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Der Ursprung des Freimaurer Ägypten Mythos


Freimaurer werden vielfach als mysteriös erscheinender Geheimbund eingeschätzt.
Aufgrund schwieriger Zugangsmöglichkeiten zum Innenverhältnis der Logen werden sie häufig sogar als gefährlich empfunden.

Absichten und Handeln stellen sich jedoch bei näherer Betrachtung als menschenfreundlich und tolerant heraus. Freimaurer möchten in erster Linie ihr Leben positiv gestalten. In dezentralen, unabhängigen Vereinigungen wirken sie international in allen Gesellschaftsformen.
Über Jahrhunderte unverändert ist die humanistische Ausrichtung auf der Grundlage von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Um die Freimaurer herum existieren diverse Verschwörungstheorien und auch Geschichtsmythen.
Eine davon behandelt ihren Ursprung im alten Ägypten.

Zur europäischen Logenbrüderschaft zählten prominente Mitglieder wie Mozart und Schikaneder

Im 13. Jahrhundert entwickelte sich in Europa erste Freimaurervereinigungen.
Sie entstanden aus den damaligen Steinmetzbruderschaften und anderen Handwerkerbünden.

Erste Logenbildungen in England und Schottland Ende des 16./Anfang des 17. Jahrhunderts wurden zum Teil mündlich überliefert. Sie tauchten erst einige Zeit später in Manuskripten auf. Ende des 18. Jahrhunderts überzeugten die aufklärerischen Ansichten der Freimaurer auch Wolfgang Amadeus Mozart. Ebenso trat der Theaterdirektor, Schauspieler und Sänger Emanuel Schikaneder einer Loge bei.

Symbole und Eigenschaften der Freimaurer fanden ihren Platz im künstlerischen Wirken

all sehende auge dreizahl mythos freimaurer

Das sehende Auge im Dreieck, als Dreizahl des Geheimbundes.

Erkennungszeichen und Besonderheiten der Freimaurer setzten Akzente in den Opern Mozarts.
Dazu zählten in erster Linie „Die Entführung aus dem Serail“ sowie „Die Zauberflöte.“

Mozart gab seinen Veränderungswünschen über die Gestaltung des Bühnenbildes Ausdruck.
Er wählte außerdem typische Formulierungen der Freimaurer. Mit diesen Ideen entfernte er sich zunehmend von der kirchlichen Institution. Der Mythos der ägyptischen Freimaurer verband sich insbesondere mit der Handlung von Mozarts Oper Zauberflöte. Der Kampf zwischen Licht und Finsternis und die Bedrohung durch Feuermeer und Wasserfluten vermittelt eine Nähe zur ägyptischen Mystik.

Eine Schweigeprüfung für Papageno, die Feuer- und Wasserprüfung für Tamino und Pamina sind Hinweise auf ägyptische Rituale. Du erkennst durch die Rolle der Opernfigur Pamina noch eindeutigere Verbindungen. Ihr Vater ist im Opernstück Osiris, der Gott der verstorbenen Menschen und Götter. Isis, die Göttin der Nacht (Finsternis), ist ihre Mutter.

Ebenso auffällig…
Nach der Verwandlung des Bühnenbildes in ein ägyptisches Zimmer wird in der nächsten Szene Pamina durch einen Mohren bedrängt. Das Libretto zur Oper schrieb Emanuel Schikaneder. Immer wieder kommt darin durch Klopfrhythmen der Bezug zur freimaurerischen Dreizahl vor.

Osiris und Isis Kult als Ursprung des Freimaurermythos

Die Erwähnung von Osiris und Isis in Mozarts Zauberflöte ist ein Hinweis auf Ägypten.
Grund genug, diesen Zusammenhang einmal näher zu beleuchten.

Als König von Unter- und Oberägypten nahm er seine Schwester Isis als Ehefrau. Nach der Legende wurde Osiris von ihrem Bruder getötet und im Nil versenkt. Isis fand ihn jedoch und erweckte ihn mit der Kraft ihrer Liebe wieder zum Leben.

Zunächst wurde Osiris als Fruchtbarkeitsgott von den alten Ägyptern verehrt.
Regelmäßige Überschwemmungen des Nils verursachten schwere Ernteschäden. Danach wurde neues Saatgut eingebracht. In einem Osiris-Fest wurde dies gefeiert und um eine gute Ernte gebeten. In der Folge wurde Osiris hauptsächlich als Totengott verehrt.

Es herrschte der Glaube, mit seiner Hilfe und in seinem Namen den Tod überwinden zu können. Die Gesetze der Natur wurden in Ägypten vielfach durch religiöse Rituale dargestellt. Darin stand Osiris für den Nil, Isis repräsentierte die vom Nil überschwemmte Erde. Osiris galt außerdem als Symbol des Gottmenschen. Er nahm Kultopfer entgegen und verkörperte ihren Mythos. Osiris galt daher als besonders heilig und wurde mit dem Anbeten der Sonne verherrlicht. Er fühlte sich mit dem Sonnengott Ra intensiv verbunden. Für den Mond stand dagegen Isis.

Der Wechsel von Dunkelheit und Licht symbolisiert den Wechsel von Sterben und der Bildung neuen Lebens. Das gesellschaftliche und individuelle Leben wurde in der Abhängigkeit zum Wechsel der Jahreszeiten betrachtet. Diese kultähnlichen Erkenntnisse spielten auch bei der Einteilung in menschliche Lebensabschnitte eine Rolle. Symbole, Zeichen und Relikte weisen als starke Indizien auf einen Ursprung der Freimaurerei in Ägypten hin.

Eine Mischung aus Fakten und Spekulationen umgibt die Entstehungsfrage des Geheimbundes. Das Verhältnis zur Natur und zu Gott in Ägypten gilt als wichtiger Hinweis auf den Ursprung des Freimaurer-Mythos. International tragen einige Logen den Namen ägyptischer Götter. Ägyptische Priesterbünde sollen als organisatorische und inhaltliche Vorbilder für Logen gedient haben. Der Bau des Salomonischen Tempels gilt als begehrtes allegorisches Motiv (Sprachbild) von Freimaurerlogen.

Der Freimaurer-Ägypten-Mythos ist derzeit auch Gegenstand von Filmen, musikalischen Werken und Computerspielen

Auf dem Markt findest Du so einiges zum Freimaurer-Ägypten-Mythos.
So zum Beispiel das Konsolenspiel „Assassins Creed“, welches Symbole der Freimaurer bereithält.

Wenn Du Dein Glück an Geldspielautomaten versuchen möchtest, kannst Du dies an einem Spiel mit der Bezeichnung „Eye of Horus“ versuchen. Zahlreiche virtuelle Freimaurer können in Computerspielen gesteuert werden. Fantasie und Mysterien sind derzeit scheinbar in.

Ägyptische Pyramiden oder der Isis-Kult sind gefragte Motive. Neben einer Vielzahl von Büchern zum Mythos und zur Geschichte der Freimaurerei behandeln auch Filme dieses Thema. Dabei handelt es sich insbesondere um Dokumentationsfilme. Es sind ebenso CDs und Videos verfügbar. Verschiedene Rundfunkbeiträge befassen sich mit dem Freimaurer-Ägypten-Mythos. Außerdem weisen Ausstellungen in Museen auf Ägyptens Mysterien und die Freimaurerei hin. Du kannst Dich also umfassend informieren.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Aber nicht nur das...

Gleichzeitig will ich das Wissen recht unterhaltsam servieren, so dass du vielleicht mal wiederkommst.

Ich weiß selbst, dass dieser Ansprung enorm ist.

Aber deshalb arbeite ich auch jeden Tag an mir und an diesem Projekt, so dass du auch jeden Tag neues kostenloses Wissen bekommst.

Nicht schlecht, oder?

Also bis später vielleicht.

LG Mathias Mücke


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