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Der Unterschied zwischen Insel und Kontinent an Beispielen erklärt


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Mallorca ist eine Insel, Lanzarote auch und Grönland ebenfalls. Grönland umfasst rund 2,2 Millionen Quadratkilometer Fläche, Australien sogar 7,7 Millionen Quadratkilometer. Während Grönland als Insel bezeichnet wird, spricht man bei Australien von einem Kontinent. Der Unterschied liegt in den Kontinentalplatten.

Als Insel bezeichnet man grundsätzlich jedes Landstück, das aus dem Meer herausragt.

Die Landmasse muss dabei über der Meeresoberfläche erkennbar sein. Aber das gilt auch analog für Kontinente. Kontinent stammt ab vom lateinischen Begriff continentens und heißt übersetzt zusammenhängendes Land. Mit Kontinent bezeichnet man große Landflächen auf den Kontinentalplatten. Wurden diese Stücke dieser Kontinentalplatten voneinander getrennt, so bleibt der abgetrennte Teil in der Regel dem Kontinent zugeordnet.

Grönland gehört geologisch zu Nordamerika und wird deshalb als Insel bezeichnet. Australien ist ein Kontinent, der mit der Antarktis verbunden war. Die Platten haben sich aber vor vielen Jahrhunderten voneinander gelöst. Dadurch wurde Australien zu einem Kontinent. Zieht man diese Definition heran, ist Europa kein eigener Kontinent. Die Bezeichnung hat sich durch politische und historische Veränderungen aber durchgesetzt, sodass man heute auch Europa als Kontinent bezeichnet.

Der Kontinent besteht aus Erdkrusten

Die Erdoberfläche ist in verschiedene Kontinentalplatten unterteilt. Diese bewegen sich ganz langsam weiter. Australien bildet zusammen mit Tasmanien und Neuseeland eine eigene Platte. Grönland ist geologisch ein Teil der nordamerikanischen Platte. Geht man von der Geologie aus, so gibt es keine Inseln. Eine Insel ist ein rein geografischer Begriff, der Sichtbares beschreibt. Das liegt daran, dass die äußerste Schale der Erde in mehrere Platten, die Kontinentalplatten, zerbrochen ist.

Die Schale besteht aus Erdkruste und oberstem Erdmantel. Diese Krusten umgeben bis heute die Kontinente, also zum Beispiel Afrika. Die entstandenen Kontinentalplatten stimmen aber nicht mit unseren geografischen Zuordnungen ein. Diese haben sich durch politische Ereignisse sowieso immer wieder verändert. Afrika und Madagaskar liegen zum Beispiel auf der Afrikanischen Platte, während Grönland gemeinsam mit Amerika und Kanada auf der Nordamerikanischen Platte liegt. Geologisch gehören Afrika und Madagaskar zusammen, sie sind nur sichtbar durch das Meer getrennt. Tief unter der Erde hängen sie zusammen, ähnlich wie Großbritannien und Eurasien.

Eine Insel hat keine eigene Kontinentalplatte

Großbritannien war in der Eiszeit nicht von Eurasien durch ein Meer getrennt, also auch optisch ein Teil von Eurasien. Heute ist Großbritannien durch ein Meer vom restlichen Europa getrennt und könnte auch als Kontinent bezeichnet werden. Falsch wäre das nicht, würde aber für Irritationen sorgen. Mit Kontinent wird tatsächlich eher eine größere Kontinentalmasse verstanden. Die Größe ist dabei zusätzlich entscheidend. Großbritannien ist im Vergleich zu Kontinenten wie Afrika oder Nordamerika eher klein. Die Bezeichnung „die Insel“ hat sich längst durchgesetzt und ist daher auch zutreffender.

Der größte Kontinent der Welt ist Asien, gefolgt von Afrika, Nordamerika, Südamerika, Antarktis und Australien. Europa wird auch als Kontinent bezeichnet, ist es aber eigentlich nicht. Die Landmasse Eurasien setzt sich aus Asien und Europa zusammen. Europa ist damit die Halbinsel von Eurasien. Durch die Bildung der Europäischen Union hat sich aber Europa als politischer Kontinent durchgesetzt.


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