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Was ist ein Megafeuer bzw. Megabrand und wie entsteht es


Die Begriffe Megafeuer bzw. Megabrand werden genutzt, um die Ausmaße eines weitläufigen Flächenbrands im Wald oder im Buschland zu beschreiben, welcher nicht beherrschbar ist. Diese Art von Brand trat auch in Portugal, Australien und Kalifornien auf, wofür es Gründe gibt, welche nicht zwingend mit der Erderwärmung und dem Klimawandel zu tun haben, sondern mit der forstwirtschaftlichen Anbaupolitik in Europa, Amerika und weiten Teilen der westlichen Welt.

Was ist ein Megafeuer, woher kommt der Begriff

In den Medien ist immer öfter von so genannten Megafeuern die Rede. Beispiele dafür sind die Flächenbrände in Australien, Kalifornien, Portugal und, hier in Deutschland weitgehend ignoriert, das Feuer in der sibirischen Tundra im Jahr 2019. Es gibt keine genaue Definition des Begriffs Megafeuer. Man könnte es auch Großbrand oder Flächenbrand nennen. Auf jeden Fall ist es ein Feuer, dass zu groß geworden ist, um es mit klassischen Löschmethoden bekämpfen zu können.

In der Regel wüten Megafeuer so lange, bis sie entweder durch den Mangel an brennbarem Material erlöschen oder durch einsetzende starke Niederschläge von der Natur selbst gelöscht werden. War früher ein Megafeuer ein Jahrhundertereignis, nimmt ihre Zahl in den letzten Jahren immer mehr zu. Beim Megafeuer in der Arktis wüteten entlang des Polarkreises gleichzeitig mehr als 100 Feuer. Satellitenaufnahmen zeigten, dass einige von ihnen wahrscheinlich mehr als 1.000 Quadratkilometer groß waren. Dicke Torfschichten gerieten in Brand. Obwohl die Brände in einer sehr entlegenen Gegend tobten, beeinflussten sie die ganze Welt.

Wie entstehen Megafeuer?

Bei der Beantwortung dieser Frage muss zwischen Auslöser und Ursache unterschieden werden. In fast allen Fällen ist der Auslöser eines Megafeuers unbekannt. Mitunter steckt eine natürliche Ursache dahinter, zum Beispiel Blitzschlag, ein Vulkanausbruch oder Selbstentzündung von Methan (Sumpfgas). Oft genug stecken aber auch Menschen dahinter.

In vielen Gegenden ist es üblich, Gras und niedrige Vegetation von Zeit zu Zeit in Brand zu stecken, um das Unterholz zu lichten und den Boden zu düngen. Dabei passiert es immer wieder, dass der Brand außer Kontrolle gerät und sich zu einem Megafeuer ausweitet. Manchmal ist auch ein nicht richtig gelöschtes Lagerfeuer, eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe oder Funkenflug der Grund. In einigen Fällen steckt sogar Brandstiftung dahinter. Ein Megafeuer entwickelt sich in 3 Stufen:

  • Zuerst entsteht ein Bodenfeuer, dass sich immer weiter ausbreitet.
  • In der zweiten Phase steigt das Bodenfeuer an den Baumstämmen nach oben und entwickelt sich zu einem Kronenfeuer.
  • Das Kronenfeuer springt von Baum zu Baum und wird zu einem Totalbrand.
  • Erfasst der Totalbrand eine große Fläche, ist das Feuer fast nicht mehr zu löschen. Es weitet sich zu einem Megabrand aus.

Wissenschaftler in aller Welt beobachten in den letzten Jahren, dass Großfeuer immer mehr zunehmen. Sie wüten nicht nur in den Teilen der Welt, in denen sie früher schon ab und zu vorkamen, sondern auch in Gebieten, in denen sie vorher unbekannt waren. Dahinter stecken eindeutig Auswirkungen des Klimawandels und der Erderwärmung, mit anderen Worten der Mensch.

Immer öfter kommt es zu lang anhaltenden Hitzeperioden, die zugleich durch einen Mangel an Niederschlägen charakterisiert sind. Durch Hitze und Trockenheit wird die Vegetation regelrecht ausgedörrt. Dann genügt bereits ein kleiner Funken, um aus einem in normalen Jahren harmlosen Bodenfeuer ein unkontrollierbares Megafeuer zu machen.

Viele Megafeuer toben in dünn besiedelten oder unbewohnten Gebieten. Das hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil besteht darin, dass dadurch nur relativ wenige Menschen und Sachwerte in Gefahr sind. Der Nachteil ist, dass solche Gegenden nicht so gut überwacht werden. Das Feuer hat Zeit zu wachsen, bis es so groß ist, dass eine Bekämpfung unmöglich geworden ist. Selbst wenn rechtzeitig mit der Brandbekämpfung begonnen wird, ist sie in solchen entlegenen Gebieten sehr schwierig.

Außerdem besitzen solche Regionen häufig eine sehr reiche Fauna und Flora. Die fällt in großer Zahl den Bränden zum Opfer. Das war beispielsweise beim Megafeuer in Australien der Fall, bei dem Naturschützer annahmen, dass Milliarden von Tieren dabei starben.

Megafeuer haben einen sich selbst verstärkenden Kreislauf gestartet. Häufigkeit und Intensität der Großfeuer werden durch die Erderwärmung begünstigt. Gleichzeitig verstärken die Feuer diese Erwärmung, weil bei den Bränden große Mengen an Kohlendioxid freigesetzt werden. In der Arktis sind die Auswirkungen noch dramatischer.

Weil es in der Tundra kaum Bäume gibt, wüten Megafeuer dort als Torffeuer. Diese brennen nicht nur besonders lange, sondern tauen auch die oberen Schichten des Permafrostbodens auf. Dadurch werden große Mengen an Methan freigesetzt. Dieses Gas heizt die Atmosphäre noch viel stärker auf als Kohlendioxid.

Welche Effekte hat ein Megafeuer?

Wird ein Kronenbrand nicht rechtzeitig gelöscht, führt er zu einem Vollbrand oder Totalbrand. Das bedeutet, der gesamte Wald steht in Flammen. Wächst sich dieser Waldbrand zu einem Megafeuer aus, zeigen sich aufgrund der schieren Größe des Brandherds Effekte, die bei kleineren Bränden nicht auftreten:

  • Feuersturm
  • Feuerwolken

In den folgenden Abschnitten werden diese Begriffe näher erklärt.

Feuersturm

Mit dem Begriff Feuersturm wird eine starke Luftströmung beschrieben, die von allen Richtungen zum Brandherd strömt. Der Wind kann dabei unter besonders ungünstigen Umständen Orkanstärke erreichen. Er versorgt das Feuer mit frischem Sauerstoff und facht es deshalb immer weiter an. Die Wirkung des Feuersturms kann mit der eines Blasebalgs verglichen werden. Ein Feuersturm bricht erst dann zusammen, wenn es kein brennbares Material mehr gibt.

Seine Entstehung beruht auf grundlegenden physikalischen Prinzipien. Ein Megafeuer verbraucht viel Sauerstoff, besonders wenn es sich um große Waldflächen im Vollbrand handelt. Weil das Feuer den Sauerstoff der Luft verbraucht, entsteht ein Unterdruck. Der wird durch Luft, die zum Brandherd strömt, ausgeglichen. Zur selben Zeit kommt noch ein anderer Effekt zum Tragen. Das Feuer erhitzt die Luft. Dadurch dehnt sie sich aus, wird leichter und steigt nach oben. Auf diesem Prinzip beruht der Heißluftballon. Die nach oben steigende heiße Luft wird durch kühlere Luft ersetzt, die am Boden nachströmt.

Feuerstürme treten nicht nur bei Megafeuern, sondern auch bei anderen Großbränden auf. In die Geschichte ist zum Beispiel der Feuersturm von Hamburg eingegangen, der im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe der Alliierten ausgelöst wurde und viele Menschenleben kostete.

Feuerwolken

Es gibt 2 Arten von Feuerwolken: Pyrocumulus und Pyrocumulonimbus. Beide sind die Folgen von Feuerstürmen. Der wichtigste Unterscheid zwischen den beiden Arten von Feuerwolken ist ihre Ausdehnung. Pyrocumulus bewegen sich in für Wolken normale Höhen. Pyrocumulonimbus reichen dagegen bis in die Stratosphäre und können sich über riesige Gebiete verbreiten.

Feuerwolken vom Typ Pyrocumulus bilden sich, weil die durch den Feuersturm nach oben steigende Luft große Mengen an Feuchtigkeit enthält. Sie stammt aus der verbrannten Vegetation und der Umgebungsluft. Je höher die Luft steigt, umso mehr kühlt sie sich ab. Dadurch kann sie weniger Wasserdampf aufnehmen. Dieser kondensiert an den in der Luft enthaltenen Aschepartikeln und führt zur Bildung von Wolken.

Feuerwolken vom Typ Pyrocumulus können positive und negative Effekte haben. Negativ ist der Fakt, dass die mit ihnen verbundenen Böen und Turbulenzen das Feuer noch weiter anfachen können. Als positiv kann vermerkt werden, dass sich durch Pyrocumuli starke Niederschläge bilden können, die den Brand löschen können.

Da Pyrocumuli viel Asche enthalten, sehen die Wolken grau oder braun aus. Eine Pyrocumulonimbus ist dagegen eine Feuerwolke, die bis in die untere Stratosphäre reicht. Ihr oberer Teil sieht weiß aus. Diese Art von Wolken sind bis jetzt nur wenig erforscht. Sie erzeugen ihr eigenes Wetter, dass durch heftige Gewitter, Stürme und Windböen charakterisiert wird.

Die Aschepartikel in der Feuerwolke können sich weltweit verbreiten. Die Pyrocumulonimbus macht eine Bekämpfung des Megafeuers beinahe unmöglich. Ihre mit den Gewittern verbundenen Blitzschläge fachen rund um das Megafeuer immer neue Brände an. Durch die große Hitze ist eine Bekämpfung am Boden nicht möglich. Die starken Turbulenzen innerhalb der Wolke verhindern das Löschen aus der Luft.

Jüngere Beispiele von Megafeuern

Black Summer Australien

Vom Juni 2019 bis März 2020 wütete in Australien ein Megafeuer, das als „Black Summer“ in die Geschichte des Landes einging. Buschbrände sind eigentlich im australischen Outback nichts Ungewöhnliches, aber solche Feuerstürme hatte der 5. Kontinent noch nicht erlebt. Die Feuer wüteten insgesamt auf einer Fläche von mehr als 125.000 km² und betrafen mehrere Bundesstaaten im Osten des Landes.

In den teilweise 100 m hohen Flammen verbrannten 33 Menschen, weitere 445 starben an den Folgen der durch das Feuer verursachten Luftverschmutzung. Mehrere Tausend mussten stationär behandelt werden. Dem Feuer fielen knapp 6.000 Gebäude zum Opfer, darunter ca. 3.000 Wohnhäuser. Mehr als 240.000 Menschen mussten evakuiert werden. Zum Teil wurden die Leute mit Booten von Stränden gerettet, an die sie sich vor dem Feuer geflüchtet hatten.

Die Zahl der Opfer in der Tierwelt kann nicht beziffert werden. Grobe Schätzungen gehen von mehr als 3 Milliarden Tieren aus, die den Feuern zum Opfer fielen.

Durch das Megafeuer wurden 715 Millionen Tonnen Kohlendioxid freigesetzt. Das ist mehr als die jährliche Emission, die in Australien durch fossile Brennstoffe und „normale“ Buschfeuer verursacht wird.

Megafeuer in Kalifornien

Nicht lange, nachdem das Megafeuer in Australien erloschen war, bildete sich in Kalifornien ein neuer Brandherd, das von der Feuerwehr als „August Complex“ bezeichnet wurde. Das Feuer entstand durch eine Reihe von Trockengewittern (Gewitter ohne Regen), die durch unzählige Blitzschläge die ausgedörrte Vegetation an vielen Stellen gleichzeitig in Brand setzten.

Die Feuer wüteten auf einer Fläche von 400.000 Hektar (4.000 Quadratkilometern). Die Brände begannen Mitte August 2020 und wüteten bis Mitte November. Es handelt sich um die größten Brände in der Geschichte Kaliforniens, für die es verlässliche Aufzeichnungen gibt. Selbst mehr als 15.000 Feuerwehrleuten, die von US Marines unterstützt wurden, gelang es nicht, das Megafeuer unter Kontrolle zu bringen. Zahlreiche Menschen und Tiere starben. Dem Megafeuer ging eine Hitzewelle, kombiniert mit einer Dürre, voraus.

Die Experten sind sich einig, dass die Entstehung von Megafeuern durch den Klimawechsel begünstigt wird. Fünf der sechs jemals in Kalifornien registrierten Feuer brannten in den letzten Jahren.

Megafeuer in Portugal

Auch Europa wurde von Megafeuern nicht verschont. Eine verheerende Feuersbrunst wütete im Juni 2017 in Portugal, im Zentrum des kleinen Landes auf der iberischen Halbinsel. Das Megafeuer loderte vom 17. bis zum 22. Juni, bevor es unter Kontrolle gebracht werden konnte. Besonders tragisch ist, dass der Brand 66 Menschenleben forderte. Die Anwohner versuchten, mit ihren Autos vor dem Feuer zu fliehen und wurden auf der Straße von den Flammen eingeschlossen.

Weitere 200 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Insgesamt verbrannten 26.000 Hektar Wald, 26 Ortschaften mussten evakuiert werden. Im Zeitraum des Megafeuers gab es in Portugal insgesamt mehr als 60 Waldbrände. Unzählige Tiere starben ebenfalls in dem Großbrand. Bei einer erneuten Häufung von Waldbränden kamen im Oktober nochmals 45 Menschen ums Leben. Portugal gedachte der Opfer mit einer dreitägigen Staatstrauer.

Auch für dieses Megafeuer machen Brandschutzexperten die Erderwärmung und den Einfluss des Menschen verantwortlich. Dem Brand ging eine lange Hitzeperiode voraus, in dem die Temperaturen teilweise auf mehr als +40°C stiegen. Starke Winde förderten die Austrocknung der Vegetation. Zuerst vermutete die Polizei, das Megafeuer könnte durch Brandstiftung ausgelöst worden sein. Später fanden jedoch Brandermittler heraus, dass es durch einen trockenen Baum gestartet wurde, der vom Blitz eines Trockengewitters getroffen wurde.

Die Brände wurden zudem begünstigt, weil in weiten Gebieten Portugals einheimische Baumarten durch Eukalyptusbäume, deren Heimat Australien ist, ersetzt wurden. Die Bäume wurden als Rohstofflieferanten für die Papierindustrie angepflanzt, weil sie schneller als einheimische Baumarten wachsen.

Für die Natur und besonders den Brandschutz haben Eukalyptusbäume jedoch entscheidende Nachteile. Sie verbrauchen sehr viel Wasser. Das führt zur Absenkung des Grundwasserspiegels und zur Austrocknung des Bodens. Die Blätter der Eukalyptusbäume enthalten ätherische Öle. Im trockenen Zustand sind sie leicht brennbar. Eukalyptusbäume stoßen zudem regelmäßig ihre Rinde ab. Sie liegt in dicken, trockenen Schichten auf der Erde und bildet einen idealen Nährboden für Bodenfeuer, dem Anfangsstadium eines Megafeuers.

Wie lassen sich Megafeuer bekämpfen?

Die Antwort auf diese Frage mag für viele schockierend sein, entspricht aber der Wahrheit. Wenn ein Feuer, insbesondere ein Vollbrand, erst einmal eine gewisse Größe erreicht hat, stößt die Brandbekämpfung an ihre Grenzen. Auf dem Boden können sich die Einsatzkräfte dem Feuer wegen der großen Hitze nicht nähern und Löscheinsätze aus der Luft sind ebenfalls nicht möglich. Entweder können die Piloten der Löschflugzeuge nichts sehen, weil die gesamte Umgebung in dichten Rauch gehüllt ist oder es treten so viele Turbulenzen auf, dass die Flugzeuge abstürzen könnten oder ein zielgenaues Ablassen des Löschwassers nicht möglich ist.

Die Einsatzkräfte können höchstens versuchen, die weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern und darauf hoffen, dass es von allein erlischt, entweder weil das Brennmaterial aufgebraucht ist oder weil es anfängt, stark zu regnen.

Megafeuer Vorbeugen, nicht bekämpfen

Die Menschen sind nicht machtlos gegen die Zunahme von Megafeuern. Allerdings fordert die Forstabteilung der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) ein Umdenken. Anstelle der Brandbekämpfung müsse die Vorbeugung treten. Das geschieht zum einen durch eine immer bessere (satellitengestützte) Überwachung von entlegenen Regionen und dem Anlegen von Brandschneisen.

Diese Schneisen sollen verhindern, dass ein Kronenbrand von einem Waldstück zum anderen überspringen kann. Siedlungen, Verkehrswege, Kraftwerke und Industrieanlagen sollen durch breite Schneisen von angrenzenden Wäldern getrennt werden. Außerdem fordert die FAO, der klassischen Methode der Ausdünnung durch kontrollierte Feuer wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Feuer mit Feuer bekämpfen

Diese Methode der Brandbekämpfung ist uralt. Sie wurde zum Beispiel durch die Indianer in Nordamerika und auch durch die Aborigines in Australien praktiziert. Sie legten in der feuchten Jahreszeit Buschfeuer an. Diese absichtlich entfachten Brände verzehrten das dürre Unterholz und Totholz. Dadurch entzogen sie Feuern, die während der sommerlichen Hitze auftraten, das Brennmaterial.

Europäische Siedler waren von dieser Praktik entsetzt. Wie konnte man den Wald mit Absicht anzünden? Sie unterbunden es, mit dem Ergebnis, dass es in den Wäldern immer mehr Unterwuchs und trockenes Laub auf dem Boden gab. Bodenfeuer fanden mehr Brennstoff und konnten sich schneller und weiter verbreiten.

In Deutschland wird versucht, mit einem „Umbau“ des Waldes der wachsenden Brandgefahr zu begegnen. Die noch immer weit verbreiteten Monokulturen aus Kiefern oder Fichten werden nach und nach durch sommergrünen Laubmischwald ersetzt, die für Mitteleuropa natürliche Form des Waldes. Diese Waldform kann viel mehr Feuchtigkeit speichern und ist deshalb weniger anfällig gegen Feuer.

Leider fällt das Umdenken schwer. Einige Politiker bewilligen noch immer lieber die Mittel zum Kauf neuer, größerer Löschflugzeuge oder Hubschrauber, weil das gut für ihr Image in der Öffentlichkeit ist.

Megafeuer: Die Gefahr wächst

Megafeuer sind Waldbrände, bei denen ganze Wälder in Flammen stehen. Aufgrund der Größe und Intensität des Feuers ist eine Bekämpfung so gut wie unmöglich. Mit klassischen Mitteln kann man die Großfeuer bestenfalls eindämmen. Dass solche Großfeuer in den letzten Jahren immer häufiger werden, ist kein Zufall. Megafeuer sind eine der Folgen des Klimawandels.

In vielen Gegenden der Welt kommt es immer öfter zu langen Hitze- und Dürreperioden, die zum Austrocknen der Vegetation führen. Ein kleiner Funke genügt dann schon, um eine Art Kettenreaktion in Gang zu setzen, die nicht mehr gestoppt werden kann.

Eine Lösung des Problems ist nur durch einen Wechsel der Strategie möglich. Anstatt der Brandbekämpfung muss die Brandverhütung in den Vordergrund treten. Dabei wird auch wieder auf traditionelle Methoden wie der Ausdünnung des Unterholzes durch gezielt angelegte Feuer gesetzt.


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