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Wo lebten die Altsteinzeitmenschen


Zu Beginn der Altsteinzeit lebten die Vorfahren der Menschen nur in Afrika. Denn nur hier lässt sich bislang nachweisen, wie sich Schritt für Schritt aus affenartigen Kreaturen der erste, aufrecht gehende Mensch entwickelte. Von Afrika aus dürften die frühen Menschen sowohl Asien als auch Europa besiedelt haben.

Wo lebten Menschen in der Altsteinzeit

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Wanderbewegungen von Afrika aus gleichzeitig über eine östliche und westliche Route stattgefunden haben. Im Osten gelang der Mensch über das heutige Ägypten und die arabische Halbinsel nach Asien. Im Westen wurde der Weg über die Meerenge von Gibraltar ins heutige Spanien gesucht.

In weiterer Folge verbreitete sich der Mensch in ganz Europa und Asien. Gegen Ende der Altsteinzeit gelang es ihm sogar, den amerikanischen Kontinent zu erreichen und dort Fuß zu fassen. In diese Zeit fällt auch die letzte sogenannte Eiszeit.

Hier sanken die durchschnittlichen Temperaturen stark und viele Gebiete waren ganzjährig von Eis bedeckt. Der Mensch zog sich zu dieser Zeit in besser geschützte Bereiche im heutigen Mitteleuropa zurück.

Auch wenn die hier vorhandenen Berge selbstverständlich ebenfalls mit Eis bedeckt waren, konnten hier noch schneefreie Zonen genutzt werden. Ebenfalls zog sich das, für das Überleben notwendige Großwild, verstärkt in eisfreie Gebiete zurück. Dies hat zur Folge, dass uns heute vor allem aus Frankreich und Spanien unzählige Funde aus der Altsteinzeit bekannt sind.

Wie lebten die Menschen in der Altsteinzeit

Während der Altsteinzeit haben die Menschen noch keine festen Behausungen errichtet. Vielmehr haben sie sich bei ihren Wanderungen stets kleine Unterschlüpfe errichtet, um vor Wind und Wetter in Sicherheit zu sein. Es wird davon ausgegangen, dass zu diesem Zweck kleinste Zelte aus Zweigen und Ästen gebaut wurden.

Wenn es die Situation erforderlich machte, lebte der frühe Mensch aber auch in Erdhöhlen oder übernachtete auf Bäumen. Je nachdem, wie die Verhältnisse waren, passten sich die Menschen an.

Selbstverständlich wurden auch Höhlen als Rückzugsorte genutzt. Doch erst gegen Ende der Altsteinzeit dürfte diese eine zunehmende Bedeutung erhalten haben. Höhlenmalereien bezeugen, dass häufig ganze Höhlensysteme über einen längeren Zeitraum genutzt wurden.

Ob die frühen Menschen hier gewohnt hatten, oder ob es sich dabei um kultische Orte handelte, kann nicht eindeutig geklärt werden. Es ist zu vermuten, dass beide Punkte zutreffend sind.

Dass der Mensch ausschließlich in Höhlen lebte ist allerdings ein Mythos. Den reinen Höhlenmenschen gab es nicht, da die frühen Menschen immer umherziehen mussten, um zu sammeln oder zu jagen. Die kleinen Zelthütten, welche mit Zweigen, Lehm und Blättern aufgestellt wurden, boten daher eine bessere Unterkunft für die menschlichen Lebensverhältnisse.

Aber vor allem während der Eiszeit ist davon auszugehen, dass die Menschen auch vorübergehend in den Höhlen wohnten. Denn diese boten zusätzlichen Schutz vor der Kälte. Archäologen gelang es zu belegen, dass die Menschen der Altsteinzeit ihre Verstorbenen in diesen Höhlen bestattet hatten.

Die Höhlenmalereien waren demnach keine Kunst, um sich wohnlicher zu fühlen, sondern waren Teil eines Ritus bei Totenzeremonien. Ebenfalls denkbar ist, dass die Malereien eine bestimmte Route des Jagdwilds zeigen.

Spätestens mit dem Ende der Eiszeit und dem zunehmenden Verschwinden von Großwild wurde es für die Menschen nötig, sich erneut anzupassen. Sie zogen in stärker bewaldete Gebiete und jagten verstärkt kleineres Wild. Sie zogen somit immer dem Wild hinterher.

Die Funde, welche aus der Übergangszeit zwischen Alt- und Mittelsteinzeit stammen, zeigen, dass hier wohl leichte Behausungen aus Ästen und Reisig genutzt wurden.

Über den Autor:

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