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Warum beim Palettentausch Verjährung nicht gleich Verjährung ist


Beim Palettentausch gelten zwei verschiedene Verjährungsfristen.
Zum einen gilt die Verjährung von einem Jahr und zum anderen von drei Jahren.

Welche Probleme und Risiken sich dadurch ergeben, erfährst Du in diesem Artikel.



Warum Du den Palettentausch zweimal buchen musst.

Bei jedem Transport, bei welchem verfolgungspflichtige Packmittel im Spiel sind, werden diese Paletten auf Palettenkonten gebucht.

Der von dem die Paletten stammen erhält dann im Palettenkonto eine Gutschrift über die Paletten und der Tauschpartner, welcher diese übernimmt – erhält in einem weiteren Palettenkonto eine Belastung über die Anzahl.

Somit werden bei jeder Übernahme und bei jedem Palettentausch auch immer zwei Palettenkonten bebucht.
Das eine Konto stellt die Palettenherkunft und das andere den Palettenverbleib dar.

Es ergeben sich daraus auch zwei verschiedene Konten, welche zwei verschiedene Bestände ausweisen.
Ein Tauschpartner schuldet Dir Paletten und dem anderen schuldest Du Paletten.

Aber da ist noch mehr.
Denn beide Konten unterscheiden sich nämlich noch ganz wesentlich und zwar in der Handhabung.

Das eine Palettenkonto ist vielleicht das Palettenkonto eines Kunden, welcher monatlich von Dir einen Auszug erhält.
Und das andere Palettenkonto gehört zu einem Transportunternehmen, welcher einmalig für Dich fuhr.

In diesen Konstellationen ergeben sich verschiedene Verjährungsfristen für das Palettenkonto bzw. für den Palettentausch.
Und natürlich sind durch die verschiedenen Verjährungen auch Risiken für den Palettenverlust erkennbar.

Warum du mit den Verjährungsfristen beim Palettentausch Probleme bekommst.

Wie oben bereits geschildet, weist ein Palettenkonto ein Guthaben, aus einem Transport, aus.
Das andere Palettenkonto weist eine Belastung aus genau dem selben Transport aus.

Das Palettenkonto mit dem Guthaben gehört zu einem Kunden, mit dem monatlich das Palettenkonto abgestimmt wird und somit gilt eine Verjährung von drei Jahren.
Also auch nach drei Jahren musst du dem Kunden diese 34 Paletten noch anliefern, wenn er diese habe möchte.

Der andere Tauschpartner, das Subunternehmen, welches einmalig für Dich fuhr und nie ein Palettenkonto von Dir erhalten hat, schuldet Dir aus diesem Transport 34 Europaletten.

Diese Forderung solltest Du innerhalb von einem Jahr geltend machen.
Denn genau dann endet dein Anspruch und es beginnt die Verjährung.

Obwohl dein Kunde seine 34 Paletten auch nach drei Jahren noch bekommt, hast Du nach einem Jahr schon kein Anspruch mehr auf deine Forderung.

Für den Subunternehmer gilt ebenfalls der selbe Maßstab.
Angenommen er hat irgendwo Paletten für seinen Kunden bzw. Spediteur gelassen.
Dann hat er ein Jahr Anspruch auf diese Palettengutschrift, falls es kein Palettenkonto gab.
Falls zwischendurch ein Palettenkonto vom Spediteur aufgetaucht ist, verlängert sich der Anspruch auf drei Jahre.

Oder was gern gemacht wird…
Die Spedition des Subunternehmers zwingt diesen zu einer Kontoabstimmung innerhalb eines Monats.
Alle Belege, welche danach eingereicht werden, sollen demnach nicht mehr akzeptiert werden.
Das ist natürlich Quatsch, da der Unternehmer noch Konten vor drei Jahren abstimmen kann.

Du siehst selbst…
Für alle Tauschpartner ergeben sich immer Vor- und Nachteile.
Deshalb solltest Du in der Palettenbuchhaltung deine Betriebsprozesse ganz schlank gestalten und ein aktives Bestandsmanagement betreiben.


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