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Die Legende von Börk und Drott in der nordischen Mythologie


Börk war laut nordischer Mythologie der Vater von Halfdan, einem bedeutenden Krieger seiner Zeit. Die Geschichte von Börk und Drott muss sich gegen Ende des 7 Jahrhunderts oder Anfang des achten Jahrhunderts zugetragen haben.

Ursprünglich stand Börk im Dienste der Siklinge und war die rechte Hand von Alf Sigarson, Prinz von Dänemark. Mit seiner späteren Frau Drott hatte er neben Halfdan, noch den Stiefsohn Hildibrand.

Drotts Verschleppung nach Schweden

Drott war ursprünglich die Tochter des Königs Rögnvald von Norwegen.
Dieser König war schon recht alt, als ihn Gunnar von Schweden angriff.

Gunnar galt als rücksichtsloser und unbarmherziger Eroberer.
Der alte König wusste, dass seine Zeit gekommen war.
Dennoch ritt er dem Schwedenkönig entgegen, mit der Gewissheit – dass er zu den Göttern aufsteigen würde.

Doch bevor er seine letzte Schlacht antrat, vergrub er die Familienschwerter Lysing und Hvyting an einem sicheren Ort.
Nur seine Tochter Drott kannte den Ort des Familienschatzes.
Sie wurde in einem Erdhaus, ganz in der Nähe, mitsamt ihrer Dienerschaft untergebracht.

Laut Legende soll König Rögnvald schon vom Alter so sehr geschwächt gewesen sein, dass ihn seine Diener stützen mussten.
Gebeugt und gestützt ging er seinen Feinden entgegen und fand einen schnellen Tod.

Nun war Gunnar von Schweden der rechtmäßige Herrscher des Landes.
Er unterwarf die Norweger durch Grausamkeiten und Gräueltaten.
Schnell hatte er erfahren, dass die Tochter des Rögnvald sich in Norwegen versteckt hielte.

Gunnar ließ das Reich durchsuchen und fand recht schnell die Königstochter.
Die Schwerter des Königs blieben ihm aber verborgen und auch Drott gestand ihm niemals, wo sich diese befanden.

Gewaltsam verschleppte Gunnar die Königstochter nach Schweden.
Drott war seine Kriegsbeute und musste den Mörder ihres Vaters ehelichen.
Aus dieser Ehe entstammte ihr erstes Kind, namens Hildibrand.

Und der junge Hildibrand war genauso grausam, rücksichtslos und grob – wie sein Vater.
Auch wiedersetzte er sich öffentlich gegen ihn, so dass Gunnar ihn sogar rausschmiss.
Hildibrand blieb in Schweden und schloss sich der Kriegerschaft des Königs an.

Börks Kampf gegen Gunnar von Schweden

Börk, der spätere Ehemann der Drott und einstige rechte Hand der Siklinge – hatte von der Grausamkeit in Norwegen gehört.
Da vom Königsgeschlecht der Siklinge, nur noch die Enkelin Gudrid am Leben war – zerfiel Dänemark.
Die Enkelin war zu jung zum Regieren und Dänemark wurde unter den Jarls aufgeteilt.

Somit besaß Börk eine eigene Flotte, welche er souverän befehligen konnte.
Und so segelte er von Dänemark nach Schweden und kämpfte gegen Gunnar.

Bei diesem Kampf tötete Börk den Schwedenkönig.
Angetan, erleichtert und dankbar für ihre Befreiung verliebte sich Drott in Börk.
Und so nahm sie das Angebot des Helden an, zog mit ihm nach Dänemark und ehelichte ihn.
Aus dieser Ehe entsprang der junge Halfdan, das zweite Kind der Drott.

Dieser Halfdan sollte später einmal seinen Halbbruder Hildibrand bezwingen und Gudrid von den Siklingen zur Frau nehmen.
Aus dieser Ehe ging dann, einer der größten Wikinger Anführer hervor, welcher jemals lebte.
Die Rede ist von Harald Hildetand oder besser bekannt als Harald Kampfzahn.

Da Dänemark noch immer uneins war, wurde es zum Ziel vieler Seeräuber.
Die sogenannten Seekönige verwüsteten zu dieser Zeit ganze Landstriche.
Besonders stark litten die Dänen, unter dem Freibeuter Rötho.
In der Schlacht zwischen Rötho und Börk, verlor schließlich Börk sein Leben.


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