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Weshalb geht die Sonne im Osten auf und im Westen unter


warum geht die sonne im osten auf und im westen unter

Osten und Westen sind Himmelsrichtungen, welche vom scheinbaren Lauf der Sonne bestimmt werden. Denn der Sonnenaufgang ist immer im Osten und der Sonnenuntergang ist immer im Westen. Doch die Zeitpunkte des Sonnenaufgangs – und untergangs fallen von Tag zu Tag unterschiedlich aus, was mit der Erdumdrehung zusammenhängt und von der Höhe, dem Ort und der Zeitzone des Betrachters beeinflusst wird.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zur Tagundnachtgleiche

Tagundnachtgleiche sind zwei Tage im Jahr, an denen Tag und Nacht in etwa gleich lang sind. Dies sind der 21. März und der 21. September.

Was passiert da?
Unabhängig davon, wo man sich befindet, scheint es so, dass die Sonne am 21. März und 21. September punktgenau im Osten auf- und im Westen untergeht. Glaub mir, an anderen Tag ist dies anders. Denn dann verschiebt sich der Sonnenaufgang und die Sonne geht nördlich des Ostens auf oder südlich des Westens unter. Die Sonne wandert scheinbar. Und früher in der Antike glaubte man tatsächlich daran, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Doch heute weiß man, dass sich lediglich Planeten um die Sonne drehen. Ausdrücke, wie der Lauf der Sonne sind somit nicht korrekt. Richtigerweise heißt es Sonnenstand und Erdumlauf.

Wie geht’s weiter?
Zur sogenannten Sommersonnenwende im Juni haben Erde und Sonne eine Konstellation erreicht, welche dazu führt, dass der Tag besonders lang und die Nacht besonders kurz ist. Zwischen dem 21. März, an denen Tag und Nacht gleichlang sind und der Sommersonnenwende im Juni hat sich die Erde weitergedreht, was dazu führt, dass die Tage länger werden. Denn der Teil der Erde, welche der Sonne zugeneigt ist, erhält mehr Sonnenstunden und einen früheren Aufgang, als der Teil – welcher im Schatten liegt. Der längste Tag des Jahres ist somit die Sommersonnenwende, welche auf der Nordhalbkugel auf den 20., 21. oder 22. Juni fällt.

Nun dreht sich die Erde immer weiter um die Sonne. Die Tage werden nach der Sommersonnenwende immer kürzer. Am 21. September sind Tag und Nacht wieder gleich lang. Danach sind die Nächte wieder länger als die Tage. Der kürzeste Tag ist auf der Nordhalbkugel der 21. Dezember, welcher als Wintersonnenwende bezeichnet wird. Danach nimmt die Taglänge stetig zu und die Nachtlänge wieder ab. Am 21. März ist es dann soweit, dass Tag und Nacht wieder die gleiche Länge haben.

Da geht noch mehr…
Die Erde dreht sich schnell in West-Ost-Richtung. Und zwar um ihre eigene Achse und vollendet ihre tägliche Bewegung in 24 Stunden. Diese Bewegung wird auch Achsbewegung genannt und findet jeden Tag auf die selbe Weise, in die gleiche Richtung, statt. Dies ist der Grund, weshalb die Sonne jeden Tag im Osten auf- und im Westen untergeht. Die Kugelform der Erde verursacht Drehzahlschwankungen. Während die Geschwindigkeit am Äquator 1670 km/h beträgt, nimmt die Geschwindigkeit zu den Polen ab. An den Polen wird es Null.

Welche Bedeutung haben Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Die Erde dreht sich also um die Sonne. Je nachdem, wo man lebt – ist der eigene Wohnort gerade der Sonne zugeneigt oder liegt im Schatten. Dadurch verändern sich die Tageslängen, welche – aufgrund der Schatten- und Sonnenseite – auf der Nordhalbkugel anders ausfallen, als auf der Südhalbkugel.

Die scheinbare Sonnenbewegung ist eine wertvolle Information zur Richtungsbestimmung, wenn du dich eines Tages verläufst. Denn du kannst dich daran orientieren und weißt somit immer, wo Osten und Westen ist.

Wann bewegt sich die Sonne genau von Ost nach West?
Dies hängt mit den Tagundnachtgleichen zusammen: 21. März, 21. Juni, 23. September und 21. Dezember. Zu diesen Zeitpunkten ist die Erde entweder am entferntesten von der Sonne oder am nächsten. Daher gelten sie als Beginn der Jahreszeiten.

Aufgrund der Erdbewegung können Menschen, die nachts den Himmel beobachten, die wechselnden Positionen der Sterne sehen. Daraus entstand einer Pseudowissenschaft, die als Astrologie bekannt ist. Einige Menschen glauben, dass Sternbilder einen Einfluss auf ihr Leben haben, ihre Persönlichkeit ausmachen oder Ähnliches. Grundlage dieses Glaubens sind natürlich keine empirischen Auswertungen, sondern lediglich Vermutungen – ähnlich wie in der Alltagspsychologie.

Sonnenlauf und Mondlauf

Lassen wir die Drehung um sich selbst vorerst beiseite. Die Erde umkreist die Sonne auf ihrer elliptischen Umlaufbahn. Dies wird auch Ekliptik genannt. Dazu benötigt die Erde ein Jahr bzw. 365 Tage. Die Sonne scheint sich unterdessen zu bewegen und verschiebt sich für etwa 360/365,24 = 59,14 Sekunden pro Tag nach Osten. Auch der Mond umkreist die Erde auf seiner elliptischen Umlaufbahn von Norden aus gesehen gegen den Uhrzeigersinn und vollendet seine Umlaufbahn in 27,5 Tagen.

Die beiden Bahnebenen fallen nicht zusammen und haben einen Winkel von 5° 9 zwischen sich. Während der Umlaufbewegung des Mondes sehen wir das sonnenbeschienene Gesicht aus verschiedenen Winkeln. Dies wird als Mondphasen bezeichnet. Befindet sich der Mond beispielsweise direkt zwischen Erde und Sonne, können wir seine helle Seite nicht sehen. Dies ist die ‚Neumond‘-Phase. Befindet sich der Mond jedoch auf der der Erde gegenüberliegenden Seite der Sonne, ist seine leuchtende Seite vollständig sichtbar und bildet die ‚Vollmond‘-Phase. Dazwischen liegen „Erstes Quartal“ und „Letztes Quartal“. Diese Mondphasen wiederholen sich alle 29,5 Tage und der „Mondkalender“ namens „Hijri“ basiert auf diesem Zyklus.

Bedeutung von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bei der Bestimmung des Tages

Die Erde dreht sich von West nach Ost. Wegen dieser Drehrichtung nennen wir den Ort, an dem die Sonne aufgeht, Osten und den Ort, an dem sie untergeht, Westen. Daher wird der Richtungsbegriff durch die Rotation der Erde bestimmt. Der Zeitbegriff, der unser ganzes Leben bestimmt, wird ebenfalls durch die scheinbare Bewegung der Sonne bestimmt. Denn zwischen dem Sonnenaufgang des einen Tages und des darauffolgenden Tages liegen 24 Stunden, was der Dauer einer Erdrotation entspricht.

Was wir Menschen also als Tag und Nacht erleben, ist physikalisch gesehen, lediglich die Drehung der Erde um sich selbst. Entweder ist der eigene Wohnort der Erde zugewandt, wodurch Sonnenlicht auf diesen Ort scheint und der Tag erlebbar wird. Oder der eigene Wohnort ist der feststehenden Sonne gerade nicht zugewandt, wodurch kein Sonnenlicht den Ort erreicht und Nacht vorherrscht.

Wir leben unser ganzes Leben nach Tag und Nacht. Es bezieht sich auf die Zeit, in der wir tagsüber wach und aktiv sind, und die Zeit, in der wir nachts schlafen und ruhen. Wir arrangieren alle Aktivitäten, die wir tagsüber unternehmen werden, entsprechend der Uhrzeit. Wir bestimmen die Zeit, um zur Arbeit zu gehen, die Arbeit zu verlassen und zu essen. Unser Leben wird demnach vom Sonnenstand bestimmt.


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