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Was bedeutet Rassrag: Wortbedeutung und Herkunft


Rassrag bzw. Rassragr geschrieben, ist ein altnordisches Wort, um die Sexualität bzw. deren Neigung einer Person auszudrücken.

Homosexualität bei den Wikingern

Tatsächlich wurde die Ehe erst als etwas Heiliges angesehen, als die Christen Einzug hielten. Dies hatte nicht unbedingt etwas mit Kirche und Gott zu tun, sondern vielmehr mit Bündnis und Machterhalt. Denn die Eheschließung galt als wichtigstes Mittel, um Allianzen zu anderen Ländern bzw. Oberhäuptern und Königen zu schließen. Dabei spielte Liebe und Sexualität eine untergeordnete Rolle.

Die Ehe ist laut christliche Weltanschauung also ein Bündnis, welche zwei Menschen eingehen, um gemeinsam für Wohlstand und Erben zu sorgen. Vor Gott wurde dieses Bündnis gesprochen und als heilig gekürt, um somit den Druck auf beide Parteien zu erhöhen, nicht von diesem Bündnis abzuweichen.

Bei den Wikingern finden sich Zeugnisse darüber, dass es auch gleichgeschlechtliche Handlungen gab. Dies gab es auch im Christentum, war aber verpönter und Tabuthema. In der nordischen Weltanschauung galt gleichgeschlechtliche Liebe als normaler und freier, solange die Partner auch heterosexuelle Liebesbeziehungen hatten – um Kinder zu bekommen.

Das altnordischen Wort „fuðflogi“ bezeichnet einen Mann, welcher vor weiblichen Geschlechtsorganen flieht. Das Gegenstück dazu wäre die Frau, welche vor männlichen Geschlechtsorganen flieht. Diese bezeichneten die Wikinger als „flannfluga“.

Gemeint sind hiermit Personen, welche keine Ehe bzw. Beziehung zu einem andersgeschlechtlichen Partner eingehen und somit nicht für Nachwuchs sorgen.

Da es diese Namen bzw. Bezeichnungen gibt, ist davon auszugehen, dass dies gängige Praxis unter den Wikingern war.

Weiterhin ist bekannt, dass es sogar Rechtsprechungen gab, welche die Menschen zur andersgeschlechtlichen Beziehung zwingen sollte. Somit war es verboten, keine Beziehung zu einem andersgeschlechtlichen Partner zu unterhalten und wurde auch bestraft.

Gleichgeschlechtliche Liebe war dennoch erlaubt, wenn der Mann bzw. Frau sich um die Reproduktion seiner Gene bereits gekümmert hat. Männer durften demnach mit Männern schlafen, wenn sie bereits Kinder hatten. Frauen ebenso.

Allerdings wurde der Mann, welcher die passive Rolle einnahm, missbilligt. Der männliche Part wurde stattdessen weder verachtet noch geächtet.

Rassragr Wortherkunft und Bedeutung

Rassrag war eine Bezeichnung, welches die Verachtung des passiven männlichen Geschlechtspartners in einer homosexuellen Liebe beschrieb. Somit war die Rassragr ein Mann, welcher sich von anderen Männern benutzen ließ.

Dies galt als strafbar, ehrlos und wurde mit Peitschenhieben geahndet. Der Mann, welcher den Benutzten benutzte, wurde allerdings nicht bestraft oder musste gesellschaftlichen Spott aushalten.

Diese Art der gleichgeschlechtlichen Liebe, wodurch ein Partner geächtet und der andere unbehelligt weiterleben konnte, gab es auch schon im antiken Rom und Griechenland. Dort wurden junge Knaben als Spielzeug gebraucht, um Gefälligkeiten von Männern entgegen zu kommen.
Das griechische Wort dafür lautet Päderastie (Knabenliebe). Auch dort war es gängige Praxis zwei Wörter für den männlichen Partner zu wählen. So wurde der Mann, welcher einen Knaben nutzte als Erastes bezeichnet und der Mann, welcher benutzt wurde als Eromenos.
In der Antike galt Schenkelverkehr als erlaubt, wodurch sich der Erastes am Jugendlichen Schenkel rieb und somit ejakulierte. Analverkehr war verpönt und verspottet. Denn auch bei den Griechen galt dies als Zeichen der Unterwerfung.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Seit geraumer Zeit interessiere ich mich für nordische Mythologie.

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Das Wissen dazu habe ich aus sämtlichen Büchern, welche ich so finden konnte.

Damals war ich ein Dauergast in unserer Bibliothek und Buchhandlung.

Aber es hat sich gelohnt. Und das Resultat bekommst du, auf diesen Seiten zu sehen.

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Also viel Spaß beim Lesen und bis später vielleicht.

LG Mathias Mücke


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