ein Beschäftigungsverbot sein. Vorbeugen kannst du Krampfadern mit gesunder Ernährung mit viel Vitamin C und E. Ausreichend Bewegung, Ruhepausen mit Hochlage der Beine und Beckenbodentraining sind ebenfalls hilfreich.

Falls du weitere Informationen zu anderen Schwangerschaftswochen suchst, findest du diese auf unserer Übersichtsseite.


Dieser Fachartikel ist in Zusammenarbeit mit Ärzten, Hebammen und Apothekern entstanden.
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