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Wie, Wann und Wo entstand das Byzantinische Reich


warum war konstantinopel so wichtig und bedeutend

Das Byzantinische Reich entstand um die Stadt Konstantinopel, welche auch als Ostrom bezeichnet wurde und heute Istanbul heißt.

Das Byzantinische Reich ging aus dem römischen Weltreich der Antike hervor. Es entwickelte sich nach der Zweiteilung des Römischen Reichs aus dem oströmischen Teil ab 395 n.Chr..

Wie entstand das Byzantinische Reich?

Das Byzantinische Reich entstand, nachdem sich das antike römische Weltreich in einen Westteil und Ostteil getrennt hatte. Zunächst hieß es offiziell Oströmisches Reich. Lange verstanden sich beide Teile noch als ein römischer Staat. Kultur, Verwaltung und das Bürgerrecht waren nahezu identisch. Doch über die Jahrhunderte trennte sich das Schicksal des West- und Ostteiles.

Als Rom als Weltreich immer weiter an Bedeutung verlor, wurde aus Ostrom zunehmend das Byzantinische Reich. Trotzdem verstanden sich die byzantinischen Herrscher lange noch als Römer. Als Westrom von den Goten und anderen nordischen Völkern überfallen wurde, griffen die byzantinischen Kaiser ein, eroberten Provinzen zurück und kümmerten sich zeitweise auch um deren Verwaltung.

In den späteren Epochen entwickelte durch Einflüsse aus Griechenland, dem Balkan und Kleinasien in Byzanz eine Kultur, Kunst und Kirche, die sich deutlich von der antiken (west)römischen Gesellschaft unterschied. Byzanz gilt als Geburtsstätte der orthodoxen Kirche, die aus der römisch-katholischen hervorging und bis heute im Osten Europas besteht.

Wann entstand das Byzantinische Reich?

Das Datum kann man heute nicht sicher benennen. Die kulturelle und soziale Abtrennung von Rom erfolgte in allmählichen Schritten ab der Teilung des Reiches im Jahr 395 n. Chr.

Die einheitliche Bezeichnung Byzantinisches Reich statt Oströmisches Reich etablierte sich erst in den folgenden Jahrhunderten und wurde in etwa ab dem 6. Jhd. n. Chr. geläufiger als Ostrom.

Wo entstand das Byzantinische Reich?

Die Hauptstadt und Verwaltungsmetropole des Byzantinischen Reiches war die Stadt Byzanz. Zeitweise wurde die Stadt auch Konstantinopel genannt. Seit der Eroberung durch die Osmanen im Jahr 1453 n. Chr. kennen wir die Stadt am Bosporus unter dem Namen Istanbul.

Bei der Teilung Roms gehörte zum byzantinischen Verwaltungsbereich zahlreiche Provinzen in Süditalien, auf dem Balkan, in Griechenland, Kleinasien sowie Nordafrika. Das Reich zog sich zu den Zeiten seiner größten Ausdehnung praktisch komplett entlang der Mittelmeerküste bis in Regionen des heutigen Libyen.

Als Westrom im 5. Jhd. n. Chr. von den Goten überfallen und geplündert wurde, eroberten die byzantinischen Kaiser einige weströmische Provinzen zurück. So gehörten auch diese zeitweise zum Byzantinischen Reich.

Ab dem 8. Jahrhundert verloren die Herrscher zunehmend Provinzen. Grund dafür war die Organisation und Ausbreitung der muslimischen Stämme, Stadtgründungen sowie das Vorrücken der Völker der Seldschuken und Osmanen.

Gegen Ende bestand das Byzantinische Reich nur noch aus der Hauptstadt Byzanz/Konstantinopel und einigen direkt angrenzenden Regionen in Griechenland, Kleinasien und am Schwarzen Meer.


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